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Ausgewählte Ausgabe: 12-2016 Ansicht: Modernes Layout
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Erweiterte Kommunalrichtlinie eröffnet neue Fördermöglichkeiten

Das Bundesumweltministerium hat die Förderung des Klimaschutzes weiter ausgebaut. Das Programm bezuschusst erstmalig Maßnahmen in Rechenzentren und den Austausch von Elektrogeräten in Schul- und Lehrküchen sowie Kitas. Gemeinnützige Sportvereine können sich Energiesparmaßnahmen, wie die Sanierung der Hallenbeleuchtung, fördern lassen, und mehrheitlich kommunale Unternehmen sind für einen Großteil der Förderschwerpunkte antragsberechtigt.


Gemeinnützige Sportvereine können bei der Sanierung ihrer Hallen von der Förderung profitieren.

Gemeinnützige Sportvereine können bei der Sanierung ihrer Hallen von der Förderung profitieren.

Die Klimaziele der Bundesregierung sind ehrgeizig: Bis zum Jahr 2020 sollen die nationalen Treibhausgasemissionen um 40 % gegenüber dem Vergleichsjahr 1990 reduziert werden, bis 2050 um 80 bis 95 %. Die „Richtlinie zur Förderung von Klimaschutzprojekten in sozialen, kulturellen und öffentlichen Einrichtungen im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative“ (Kommunalrichtlinie) ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg. Seit 2008 wurden etwa 3 300 Kommunen in rund 9 300 Projekten dabei unterstützt, ihre Treibhausgasemissionen (THG-Emissionen) zu reduzieren. Seit dem 1. Juli 2016 bietet die Erweiterung der Kommunalrichtlinie nun mehr Handlungsmöglichkeiten und schafft zusätzliche Anreize für Kommunen und lokale Akteure, sich für den Klimaschutz einzusetzen. Ein Engagement, das sich mehrfach lohnt: Klimaschutzinvestitionen helfen nicht nur dem Klima, sondern entlasten auch dauerhaft den kommunalen Haushalt und tragen zur Wertschöpfung vor Ort bei.

Neue Förderungen in der erweiterten Kommunalrichtlinie

Bausteine der Kommunalrichtlinie.

Bausteine der Kommunalrichtlinie.

Einen Zuschuss von bis zu 40 % der zuwendungsfähigen Ausgaben erhalten Antragsteller seit dem 1. Juli 2016 für verschiedene Maßnahmen zur Erhöhung der Energie- und Ressourceneffizienz von Rechenzentren. Neben Optimierungsmaßnahmen an der bestehenden Infrastruktur, wie der Nutzung freier Kühlung, der Wärmestromführung oder der Abwärme-Nutzung, ist auch der Ersatz einzelner oder mehrerer Hardwarekomponenten, wie Server, Kälteanlagen, Kühlsysteme oder effiziente Netzteile, förderfähig. Kindertagesstätten, Schulen sowie Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe erhalten eine erhöhte Förderquote von bis zu 50 %. Werden in Schul- und Lehrküchen sowie in Kitas Elektrogeräte, die älter als zehn Jahre sind, gegen Geräte der höchsten Energieeffizienzklasse gemäß EU-Label ausgetauscht, übernimmt der Bund bis zu 40 % der zuwendungsfähigen Investitionskosten. Die fachgerechte Entsorgung des Altgeräts ist nachzuweisen.

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Autoren

 Greta  Link

Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz, Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH, Berlin,
skkk@klimaschutz.de

 Benjamin Kroupa

Service- und Kompetenzzentrum: Kommunaler Klimaschutz, Deutsches Institut für Urbanistik gGmbH, Berlin,
skkk@klimaschutz.de

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