01.10.2014, 13:37 Uhr | 0 |

2015 ist Markteinführung Microsoft überspringt Windows 9 und bringt direkt Windows 10

Microsoft hat die Einführung von Windows 10 für 2015 angekündigt. Das Betriebssystem soll einheitlich auf PCs, Smartphones, Tablets und Xbox laufen und das klassische Startmenü zurückbringen. Mysteriöserweise überspringt der IT-Gigant Versionsnummer 9.

Microsoft-Entwickler Joe Belfiore gibt in San Francisco Einblicke in Windows 10
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Am 30. September 2014 gab Microsoft-Entwickler Joe Belfiore in San Francisco der Öffentlichkeit erste Einblicke in Windows 10. Unbekannt ist, warum der Konzern Versionsnummer 9 einfach auslässt. 

Foto: dpa

Für Microsofts Windows-Chef Terry Myerson ist es ein wenig wie eine Reise. Das künftige Betriebssystem Windows 10 – die Version 9 überspringt er einfach – soll sogenannten Insidern früh als Testversion zur Verfügung stehen. Die können es dann testen und gegebenenfalls meckern, wenn sie schlecht laufende Funktionen entdecken. „Wir werden lernen“, verspricht Myerson, dem noch der Reinfall mit Windows 8 in den Knochen steckt, der sich durch die teilweise kostenlos verteilte Version 8.1 auch nicht korrigieren ließ. Jetzt sollen Fehler ausgemerzt werden, noch ehe die Software 2015 auf den Markt kommt.

Windows 10 soll auf PC, Tablet, Smartphone und XBox laufen

Und es kann eine Menge schief gehen. Windows 10 ist ein gewaltiges Programm, das auf PC, Tablet, Smartphone und der Spielekonsole XBox laufen soll. Es soll sich wahlweise per Maus und durch Wischbewegungen auf dem Touchscreen steuern lassen. Es passt sich dabei selbstständig an die Hardware an. Also genügend mögliche Fehlerquellen. Windows 8 gab es noch in Spezialversionen für die verschiedenen Geräte.

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Windows 10 bringt das klassische Startmenü zurück. Die Kachelstruktur von Version 8 stieß viele Nutzer vor den Kopf. 

Foto: dpa

Die bunte Kachelwelt war längst nicht jedermanns Sache. Deswegen blieben viele Nutzer bei Version 7 oder hielten gar XP die Treue, ein Windows-Betriebssystem, das die Mutter verstieß, also nicht mehr unterstützt. Mit Windows 10 kommt jetzt das vertraute Startmenü zurück, das einen besseren Überblick erlaubt.

Auch Apps, die auf Basis von Windows 10 geschrieben werden, laufen künftig auf Hardware jeder Größe. Für Smartphones und Laptops müssen also keine speziellen Versionen mehr entwickelt werden. Dann, so hofft Microsoft, wird sich der unternehmenseigene App-Store endlich füllen.

Unternehmenskunden verschmähten Windows 8

Bei seiner Innovation hat Windows vor allem Unternehmenskunden im Visier. Gerade mal 20 Prozent der Unternehmen hatten Version 8 gekauft, so Marktforscher, vermutlich, weil der Schulungsbedarf zu groß erschien. Denn intuitiv ging nicht mehr allzu viel. Das soll sich bei der neuen Version wieder ändern.  

Wann Windows 10 genau in die Geschäfte kommt, steht noch nicht fest. Das hängt auch davon ab, wie viele Schwachstellen die Insider entdecken und wie kompliziert es ist, sie zu beseitigen. Myerson ließ sich bei der Vorstellung des Betriebssystems nicht festlegen. Es werde wohl irgendwann im Laufe des nächsten Jahres zu kaufen sein. 

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Von Wolfgang Kempkens
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