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Ausgewählte Ausgabe: 03-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Schutz vor Rissen in Biogasanlagen mittels Epoxidharz

Die bald in Kraft tretende „Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“ verlangt bei Silos und Gärbehältern ein hohes Maß an Dichtheit. Um dies zu erreichen, hat die Polysafe GmbH aus Rehling die Epoxidharzmischung Polyreith EPI entwickelt. Das Dichtmittel eignet sich als Innenbeschichtung für Jauche-Gülle-Silagesickersäfte (JGS)-Anlagen gleichermaßen wie für die Fugensanierung sowie den -verguss und lässt sich durch seine elastischen Eigenschaften zur Rissüberbrückung einsetzen.


Verordnungen und Gesetze wie das Wasserhaushaltsgesetz sollen sicherstellen, dass JGS-Anlagen undurchlässig gebaut werden, um Umweltschäden zu vermeiden.

Verordnungen und Gesetze wie das Wasserhaushaltsgesetz sollen sicherstellen, dass JGS-Anlagen undurchlässig gebaut werden, um Umweltschäden zu vermeiden.

Im Jahr 2015 erzeugten rund 8 900 Biogasanlagen 1) in Deutschland 27,9 Mrd. kWh und deckten damit den Stromverbrauch von rund acht Millionen Durchschnittshaushalten ab. Doch die vermeintlich umweltfreundliche Technologie hat auch eine Kehrseite: „Sind die Behälter, in denen das Biogas produziert wird, nicht richtig abgedichtet, können etwa Silagesickersäfte austreten, die unter anderem das Grundwasser stark belasten“, erklärt Joachim Reith, Geschäftsführer bei Polysafe. In der neuen „Verordnung über Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen“, die demnächst auf Bundesebene alle bisher gültigen Landesregelungen ablösen soll, wird deshalb noch einmal verstärkt eine Sachverständigenprüfung gefordert. Diese soll sicherstellen, dass neben Biogasanlagen auch alle JGS-Anlagen dicht sind und keine gefährlichen Stoffe in die Umwelt gelangen können.
Vor allem die Rissüberbrückung stellt für die Beschichtungssysteme eine große Herausforderung dar. Polysafe hat daher eine Epoxidharzmischung entwickelt, die nicht wie üblich nach dem Aushärten starr bleibt, sondern sich elastisch an den Untergrund anpassen kann. Das Beschichtungssystem Polyreith EPI wurde vom Kiwa Polymer Institut als Innenbeschichtung von Stahlbetonbehältern zur Lagerung von Jauche, Gülle und Silagesickersäften gemäß DIN 11622–2 nach den Kriterien des Deutschen Instituts für Bautechnik geprüft und ohne Einschränkungen zugelassen.

Beschichtung ohne vorherige Grundierung

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Der Untergrund darf keine teerhaltigen Stoffe enthalten und muss frei von trennenden Substanzen wie Fetten und Ölen ist. Die Epoxidharzmischung kann ohne Imprägnier-Primer verwendet werden.

Grundvoraussetzung für eine lange Haltbarkeit der Beschichtung, etwa bei Auffangwannen, Behältern und Kanalschächten, ist eine feste, tragfähige und saubere Fläche, die keine teerhaltigen Stoffe enthält und frei von trennenden Substanzen wie Fetten und Ölen ist. Anschließend kann die Dichtungsmasse mit einem Zahnspachtel, einer Glättkelle oder mit Hilfe eines Rakels gleichmäßig und mit Druck auf der Haftfläche aufgetragen werden. Dabei ist die Epoxidharzmischung so beschaffen, dass auf einen Imprägnier-Primer verzichtet werden kann – die komplette Beschichtung benötigt nicht mehr zwei Schritte, sondern nur noch einen einzigen Arbeitsgang und verkürzt damit die benötigte Zeit.

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Autoren

 Joachim Reith

Polysafe GmbH, Rehling,
info@polysafe.de

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