15.03.2016, 12:49 Uhr | 0 |

Ungefragter Download Jetzt wird Windows 10 als Standard-Update einfach aufgespielt

Microsoft ist offenbar mit der Zahl der Menschen, die auf das neue Betriebssystem Windows 10 umgeschwenkt sind, weiter unzufrieden. Seit einigen Wochen ist das Upgrade auf Windows 10 als „empfohlenes Update“ und damit als Standard-Update eingestellt. Das bedeutet: In Kürze wird Windows 10 aufgespielt.

Windows 10
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Die Upgrade-Hinweise auf Windows 10 werden immer aufdringlicher: Jetzt ist Windows 10 ein "Standard-Update" und wird demnächst ungefragt auf allen Rechnern mit den Vorgängersystemen aufgespielt.

Foto: Microsoft

Windows 10 von Microsoft gilt inzwischen als solides Betriebssystem für den PC: Es funktioniert nicht nur ganz gut. Der Umstieg ist für die allermeisten Computernutzer sogar kostenlos. Sie müssen nur eine Lizenz für die Vorgängerversionen Windows 7 oder Windows 8 besitzen. Damit können sie seit dem 29. Juli 2015 gratis auf Windows 10 upgraden. Soweit in Ordnung, wenn die Nutzer der älteren Versionen den Umstieg auf Windows 10 auch wollen.

Tun sie aber nicht. Im Januar kam die Meldung, dass das neue Betriebssystem gerade mal zehn Prozent Marktanteil hat – genauso viel wie das betagte XP.

Immer wieder Aufforderung zum Upgrade

Schwierig wird es für die zufriedenen Besitzer älterer Betriebssysteme, die es selbst beim Pannen-Programm Windows 8 geben soll. Diese werden zum Umstieg auf Windows 10 fast gezwungen. Zunächst nervte Microsoft die Nutzer mit einer simplen Einblendung, die darauf hinwies, dass die auf dem Computer installierte Windows-Version zum kostenlosen Upgrade auf Windows 10 berechtigt ist.

Das konnte einfach durch ein kleines Blockierprogramm unterbunden werden. Zum Herbst zog Microsoft die Upgrade-Daumenschrauben an, indem es diese kleinen Tools immer wieder bei jedem Neustart des Computers als Update installierte.

Upgrade auf Windows 10 ist nun ein „empfohlenes Update“

Seit einigen Wochen hat Microsoft die Weigerung zum Upgrade auf Windows 10 noch einmal deutlich erschwert, indem es eine Art Automatik eingebaut hat. Und das geschieht ganz trickreich im Hintergrund der Einstellungen. Dort hat Microsoft seit dem Februar 2016 das Upgrade auf Windows 10 als „empfohlenes Update“ umgestellt. Es ist somit beim automatischen Update von Windows standardmäßig ausgewählt. Und wird auch ausgeführt.

Wer den Haken dort nicht entfernt, der bekommt seitdem das neue Betriebssystem Windows 10 automatisch auf den Rechner aufgespielt.

Hilfloser Blick auf eine herunter tickende Uhr

Es ist dann eine herunter tickende Uhr, die das in einer Stunde startende Upgrade ankündigt. Diese Uhr kann der verwunderte Computernutzer aber nur auf einen unbestimmten späteren Zeitpunkt verschieben, abbrechen lässt sich dieses Update dann nicht mehr. Danach darf der Nutzer das neue Betriebssystem Windows 10 in vollen Zügen genießen.

Microsoft akzeptiert keine Bitcoins mehr in Windows 10

Allerdings kann er dann nicht mehr mit der Kryptowährung Bitcoin bezahlen, wenn er im Windows-10-Kosmos zum Beispiel Musik oder Videos für die Xbox erwerben möchte. Microsoft akzeptiert ab sofort keine Bitcoins mehr für die Stores von Windows 10 und Windows 10 Mobile. „Sie können keine Bitcoin mehr auf ihr Microsoft-Konto übertragen“, teilte Microsoft mit. „Bestehendes Guthaben ihres Kontos steht weiterhin für Käufe im Microsoft Store zur Verfügung, wird aber nicht erstattet.“

Erst vor knapp zwei Jahren, im Dezember 2014, hatte Microsoft die Option von Bitcoin-Zahlungen eingeführt. Über die Kryptowährung konnten Kunden im Microsoft-Store Xbox-Spiele und Mobildienste erwerben. Auf ein Microsoft-Konto übertragene Bitcoin konnten allerdings nicht in reale Währung zurückerstattet werden können.

„Uns geht es darum, den Leuten mehr Optionen zu geben und ihnen zu helfen, mehr auf ihren Geräten und in der Cloud tun zu können“, sagte 2014 Eric Lockard, der für den Microsoft Universal Store zuständige Corporate Vice President. Aber schon damals warnte die Europäische Bankenaufsicht vor der Währung. Mit ihr lässt sich absolut anonym bezahlen – ein gern genutztes Einfallstor für Geldwäsche.

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Von Detlef Stoller
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