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Ausgewählte Ausgabe: 12-2016 Ansicht: Modernes Layout
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Luftreinhaltung in einer Beschichtungsanlage

Bei der Elastomer-Produktion der Lausitz Elaste GmbH, Rothenburg / Oberlausitz, werden schädliche Dämpfe freigesetzt. Um die Fertigung zu automatisieren und damit die Mitarbeiter vor dem Umgang mit der belasteten Luft zu schützen, ließ das Unternehmen eine neue Beschichtungsstrecke bauen. Die Belüftung der Anlage stammt von der ULT AG aus Löbau. Sie reinigt die Luft und hält die Anlage auf Betriebstemperatur.


Schaltschrank mit Filtermodulen und Abluftrohren.

Schaltschrank mit Filtermodulen und Abluftrohren.

Die Verantwortlichen bei Lausitz Elaste kennen die gewünschten Eigenschaften der fertigen Produkte und die Normen, die erfüllt werden müssen. Entsprechende Qualitätsstandards entstehen nicht nur aus gesetzlichen Vorgaben, sondern auch aus dem eigenen Anspruch heraus. Bei Bedarf werden Kunden beraten, etwa im Hinblick auf am besten geeignete Materialien oder Herstellungsverfahren. Das ISO-9001-zertifizierte Unternehmen fertigt nach technischen Zeichnungen und stellt Elastomer-Erzeugnisse her, die je nach Anforderung hitze- und kältebeständig aber auch resistent gegen Öle, Fette oder aggressive Gase sowie gegen Umwelt- und Witterungseinflüsse sind.

Damit industrielle Armaturen dicht sind

Ein aktuelles Beispiel aus der Fertigung ist die Herstellung von Dichtkeilen für weichdichtende Absperrschieber. Dabei werden vorgefertigte Gussteile mit Elastomeren überzogen, um einerseits Korrosion zu verhindern und andererseits aufgrund der Elastizität die entsprechende Dichtheit zu gewährleisten. Bevor das Elastomer oder der Gummi auf die Gussteile aufgebracht werden kann, muss eine vollständige Haftung sichergestellt werden. In der Vergangenheit versahen zwei Mitarbeiter die Werkstücke manuell mit einem Primer und mit Haftmittel.
Im Frühjahr 2016 wurde der Prozess der Metallbeschichtung automatisiert. Einerseits, um höhere Stückzahlen in kürzerer Zeit fertigen zu können und andererseits, um die bis dahin eingesetzten Mitarbeiter vor den Lösungsmitteln zu schützen, die beim Auftragen von Primer und Haftmittel in die Atemluft gelangten. Neben der erhöhten Leistungsfähigkeit wurde so auch den gesetzlichen Richtlinien des Gesundheits- und Arbeitsschutzes entsprochen.

Speziell konfektioniertes Tauchbecken

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Tauchanlage mit Zu- und Abluftverrohrung.

Die Automatisierung des Beschichtungsprozesses wurde durch die Konfektionierung einer speziellen Tauchanlage umgesetzt. Die IBH Ingenieurbetrieb Henke GmbH aus dem nahegelegenen Waldhufen konzipierte und baute die 12 m lange Anlage. Sie wurde zu Testzwecken am Standort des Unternehmens aufgebaut, evaluiert und nach Sicherstellung aller Funktionalitäten komplett zu Lausitz Elaste nach Rothenburg transportiert, aufgestellt und dort in Betrieb genommen.
Die Tauchanlage besteht aus einer Einhausung, in der zwei Becken installiert sind.

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Autoren

 Stefan Meißner

ULT AG, Löbau
meissner@ult.de

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