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Ausgewählte Ausgabe: 01-02-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Fertigelemente schaffen dichten Untergrund

Unternehmen, die mit Umwelt gefährdenden Stoffen arbeiten, müssen gewährleisten, dass diese nicht in Boden und Grundwasser gelangen. Die Spedition M. Zietzschmann GmbH & Co. KG, Neuss, nutzt ein System der Mall GmbH aus Donaueschingen, um ihre Betriebsflächen abzudichten. Die Versiegelung ist modular und bereits kurz nach dem Verbau befahrbar.


Rinnenelemente entwässern den Verladebereich am Hafenbecken.

Rinnenelemente entwässern den Verladebereich am Hafenbecken.

Im Jahr 2011 wurde eine Lagerhalle der Spedition M. Zietzschmann bei einem Großbrand im Neusser Hafen zerstört. Deren Wiederaufbau zog sich über zwei Jahre hin. Es galt, Genehmigungsverfahren zu durchlaufen sowie eine ausführliche Planung und komplexe Bauweisen zu bewältigen. Die Halle einschließlich ihres Umfeldes sollte den neuesten technischen Standards entsprechen – nicht nur in betrieblicher Hinsicht, sondern auch in Sachen Umweltschutz. Ein Ziel des Unternehmens ist es, den ökologischen Fußabdruck möglichst klein zu halten. Die Spedition sieht ihre Zukunft auch als zugelassener Entsorgungsfachbetrieb im Recyclingbereich.

Umwelt verantwortliche Logistik

Stück- und Schüttgutlogistik weltweit sind die Standbeine von Zietzschmann. Vor allem die Schüttgutsparte ist mit umwelttechnischen Herausforderungen verbunden. Das Betriebsgelände im Neusser Hafen ist Lager- und Umschlagplatz für eine Vielzahl von Gütern mit ebenso unterschiedlichen Bestandteilen, die nicht in den Boden und das Grundwasser gelangen dürfen. Mit Stoffen aus den Branchen Düngemittel, Mineralien, Chemie, Baustoffe und Biomasse arbeitet das Logistik-Unternehmen seit langem. Vermehrt kommen Stoffströme aus dem Recycling von Roh- und Wertstoffen hinzu sowie aus der Verwertung von Ersatzbrennstoffen und Abfällen. Eine entsprechende BImSchG-Genehmigung liegt seit Mai 2015 vor.
Voraussetzung für diese genehmigungsrechtliche Erweiterung war ein umwelttechnischer Ausbau, der im Zuge der Hallenneuerrichtung erfolgte. Eine der Herausforderungen bestand darin, Boden und Grundwasser durch sichere Barrieren zu schützen. Dem Risiko, dass Niederschläge aus den gelagerten Gütern Schadstoffe auswaschen und in den Boden eintragen, musste mit Systemen zum Rückhalt, Sammeln und Behandeln solcher wassergefährdender Flüssigkeitsströme begegnet werden. Hierfür wurde die Mall GmbH hinzugezogen. Das Unternehmen mit Stammsitz in Donaueschingen bietet Komplettlösungen auf dem Gebiet an, und im Ergebnis von Beratung und Planung erteilte Zietzschmann den Auftrag zum Bau von zwölf Behälterbauwerken unterschiedlicher Zweckbestimmung sowie des Ableitflächensystems NeutraDens.

Versiegelte Flächen

NeutraDens ist für die flüssigkeitsdichte Versiegelung von Flächen konzipiert, auf denen wassergefährdende Stoffe anfallen können. Die Schadstoffe dürfen weder in Boden und Grundwasser abgeschwemmt werden noch durch die Kanalisation in Kläranlagen gelangen. Dieser Vorgabe des Gesetzgebers entspricht die Versiegelung ebenso, wie den Anforderungen, die ein solches System aus Sicht des Anwenders erfüllen muss.

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Autoren

 Tom Kionka

Büro für umwelTKommunikation, Sulzdorf an der Lederhecke
tom.kionka@t-online.de

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