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Ausgewählte Ausgabe: 01-02-2016 Ansicht: Modernes Layout
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Qualitätssicherung in der Industrie 4.0

Industrie 4.0 steht für eine intelligente, selbst organisierende, vernetzte Produktion. Die gewohnten Methoden, Vorgehensweisen oder Techniken werden hinfällig oder müssen sich stark verändern, neue Organisationsformen zeichnen sich ab. Daher muss der Grundstein für eine moderne, zukunftsfähige Qualitätssicherung gelegt werden. Auch der Bereich der Umwelt- und Messtechnik ist hiervon betroffen. Ein wichtiger Aspekt sind hier energieeffiziente und umwelt- sowie materialschonende Verfahren, die auf smarten Technologien beruhen.


Für Benedikt Sommerhoff, Abteilungsleiter Regional bei der Deutschen Gesellschaft für Qualität (DGQ), wird die Fabrik der Zukunft von automatisierten und hoch effizienten Prozessen getrieben. „In einer stark vernetzten Umgebung kommunizieren und interagieren Menschen, Maschinen und Produkte miteinander“, sagt er. Möglich werde dies durch cyber-physische Systeme – das Internet der Dinge und Daten.

Aus Big Data wird Smart Data

Die in der Industrie 4.0 integrierte Qualitätssicherung stütze sich auf die entstehenden Big Data und sei Teil des Regelkreises, der die automatisierten Prozesse steuert, so Sommerhoff. Sie beruhe auf neuer Messtechnik und Sensorik, die immer kleiner wird, immer mehr Merkmale kostengünstig erfassen könne und von vornherein integraler Bestandteil des cyber-physischen Systems sei. So ist es, Sommerhoff zufolge, in der Industrie 4.0 wichtig, aus Big Data Smart Data zu machen – also aus einem riesigen Datenstrom genau die Informationen zu ziehen, die für eine effiziente Fertigung und die Sicherung der Produktqualität relevant sind. Oft sei dabei eine Echtzeitdatenverarbeitung erforderlich, was nur hochgradig automatisiert zu leisten sei. Allerdings sei heute vielerorts noch gar nicht klar, welche der vielen Daten einmal qualitätsrelevant sein werden.
Big Data berge deshalb auch diverse Herausforderungen: den Aufbau der nötigen IT-Infrastruktur, die Datensicherheit sowie den Schutz vor unautorisierten externen Eingriffen. Zudem fehlten oft bestimmte Kompetenzen bei den Mitarbeitern in den Bereichen Entwicklung, Fertigung und Qualitätssicherung. „Wir werden Spezialisten brauchen, die die Algorithmen entwickeln, mit denen sich Big Data in Smart Data transformieren lassen“, erläutert Sommerhoff.

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