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Ausgewählte Ausgabe: 01-02-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Von Ressourceneffizienz zur Zukunftsstrategie

„Bei der Betrachtung der Treibhausgasemissionen unseres Unternehmens beziehen wir auch Arbeitswege unserer Mitarbeiter, Geschäftsreisen und den Lieferverkehr ein“, so der Geschäftsführer. Um die Wege von und zur Arbeit zu reduzieren oder möglichst klimaneutral zu gestalten, wird durch finanzielle Anreize und mit wachsendem Erfolg E-Mobilität gefördert. Wo möglich vermeiden Homeoffice-Arbeitsplätze überflüssige Wege. Geschäftsreisen werden durch Videokonferenzen deutlich reduziert oder mit der Bahn absolviert. Eigener Lieferverkehr wird bei Kleinmengen mit einem Elektro-Lieferwagen geleistet. Durch größere Transporte entstehende Klimabelastung mit Spediteuren werden durch Ausgleichsmaßnahmen neutralisiert.

Positive Wirtschaftsbilanz

Die Energiekosten haben sich im Klima neutralen Jahr 2015 gegenüber 2013 pro Tonne verarbeiteten Rohstoffs um mehr als 7 % reduziert. Die ganzheitliche Betrachtung von Ressourceneffizienz lohnt sich somit wirtschaftlich. „Im Wettbewerb kommunizieren wir unsere Alleinstellung als erstes Klimaneutrales Unternehmen unserer Branche in Deutschland, vertiefen dadurch bestehende Kundenbeziehungen und erschließen neue Auftraggeber sowie Märkte“, sagt Besgen. Für den Geschäftsführer stehen in diesem Zusammenhang zwei Annahmen zur wirtschaftlichen Zukunft von Unternehmen im Raum: Der Preis für fossile Brennstoffe wird aufgrund aufwendiger Fördermethoden und größerer Nachfrage sowie Politik der Opec-Staaten steigen, und die Politik wird deutliche klimapolitische Leitplanken zur Umsetzung des Pariser Klimaabkommens setzen.
Sollten beide Annahmen eintreten, könnten sich die Grundlagen für den auskömmlichen Betrieb eines Unternehmens deutlich verändern.
Verantwortliche, die sich mit der Betrachtung von Ressourceneffizienz intensiv beschäftigt, und wesentliche Zukunftsfragen für ihr Geschäft ableiten, sind laut Besgen auf dem richtigen Weg, um ihr Unternehmen für kommende Herausforderungen neu auszurichten. Dabei sei es unerheblich, ob die sich ergebenden Ableitungen von Mitarbeitern, Managern oder Unternehmern formuliert werden.

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Autoren

 Theo Besgen

BeoPlast Besgen GmbH, Langenfeld,
theo.besgen@beoplast.de

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