19.09.2013, 12:51 Uhr | 0 |

Server überlastet Mit Apples iOS 7 wird noch mehr gewischt

Das neue Betriebssystem für mobile Apple-Geräte steht jetzt zum Download bereit. Allerdings sind die Server so überlastet, dass der Download derzeit kaum funktioniert. Die Besitzer älterer Modelle gehen allerdings leer aus: iOS 7 läuft nur auf ziemlich neuen Geräten.

iPhones im Apple-Store in Berlin
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Das neue Betriebssystem iOS 7 läuft vor allem auf neuen Apple-Geräten wie dem iPhone 5C und 5S sowie auf den iPhones der vierten Generation. Allerdings stockt der Download: Die Nachfrage nach dem kostenlosen Download ist so hoch, dass die Server überlastet sind.

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Apples neues Betriebssystem ist da: Kostenlos lässt sich iOS 7 herunterladen. Allerdings ist das nicht ganz leicht: Alle wollen es, fast keiner schafft jedoch den Download. Denn die Apple-Fans sind so wild auf die Neuerungen, dass die Server aktuell überlastet sind. Download-Versuche enden oft mit einer Fehlermeldung.

Voraussetzung für das neue Betriebssystem ist aber ein relativ neues Apple-Gerät. iOS7 läuft nur auf den iPhones 4, 4S, 5 und 5S, auf dem iPod Touch der fünften Generation, dem iPad mini umd dem großen iPad ab der zweiten Generation. Für alle anderen Geräte ist das neue Betriebssystem nicht verfügbar.

Siri versteht jetzt viel besser

Jonathan Ive, der neue Designer, hat heftig an der Optik gearbeitet. Fast alle Icons sind neu gestaltet und sehen zeitgemäßer aus. Die Schriften sind größer geworden, vielleicht auch, weil die Menschen immer älter werden. Zugeständnisse auch an die Generation Wisch: Viele Funktionen, die bisher eher versteckt waren, lassen sich jetzt durch einfaches Wichen über das Display nutzen. WLAN, Bluetooth, Taschenlampe, Flugmodus und Kamera lassen sich auf diese Art auswählen.

Der Sprachassistent Siri, der in der bisherigen Version manchmal schwerhörig war und Begriffe verwechselte, versteht Anfragen jetzt besser. Die Antworten bezieht Siri aus Wikipedia, Twitter und selbst von Bing, der Suchmaschine des Apple-Erzfeindes Microsoft. Nur Google bleibt außen vor, was sicher nicht im Sinn der Nutzer ist. Immerhin ist das die größte Suchmaschine der Welt.

Auf Wunsch automatische Updates

Per Spracheingabe lassen sich auch einige Funktionen aktivieren. So liest eine weibliche oder männliche Stimme auf Zuruf die jüngst eingegangenen Mails vor. Neue Kamerafunktionen ermöglichen es jetzt, Bilder zu verfremden, sodass sie aussehen wie das, was sich in Omas Fotokarton befindet. Auch Schwarz-Weiß-Aufnahmen sind möglich.

Hilfreich ist eine Update-Funktion, die bewusst gewählt werden muss. Damit werden alle Apps automatisch aktualisiert. Airdrop funktioniert mit dem neuen Betriebssystem auch auf mobilen Geräten der neueren Generation. Bilder und Daten können auf andere Geräte überspielt werden. Die müssen natürlich ebenfalls von Apple sein.

Auf Apples Streaming-Radio müssen die Nutzer weiter warten. In den USA ist es bereits verfügbar. In Europa gibt es noch rechtliche Hürden.

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Von Wolfgang Kempkens
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