Fertigelemente schaffen dichten Untergrund

Unternehmen, die mit Umwelt gefährdenden Stoffen arbeiten, müssen gewährleisten, dass diese nicht in Boden und Grundwasser gelangen. Die Spedition M. Zietzschmann GmbH & Co. KG, Neuss, nutzt ein System der Mall GmbH aus Donaueschingen, um ihre Betriebsflächen abzudichten. Die Versiegelung ist modular und bereits kurz nach dem Verbau befahrbar.


Rinnenelemente entwässern den Verladebereich am Hafenbecken.

Rinnenelemente entwässern den Verladebereich am Hafenbecken.

Im Jahr 2011 wurde eine Lagerhalle der Spedition M. Zietzschmann bei einem Großbrand im Neusser Hafen zerstört. Deren Wiederaufbau zog sich über zwei Jahre hin. Es galt, Genehmigungsverfahren zu durchlaufen sowie eine ausführliche Planung und komplexe Bauweisen zu bewältigen. Die Halle einschließlich ihres Umfeldes sollte den neuesten technischen Standards entsprechen – nicht nur in betrieblicher Hinsicht, sondern auch in Sachen Umweltschutz. Ein Ziel des Unternehmens ist es, den ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten. Die Spedition sieht ihre Zukunft auch als zugelassener Entsorgungsfachbetrieb im Recyclingbereich.

Umwelt verantwortliche Logistik

Stück- und Schüttgutlogistik weltweit sind die Standbeine von Zietzschmann. Vor allem die Schüttgutsparte ist mit umwelttechnischen Herausforderungen verbunden. Das Betriebsgelände im Neusser Hafen ist Lager- und Umschlagplatz für eine Vielzahl von Gütern mit ebenso unterschiedlichen Bestandteilen, die nicht in den Boden und das Grundwasser gelangen dürfen. Mit Stoffen aus den Branchen Düngemittel, Mineralien, Chemie, Baustoffe und Biomasse arbeitet das Logistik-Unternehmen seit langem. Vermehrt kommen Stoffströme aus dem Recycling von Roh- und Wertstoffen hinzu sowie aus der Verwertung von Ersatzbrennstoffen und Abfällen. Eine entsprechende BImSchG-Genehmigung liegt seit Mai 2015 vor.
Voraussetzung für diese genehmigungsrechtliche Erweiterung war ein umwelttechnischer Ausbau, der im Zuge der Hallenneuerrichtung erfolgte. Eine der Herausforderungen bestand darin, Boden und Grundwasser durch sichere Barrieren zu schützen. Dem Risiko, dass Niederschläge aus den gelagerten Gütern Schadstoffe auswaschen und in den Boden eintragen, musste mit Systemen zum Rückhalt, Sammeln und Behandeln solcher wassergefährdender Flüssigkeitsströme begegnet werden. Hierfür wurde die Mall GmbH hinzugezogen. Das Unternehmen mit Stammsitz in Donaueschingen bietet Komplettlösungen auf dem Gebiet an, und im Ergebnis von Beratung und Planung erteilte Zietzschmann den Auftrag zum Bau von zwölf Behälterbauwerken unterschiedlicher Zweckbestimmung sowie des Ableitflächensystems NeutraDens.

Versiegelte Flächen

NeutraDens ist für die flüssigkeitsdichte Versiegelung von Flächen konzipiert, auf denen wassergefährdende Stoffe anfallen können. Die Schadstoffe dürfen weder in Boden und Grundwasser abgeschwemmt werden noch durch die Kanalisation in Kläranlagen gelangen. Dieser Vorgabe des Gesetzgebers entspricht die Versiegelung ebenso, wie den Anforderungen, die ein solches System aus Sicht des Anwenders erfüllen muss.

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Die strukturierte Oberfläche der Systemelemente verbessert die Rutschsicherheit.

Denn neben der Dichtheit gegenüber Flüssigkeiten, der Chemikalien- und der Treibstoffbeständigkeit hält es mit der Lastklasse SLW 60 nach DIN 1072 in Verbindung mit den horizontalen Bremslasten aus der DIN EN 1991–1–1 sowie den Temperatureinwirkungen gemäß DAfStb-Richtlinie 400 zugleich den dynamischen Beanspruchungen durch Schwerlastfahrzeuge stand. Auch den berufsgenossenschaftlich geforderten Rutschsicherheitswert R11 gemäß DIN 51130 erfüllen die Bodenelemente durch entsprechend strukturierte Oberflächen.
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Bau eines versiegelten Waschplatzes.

Für variantenreiche Geometrien von Flächen und für die Flüssigkeitsleitung stehen serienmäßig über 20 Platten-, Rinnen-, Ablauf- sowie Bordsteinelemente zur Verfügung. Mall produziert sie in Fertigteilbauweise aus FD/FDE Gießbeton C35/45 in Anlehnung an die EN 206–1 und die DIN 1045–2. Eine umlaufende Fuge im oberen Teil der Platten vergrößert zusammen mit der Seitenprofilierung im Flankenbereich die Kontaktflächen. So kann sich das Fugenmaterial verzahnen. Die Ausformung entspricht der Vorgabe des Deutschen Instituts für Bautechnik. Zwei Tage nach dem Verlegen können die Betonelemente befahren werden.

Unterschiedliche Anwendungsbereiche

In Verbindung mit einer kostengünstigen Montage soll sich für den Anwender eine wirtschaftliche und betriebssichere Lösung ergeben. In der Funktion als Flächenabdichtung hat das System vielfache Anwendungsbereiche: Tank- und Waschanlagen für Kraftfahrzeuge, Entsorgungsfachbetriebe und Recyclinghöfe, kommunale Betriebshöfe und Straßenmeistereien, Anlagen in Industrie und Agrarwirtschaft sowie Flächen, die mit Materialien wie beispielsweise Altmetallen oder Schüttgütern beaufschlagt werden.
Im Anwendungsfall der Spedition Zietzschmann erhielt der schon vorab flüssigkeitsdicht gestaltete Verladebereich entlang des Hafenbeckens einen 135 m langen Abschluss durch Bordstein-, Rinnen- und Ablaufelemente. Sie leiten anfallende Flüssigkeiten einem Sicherheitsauffangbecken vom Typ NeutraSab zu. Zudem wurde die Randgestaltung eines neuen Tankplatzes mit den System-Elementen ausgeführt. Auf der 10 x 5 m großen Fläche werden nach Fertigstellung die betriebseigenen Lkw betankt.

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Unternehmenskontakt:
Mall GmbH, Donaueschingen
info@mall.info