04.10.2013, 14:06 Uhr | 0 |

Hacker-Angriff auf Adobe Datendiebe spionierten 2,9 Millionen Kunden aus

Der Software-Hersteller Adobe ist Opfer von mehreren Hacker-Angriffen geworden. Die Cyberdiebe entwendeten dabei Daten von 2,9 Millionen Kunden und den Quellcode mehrerer Adobe-Produkte. Das Unternehmen geht davon, dass es zwischen den Angriffen einen Zusammenhang gibt.

Adobe
Á

Datenspionage: Hacker haben die Daten von 2,9 Millionen Adobe-Kunden gestohlen. Abgegriffen wurden aber auch die Quellcodes von Adobe Produkten.  Das Software-Haus arbeitet zurzeit mit externen Partner an der Aufklärung des Vorfalls.

Foto: Adobe

Zu den erbeuteten Kundendaten gehören Namen, verschlüsselte Kreditkartennummern samt Ablaufdatum und weitere Kundendetails. Unverschlüsselte Kreditkartennummern sind nach Ansicht von Adobe nicht in die Hände der Datendiebe gelangt. Bis zum jetzigen Zeitpunkt glaube Adobe nicht, dass die Angreifer auch unverschlüsselte Kreditkartennummern erbeutet haben könnten.

Das US-amerikanische Softwarehaus hat bei den betroffenen Konten das Passwort zurückgesetzt und mitgeteilt, die Kunden seien bereits per E-Mail informiert worden. Ihnen sei dabei auch erklärt worden, wie sie selbst ihr Passwort nun ändern könnten. Adobe empfiehlt seinen Kunden außerdem, alle Kennwörter für Websites zu ändern, für die sie identische Benutzernamen und Kennwörter verwenden.

Banken wurden bereits informiert

Diejenigen, deren Kreditkartendaten gespeichert waren, bekommen von Adobe eine zweite Benachrichtigung, in der sie erfahren, wie sie sich vor einem etwaigen Missbrauch schützen können. Adobe rät seinen Kunden, ihre Konten auf ungewöhnliche Buchungen hin zu überprüfen, die auf Betrug oder Identitätsdiebstahl hinweisen könnten. Auch Kontoauszüge und Kreditkartenabrechnungen sollten regelmäßig unter die Lupe genommen werden. Bei Verdacht auf Betrug, so Adobe, sollten die Kunden ihre Bank informieren. Über den Hacker-Angriff wurden die Kreditinstitute ebenfalls bereits von Adobe informiert.

Abgegriffen haben die Datendiebe auch den Quellcode der Produkte Adobe Acrobat, ColdFusion und ColdFusion Builder. Adobe habe auf fremden Servern mehr als 40 Gigabyte Daten in verschlüsselten Archiven gefunden, die Quellcode von Adobe Acrobat und Adobe ColdFusion enthalten könnten, erklärt der Softwarehersteller.

Aufklärung mit Hilfe externer Partner

Den Angriff selbst untersucht Adobe noch. „Wir arbeiten gemeinsam mit externen Partnern mit Hochdruck an der Aufklärung des Vorfalls“, heißt es beim „Sicherheitshinweis für Kunden“ auf der Adobe-Website. Das Unternehmen hat außerdem die Sicherheitsbehörden eingeschaltet. Die Kundendaten sollen nach Angaben von PC-Welt bereits Mitte September ausspioniert worden sein, der Quellcode bereits Anfang August.

Adobe schreibt, man arbeite daran, dass so etwas in Zukunft nicht mehr vorkommen könne. Außerdem entschuldigt sich das Unternehmen bei allen Betroffenen für diesen Vorfall. „Leider stellen Cyber-Angriffe einen Teil der Realität im modernen Geschäftsleben dar. Durch die Bekanntheit und Beliebtheit seiner Produkte rückt Adobe zunehmend in den Fokus von Hackern“, heißt es auf der Website. 

Anzeige
Von Andrea Ziech
Zur StartseiteZur Startseite
schlagworte: 
kommentare

Aktuell wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben. Loggen Sie ich ein oder melden Sie sich neu an, wenn Sie noch keine Zugangsdaten haben
> Zum Login     > Neu anmelden