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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Regenrückhaltung aus GFK

Im Skigebiet Winterberg sollte ein neues Regenüberlaufbauwerk rechtzeitig zur Saison fertiggestellt werden. Aufgrund der Lage der Baustelle konnten keine schweren Baugeräte für den Transport von Stahlbetonelementen genutzt werden. Daher entschlossen sich die Verantwortlichen für den Einsatz von Rohren und Bauwerken aus glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK) der Amiantit Germany GmbH aus Döbeln. Zu Beginn der Skisaison wurde im Winterberger Ortsteil Neuastenberg ein Stauraumkanal und ein aus vier Rohrsträngen bestehendes Regenüberlaufbauwerk fertiggestellt.


Im Auftrag der Stadtwerke Winterberg hat die Ferdinand Altbrod GmbH & Co. KG, Eslohe-Wenholthausen, die Tiefbauarbeiten nach den Plänen des Ingenieurbüros Veldhuis für Hoch- und Tiefbau aus Winterberg ausgeführt. Entgegen der ursprünglichen Planung, die eine Ausführung mit Stahlbetonsegmenten vorsah, kamen für die unterirdischen Bauwerke GFK-Rohre von Amiantit zum Einsatz. Neben den Werkstoffeigenschaften führten einbautechnische Gründe zu dieser Entscheidung. Durch die schwierigen topografischen Rahmenbedingungen an der Einbaustelle war das Gewicht der Rohre mit Blick auf die dafür benötigten Geräte begrenzt. Die im Gegensatz zu anderen Werkstoffen relativ leichten Komponenten aus GFK trugen zu einem reibungslosen Bauablauf bei.

Beim Bau eines neuen Stauraumkanals und einer Regenrückhaltung setzte die Stadt Winterberg auf Rohre und Rückhaltesystem aus GFK.

Beim Bau eines neuen Stauraumkanals und einer Regenrückhaltung setzte die Stadt Winterberg auf Rohre und Rückhaltesystem aus GFK.


Der Stauraumkanal ist zudem mit dem von Amiantit entwickelten System Amiscreen ausgestattet. Die Grobstoffrückhaltevorrichtung leitet nach Fertigstellung der Anlage das schmutzfrachtfreie Wasser vom Stauraumkanal über die Regenrückhaltung in den Vorfluter.
Die Einbaustelle liegt in unmittelbarer Nähe der Postwiese in Winterberg-Neuastenberg und damit in einem der am stärksten frequentierten Wintersportgebiete im Hochsauerlandkreis. Deshalb haben in den Überlegungen der Verantwortlichen unter anderem umweltschutzrelevante Aspekte bei der Umgestaltung und Erweiterung der Kanalisation eine Rolle gespielt. „Teilweise werden die Ortsteile Langewiese und Neuastenberg noch im Mischsystem entwässert“, sagt Henrik Weiß, Vorstand der Stadtwerke Winterberg AÖR. „Bei neuen Bauvorhaben, wie zum Beispiel der Erschließung der unmittelbar neben der Postwiese gebauten 24 Ferienhäuser, wird sukzessive auf ein Trennsystem umgestellt.“ Damit reagieren die Stadtwerke unter anderem auf Forderungen von dem Regierungspräsidium Arnsberg sowie der Unteren Wasserbehörde und kommen den gesetzlichen Vorgaben nach. Laut denen ist Niederschlagswasser gemäß § 51a Landeswassergesetz vor Ort zu versickern, zu verrieseln oder ortsnah in ein Gewässer einzuleiten, sofern dies ohne Beeinträchtigung des Wohls der Allgemeinheit möglich ist.

Neuer Sammelpunkt für Mischwasser

Mit dem Bau von Stauraumkanal und Regenüberlaufbecken entstand in Neuastenberg ein Sammelpunkt für Schmutz- und Regenwasser, mit dem diese Vorgaben erfüllt werden.

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Autoren

 Jürgen Staratzke

Amiantit Germany GmbH, Mochau, StaratzkeJ@amiantit.eu

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