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Ausgewählte Ausgabe: 04-05-2015 Ansicht: Modernes Layout
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Effizientes Adsorptionsmaterial für Wasser- und Luftreinigung

Braunkohle aus dem Rheinischen Revier ist nicht nur ein unverzichtbarer Energieträger, der mit rund 25 Prozent zur deutschen Stromerzeugung beiträgt. Die auf Braunkohlenbasis hergestellte Aktivkohle wird weltweit in zahlreichen Anwendungen im Umweltschutzbereich eingesetzt und unter der Markenbezeichnung HOK Activated Lignite angeboten. Zur Rauchgasreinigung kommt es in Abfallverbrennungsanlagen und Stahlwerken ebenso zum Einsatz wie in Kraftwerken.


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Aktivkohle HOK

Die besonderen Eigenschaften haben HOK zu einem gefragten Adsorptions- und Filtermaterial gemacht. Insbesondere die große spezifische Oberfläche, die günstige Poren-Struktur und die katalytischen Eigenschaften bewirken die Rückhaltung einer Vielzahl von Schadstoffen. Die im allgemeinen Sprachgebrauch als Dioxine und Furane zusammengefassten zwei Gruppen der polychlorierten Dibenzo-p-Dioxine und Furane (PCDD/F) spielen für die Luftbelastung längst nicht mehr eine so große Rolle wie dies noch vor einigen Jahren der Fall war. Doch die Einhaltung des beispielsweise für Abfallverbrennungsanlagen in der 17. BImSchV vorliegenden Grenzwertes von 0,1 ng TEQ/Nm3 bleibt eine Herausforderung. Maßnahmen zur Emissionsminderung sind daher nach wie vor unerlässlich. Neben den Dioxinen und Furanen gilt es, weitere zahlreiche organische Komponenten ebenso wie eine Reihe von Schwermetallen – Cadmium, Blei und Quecksilber – aus den Rauchgasen abzuscheiden.

Besonders hohe adsorptive Fähigkeiten

Eine bewährte und zudem preisgünstige Methode zur PCDD/F-Abscheidung stellt das Flugstromverfahren dar, bei dem Aktivkohle zum Einsatz kommt. Aktivkoks HOK verfügt aufgrund seiner porösen Oberflächenstruktur über besonders hohe adsorptive Fähigkeiten. Neben PCDD/F-Verbindungen werden beispielsweise auch Schwermetalle sowie Schwefelwasserstoff, organische Lösemittel, polychlorierte Biphenyle (PCB) und polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) zuverlässig abgeschieden.
Die Schadstoffe werden beim Einsatz von HOK durch Adsorption, Chemisorption oder katalytische Umwandlung aus dem Abgas oder der Abluft entfernt. Die hohe Abscheideeffizienz des HOK ermöglicht in vielen Fällen ihre Abtrennung bis unter die Nachweisgrenze.

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Autoren

Dr. Volker Schulz

freier Journalist, Köln

v.schulz@dr-schulz-pr.de

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