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Ausgewählte Ausgabe: 12-2016 Ansicht: Modernes Layout
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Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ)

Entwicklungen und Kompetenzen beim Umweltmanagement

Die Deutsche Gesellschaft für Qualität e.V. (DGQ) bildet seit dem Jahr 1998 Fachpersonal für Umweltmanagementsysteme aus. Zum 20-jährigen Jubiläum der DIN EN ISO 14001 werden die Entwicklungen und Kompetenzen im Bereich Umweltmanagement näher beleuchtet.


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Im Laufe der letzten 20 Jahren hat sich innerhalb der Unternehmen und ihrer Lösungen im Bereich der Umweltmanagementsysteme viel verändert. Während es in den Anfängen von DIN EN ISO 14001 zunächst um eigenständige Systeme ging, hat sich zwischenzeitlich der Trend zu integrierten durchgesetzt. Dies hat dazu geführt, dass sich heute deutlich mehr Qualitätsmanagementbeauftragte zu ISO 14001 qualifizieren als betrieblichen Umweltbeauftragte. Als negative Begleiterscheinung der integrierten Managementsysteme treten teils künstliche Zusammenschlüsse der Fachbereiche Qualitätsmanagement mit den Gebieten Umwelt-, Arbeits- und Gesundheitsschutz- und Energiemanagement auf. Auch die Tendenz, viele Fachkompetenzen auf nur eine Person zu verteilen, kann ein Risiko darstellen. Nach Ansicht der DGQ sollten die Unternehmen versuchen, passgenaue Lösungen für ihre Branche, Unternehmensgröße und Komplexität der Prozesse zu finden und eine gute Teamarbeit ermöglichen.

Die DGQ als Ausbilder im Bereich Umweltmanagement

Die DGQ bildet seit dem Jahr 1998 Fachpersonal für Umweltmanagementsysteme aus. Seit rund 15 Jahren sind auch die Trainer Christian Reckziegel und Dr. Eberhard Baran für die Deutsche Gesellschaft für Qualität im Einsatz und oftmals erster Ansprechpartner für Mitarbeiter. Beide sehen es als positiv an, dass sich das Umweltmanagementsystem vom Rand- zum Mainstream-Thema entwickelt und immer professioneller gestaltet. Die Sensibilität insbesondere für umweltrechtliche Anforderungen ist unter anderem auch auf Führungsebene deutlich spürbar. Eine Herausforderung mancher reiferer Managementsysteme ist, dass die “Low hanging fruits“ nach 20 Jahren ISO 14001 nunmehr geerntet sind. „Die höher hängenden Früchte sind Supply Chain und Produktdesign“, so Reckziegel. Dies werde durch die Anforderungen der revidierten Norm zum Umweltmanagement nun auch viel stärker fokussiert. Hier stecken seiner Meinung nach die wahren Verbesserungspotenziale in der Umweltleistung.

Veränderte Rahmenbedingungen und Anforderungen

Für Umweltmanagementbeauftragte bedeuten die veränderten Rahmenbedingungen und Normanforderungen einen Wandel ihrer Rolle. Diese entfernt sich stärker vom Tätigkeitsfeld eines klassischen Umweltbeauftragten. Die Rolle als Moderator und Katalysator, beispielsweise auch für die Themen Supply Chain Management und Produkt- und Prozessbetrachtungen weit über die Werkszäune hinaus, erhält zunehmend an Bedeutung. Baran erinnert aber auch an die wichtigen Basiskenntnisse: „Die rechtlichen Kenntnisse werden zunehmend wichtiger, wobei es nicht darum geht, die Umweltmanagementbeauftragten zu Umweltjuristen zu qualifizieren sondern sie dahingehend zu schulen, wie zum Beispiel einfache, umweltrechtliche Anforderungen aus dem praktischen Alltag anzuwenden sind.“

Training für Umweltmanagementbeauftragte

Dementsprechend verfolgt die DGQ das Ziel, sowohl die eine als auch die andere Herausforderung in ihren Trainings für Umweltmanagementbeauftragte aufzugreifen. Die Teilnehmer schätzen ihre Trainer aus der Praxis, die Normanforderungen relativieren können, sowie die Möglichkeit, persönliche Zertifikate als Kompetenznachweis zu erlangen. Ein Interview mit den Trainern der DGQ ist im Blog des Vereins unter http://blog.dgq.de nachzulesen.

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