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Ausgewählte Ausgabe: 01-02-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Verwertung von Gießerei-Restsand als Recycling-Produkt

Tabelle 2:  Auswertung nach der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung.

Tabelle 2:
Auswertung nach der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung.

Hierfür werden die drei Probekörper im Labor des Fachbereiches Geographie der Philipps-Universität Marburg mittels Trogversuch auf die zulässigen Höchstwerte der Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung (BBodSchV) §8 Absatz 1 Satz 2 Nr. 1 [16] geprüft. Der Versuch kann den eluierbaren Anteil der anorganischen und organischen Stoffe nach Zugabe von Bindemittel feststellen, dabei muss der Prüfwert nach BBodSchV eingehalten werden (Tabelle 2).

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Bild 2: Versuchsaufbau für den
Elutionstest der Probekörper.

Die drei Probekörper werden entsprechend Laga EW 98 jeweils einzeln in einem Glasgefäß im Wasser/Feststoff-Massenverhältnis 10:1 für eine Elutionszeit von 24 h mit deionisiertem Wasser bei einer Drehgeschwindigkeit von etwa 500 U/min umspült (Bild 2). Der dritte Arbeitsentwurf zur Verordnung vom 23. Juli 2015 [2] sieht nur noch ein Verhältnis von 2:1 vor, dies wurde aber erst nach Durführung des Versuches veröffentlicht. Grundsätzlich ist aber davon auszugehen, dass durch ein höheres Verhältnis mehr Stoffe gelöst werden als durch ein geringes. Um eine Beschädigung oder Abnutzung des Probekörpers zu vermeiden, wird das Material auf einem Siebeinsatz mit einem Abstand von 5 cm zum Boden des Elutionsbeckens platziert. Nach 24 Stunden wird 1 l des Eluats in einen Standzylinder überführt. Es folgt eine Ruhezeit von 15 min zur Sedimentation eventuell vorhandener gröberer Partikel. Die überstehende Flüssigkeit wird dekantiert und für 30 min mit 2 000 ∙ g zentrifugiert. Anschließend wird die Flüssigkeit erneut mit einem Membranfilter mit einer Porenweite von 0,45 µm filtriert. Die chemischen Eigenschaften des Eluats der verschiedenen Probekörper werden im Auftrag der Leonhard Weiss GmbH & Co. KG im CLG Chemischen Labor Dr. Graser KG, Schonungen, analysiert und stehen für eine Bewertung zur Verfügung.

Seite des Artikels
Autoren

Prof. Dr. Peter Chifflard

Philipps-Universität, Marburg
Kontakt: peter.chifflard@geo.uni-marburg.de

 Michaela Vorndran

Philipps-Universität, Marburg

Dr.  Martin Reiss

Philipps-Universität, Marburg

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