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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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CO2-Bilanzierung als Wettbewerbsvorteil

Die Kleeschulte Erden GmbH & Co. KG aus Rüthen hat einen modularen Kalkulator entwickelt, um CO2-Emissionen messbar zu machen, und den Einsatz von nicht nachwachsenden Rohstoffen wie Torf zielgerichtet zu verringern. Grundlage dafür war das CO2-Bilanzierungstool Eco-Cockpit der Effizienz-Agentur NRW. Der Erdenspezialist entwickelt und produziert erfolgreich klimaschonende Erden und Substratmischungen und spart dabei jährlich über 2 000 t Treibhausgasemissionen ein.


Torffreie und torfreduzierte Erden und Substrate schonen Ökosysteme und Klima.

Torffreie und torfreduzierte Erden und Substrate schonen Ökosysteme und Klima.

Die konsequente Einbindung der CO2-Kalkulation ihrer Produkte kann Unternehmen helfen, neue Märkte zu erschließen. Das zeigt das Beispiel des westfälischen Erdenproduzenten Kleeschulte Erden. Der Betrieb entwickelt und produziert ökologisch wertvolle, in erster Linie torffreie sowie -reduzierte Erden und Substrate.
Den Grundstein für die CO2-Kalkulation legte das Unternehmen bereits im Jahr 2012, als es im Rahmen eine Ressourceneffizienz-Beratung der Effizienz-Agentur NRW seine Produktion analysierte. Die erhobenen Prozessdaten bildeten die Grundlage für die Entwicklung konkreter Ressourceneffizienz-Maßnahmen und für die spätere CO2-Bilanzierung. So setzte Kleeschulte infolge der Beratung ein modernes Abwärmekonzept um, durch das Treibhausgas-Emissionen in Höhe von 104 t CO2 pro Jahr eingespart werden konnten.

Verringerter Torfeinsatz schont das Klima

Ein wesentlicher Bestandteil konventioneller Erden und Pflanzsubstrate ist Torf, dessen Abbau einen Eingriff in wertvolle Ökosysteme darstellt. Da Moore nicht regenerieren, setzt die Verarbeitung von Torf Kohlendioxid frei, das zur Klimaerwärmung beiträgt. Kleeschulte Erden hatte 2007 mit topora eine neue Substratfaser entwickelt, die aus nachwachsenden Rohstoffen besteht und als qualitativ gleichwertiger und klimaschonender Torfersatz verwendet werden kann.
Dem Unternehmen war es wichtig, den Aspekt der Nachhaltigkeit zu konkretisieren und im Hinblick auf seine Produkte eine transparente und nachvollziehbare Entscheidungshilfe für seine Kunden zu entwickeln. Der Ansatz der CO2-Einsparung bietet hier eine deutliche Argumentationslinie. 2015 nutzte das Unternehmen ein weiteres Mal die Ressourceneffizienz-Beratung der EFA, um den Torfeinsatz für Pflanzensubstrate zu minimieren.
Im ersten Schritt ermittelte Kleeschulte mithilfe des CO2-Bilanzierungstools Eco-Cockpit die Klimagas-Emissionen der bisher eingesetzten Rezepturkomponenten wie Mulche und Erden. Auf dieser Datenbasis konnte ein auf die Anforderungen des Unternehmens zugeschnittener modularer CO2-Kalkulator für Erdenprodukte entwickelt werden. Dieser ermöglicht die Simulation der zu erwartenden Klimagas-Emissionen von nahezu jeder Rezepturvariante auf Basis der eingesetzten Rohstoffe.

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