04.12.2014, 15:59 Uhr | 0 |

Kostenloser Messenger Wire Konkurrenz aus Berlin für WhatsApp & Co.

Ein Messenger für lau: Wire will WhatsApp, Skype & Co. die Stirn bieten. Entwickelt wurde die neue App in Berlin von erfahrenen Branchenkennern – darunter Skype-Mitbegründer Janus Friis. Sie setzen auf mehr Datensicherheit. 

Kostenloser Messanger Wire
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Den Messenger Wire gibt es bislang kostenlos für iOS- und Android-Geräte sowie OS X. Eine Version für Windows-PCs soll 2015 folgen. 

Foto: Wire

An den Funktionen sollte es nicht scheitern, denn davon hat Wire jede Menge: Mit der App kann man Kurznachrichten verschicken und Gruppenchats bilden. Auch Telefonieren ist möglich. Ebenso Fotos, Musik und Videos teilen. Wire soll nach Angaben der Gründer auf Smartphones, Tablets und Computern funktionieren.

Die Entwickler arbeiten mit ihrem rund 50-köpfigen Team in Berlin. Firmensitz des Start-ups ist allerdings in der Schweiz. Zu den Gründern gehören erfahrene Branchenexperten wie Skype-Mitbegründer Janus Friis. Er sagte in einem Bericht der Welt, mit Wire sei der bisher bestmögliche Kommunikationsdienst entwickelt worden.

Soundcloud und YouTube sind Partner

Die App gibt es kostenlos in den AppStores für iPhone, iPads, Macs und Android-Geräte. Eine HTML5-Version für Browser soll im kommenden Quartal erscheinen und damit auch für Windows-PCs verfügbar sein. Wire hat ein modernes Design. So gut wie alle Interaktionen lassen sich mit Wischgesten erledigen. Kleiner Wermutstropfen: Musik kann man zurzeit nur von Soundcloud teilen, Videos von YouTube. Bald soll eine Option für Videotelefonie hinzugefügt werden.

Markt für Internet-Messenger hart umkämpft

Wenige Anbieter teilen sich den größten Teil des Kuchens. Dienste wie Facebook Messenger und Line haben die Nase vorn. Der absolute Liebling ist aber mit 600 Millionen der Nutzer der Kurznachrichtendienst WhatsApp. Daran hat auch die Tatsache nichts geändert, dass die Nutzer für den Anbieter mehr oder weniger transparent sind. Bei Wire hat Datensicherheit einen größeren Stellenwert. So wird beim Telefonieren auf die sogenannte End-to-End-Verschlüsselung eingesetzt. Dabei ist das Signal auf dem ganzen Weg geschützt. 

Datensicherheit soll auch ausschlaggebend für den Firmensitz in der Schweiz gewesen sein. Mitgründer Jonathan Christensen sagte dem Onlinemagazin pctipp, die Schweizer achteten sehr stark auf ihre Privatsphäre: „Wenn jemand auf unsere Daten zugreifen will, gibt es einen formalen und gut regulierten Prozess dafür in der Schweiz.“

Wire soll kostenlos bleiben

Geld von ihren Nutzern will die Firma nicht eintreiben: Anders als WhatsApp mit seiner zukünftigen Jahresgebühr soll der neue Dienst kostenlos bleiben. Man darf aber nicht vergessen: Neue Nutzer zu ködern, ist mühsam, wenn sich etwa deren Freundeskreis bei einem anderen Anbieter aufhält. Das wissen die Macher von Wire. Deshalb wollen sie auch ohne schnelle Erfolge dranbleiben und sich einen Namen machen.

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Von Lisa von Prondzinski
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