13.10.2014, 14:02 Uhr | 0 |

Tastatur für Smartwatch Microsoft verschenkt App zur Handschrifterkennung

Wie soll man auf einer Smartwatch eigentlich schreiben? Microsoft: Handschriftlich. Der Prototyp einer kostenlosen App für Android-Geräte erkennt Buchstaben, die der User auf den Touchscreen schreibt. 

Microsofts neue App Analog Keyboard
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Microsofts neue App Analog Keyboard: Der Smartwatch-Träger zeichnet Buchstaben mit dem Finger. Großbuchstaben erkennt die App bislang allerdings nicht.

Foto: Microsoft/Screenshot Ingenieur.de

Schon das Tippen von Nachrichten auf einem Smartphone kann je nach Dicke der Fingerkuppe zum nervtötenden Geduldspiel werden. Das nur zifferblattgroße Display einer Smartwatch ist für eine Touchscreentastatur definitiv zu klein. Was also tun, wenn die an das Smartphone gekoppelte Armbanduhr als Benachrichtigungszentrale um Funktionalitäten erweitert werden soll, die die Eingabe von Wörtern und Zeichen erfordern?

Wie soll man zum Beispiel kurze Nachrichten schreiben oder Begriffe, um im Internet zu googlen? Ganz auf Spracherkennung zu setzen, ist da zu kurz gedacht, denn das Plaudern mit der eigenen Armbanduhr ist nicht in jeder Situation opportun oder gar möglich, wenn es in der Umgebung laut zugeht.

Microsofts App hört auf den Namen Analog Keyboard

Das handelsübliche Display einer Smartwatch – egal ob rund oder eckig – bietet jedoch ausreichend Platz für das Zeichnen einzelner Buchstaben mit der Fingerkuppe. In der Forschungsabteilung von Microsoft hat man nun das Analog-Keyboard entwickelt – eine App für Android-Uhren, die Handschrift erkennt – inklusive Interpunktion und Sonderzeichen wie das E-Mail-Zeichen. Mit der Fingerkuppe werden die Buchstaben und Zeichen einzeln nacheinander auf den Touchscreen gezeichnet.

Eine kleine Eingabezeile zeigt das Geschriebene an, außerdem gibt es eine Leerzeichen- und eine Löschtaste. Wie Microsoft Research informiert, gab es schon 1984 eine Armbanduhr von Casio, die einen Touchscreen hatte und handschriftlich eingegebene Rechenoperationen ausführen konnte. Daran scheinen sich die Entwickler orientiert zu haben.

App gibt nur Kleinbuchstaben aus 

Um die Batterien zu schonen, hat man vorläufig auf die Erkennung von Versalien verzichtet, das System gibt zudem alle Buchstaben als Kleinbuchstaben aus. Häufig genutzte Wörter wie „und“ werden per Autocomplete erkannt. Microsoft bietet den Prototypen des kleinen Programms zum kostenlosen Download an, um User testen zu lassen. Die Forschungsabteilung selbst hat die App nur auf einem Samsung Gear Live (320x320 Pixel) mit eckigem Display und einem Moto 360 (320x290 Pixel) von Motorola mit rundem Display getestet. Sie sollte aber mit jeder Android Wear App funktionieren, die die Eingabe von Text erfordert.

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Von Susanne Neumann
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