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Ausgewählte Ausgabe: 01-02-2017 Ansicht: Modernes Layout
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Automatisieren mit Mobilfunk – Industrie 4.G

Der Mobilfunkstandard der vierten Generation LTE (Long Term Evolution) hat sich im privaten Bereich bereits flächendeckend durchgesetzt. Wir profitieren tagtäglich von schnellem Datendurchsatz und hohen Bandbreiten der neuen Technik. Auch für Industrieanwendungen lohnt es sich, den neuen Mobilfunkstandard für Fernwirkanwendungen und Wartungsarbeiten einzusetzen.


Im Rahmen der Initiative Industrie 4.0 schreitet die globale Vernetzung von Automatisierungsgeräten in großen Schritten voran. Die weltweit verfügbaren Mobilfunknetze bieten die Möglichkeit, Maschinen und Anlagen schnell und kostengünstig über das Internet oder über geschlossene private Netze (VPN) miteinander zu verbinden – völlig unabhängig, wie weit entfernt diese auseinanderliegen.
Um dezentral gelegene und weit verteilte Automatisierungsstationen aus einer Leitstelle heraus überwachen und steuern zu können, gewinnt die Anbindung dieser Stationen über ein Mobilfunknetz im Rahmen der Fernwirktechnik immer mehr an Bedeutung.

Fernwirktechnik zur Anbindung von Außenstationen an die Leitstelle

Bild 1: Bei der Aufbereitung von Wasser zur Versorgung von Städten gewinnt die Fernwirktechnik immer mehr an Bedeutung.

Bild 1: Bei der Aufbereitung von Wasser zur Versorgung von Städten gewinnt die Fernwirktechnik immer mehr an Bedeutung.

Fernwirktechnik als Grundlage zur Anbindung von Außenstationen an die Zentrale und speziell für die Steuerung und Überwachung von Versorgungssystemen gewinnt deutlich an Bedeutung (Bild 1).

Aufgrund der rasant voranschreitenden Verstädterung, der steigenden Bevölkerungszahl und der Notwendigkeit, Energie effizienter und gezielter zu nutzen, stehen die Versorgungssysteme für Wasser/Abwasser, Gas und Fernwärme vor großen Herausforderungen. Die Unternehmen und Anlagenbauer müssen diese Systeme zukünftig größer auslegen und dabei einen hohen Qualitätsstandard halten beziehungsweise weiter steigern. Eine wichtige Rolle dabei spielt die Fernwirktechnik zur Anbindung von Außenstationen an die Leitstelle. Wesentlicher Bestandteil bei der Umsetzung einer Fernwirklösung ist die Übertragung der Daten von der Station (RTU, Remote Terminal Unit) zur Zentrale. Aufgrund der hohen Anforderungen an Datenkonsistenz, Zwischenspeicherung im Verbindungsfall oder zeitfolgerichtiger Einordnung der Werte entsteht für den Applikationsingenieur ein hoher Aufwand, wenn dies im Programm umgesetzt werden muss. Um all diese Anforderungen auch bei der Anbindung über Mobilfunk erfüllen zu können, sind also Komponenten notwendig, die zum einen dem aktuellen Stand der Mobilfunktechnik entsprechen und zum anderen die automatisierungsspezifischen Anforderungen kennen und bereits im Produktdesign berücksichtigt haben.

Fernwartung – weltweit, sicher und durchdacht

Fast alle Maschinenhersteller und Anlagenbauer sind mittlerweile weltweit aktiv und verkaufen ihre Produkte und Leistungen an Kunden in allen Regionen.

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Autoren

 Marc Karpa

Siemens AG, Nürnberg,
contact@siemens.com

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