29.03.2016, 14:24 Uhr | 0 |

Geräte werden heiß Apple-Upgrade 9.3 legt iPad und iPhone lahm

Es ist ausgesprochen selten, dass Apple-Software nicht funktioniert. Und jetzt ist es schon zum zweiten Mal passiert: Das aktuelle Update 9.3 des mobilen Betriebssystems iOS sorgt dafür, dass iPads und iPhones abstürzen. Fiberhaft arbeiten Softwerker daran, die Fehler zu beheben. Was Sie tun sollten, lesen Sie hier.

iPad mit dem Betriebssystem iOS 9.3
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iPad mit dem Betriebssystem iOS 9.3: Das Upgrade sorgt bei iPad und iPhone derzeit für mächtig Ärger. Teilweise fallen die Geräte sogar aus.

Foto: Apple

„Ich hatte nie Probleme mit meinem iPhone 6S“, schreibt „mor1s“ auf der Support-Seite von Apple. Das habe sich geändert, nachdem er das jüngste Update des Betriebssystems aufgespielt hat. iOS 9.3 sorgt für massiven Ärger. Apps lassen sich nicht mehr aufrufen, das Gerät stellt den Betrieb ein, wenn bestimmte Links angeklickt werden, Anhänge lassen sich nicht mehr öffnen. Das Upgrade, das Sicherheitslücken schließen und die Bedienung verbessern sollte, sorgt bei unzähligen Nutzern von iPhones und iPads für Frust.

Dabei ist iOS 9 ein noch sehr junges Programm. Es kam erst im Sommer vergangenen Jahres heraus. Optisch ist iOS 9 zwar ähnlich wie das Vorgängersystem, bietet aber eine Menge Vorteile und Innovationen. Allerdings ist es nicht das erste Mal, dass Apple massive Probleme mit einem Update hat. Auch nach einem Upgrade von iOS 8 spielten anschließend reihenweise Geräte verrückt.

iPad-2-Besitzer können schon aufatmen

Und jetzt wiederholt sich die Geschichte bei iOS 9. Dabei stellen sich die Probleme bei älteren und neueren Geräten unterschiedlich dar. Besitzern des iPad2 hat Apple bereits geholfen. Dieses Gerät stellte nach dem Upgrade schlicht den Betrieb ein, weil es nach der Installation keine Verbindung zum Aktivierungsserver herstellen konnte. Der war angeblich „vorübergehend nicht erreichbar“, und das über Stunden.

Während in vielen Fällen eine Aktivierung über iTunes half, blieben einige Geräte inaktiv. Für diese Geräte haben die Apple-Software-Ingenieure offenbar im Eiltempo eine neue Version des Betriebssystems entwickelt. Tatsächlich meldeten viele iPad2-Besitzer, dass sich ihr Gerät mit der neuen Software tatsächlich wiederbeleben ließ.

Javascript deaktivieren bringt neue Probleme

Für nicht mehr funktionierende Links im Apple-Browser Safari gibt es offenbar noch keine echte Lösung. Tüftler haben herausgefunden, dass wieder was geht, wenn Javascript deaktiviert wird.

Das ist aber auch keine wirkliche Lösung. Denn viele Webseiten sind auf dieses Programm angewiesen. „Am erfolgversprechendsten scheint der Wechsel zu Apps von Google oder Yahoo zu sein, die anscheinend nicht betroffen sind“, rät das Portal Heise. Seit Ostermontag können auch die Besitzer von iPhones der Fünferserie aufatmen. Sie erhielten eine spezielle Version, die das gleiche Problem löst, das die iPad2-Besitzer hatten.

Akkulaufzeiten verkürzen sich

Das Upgrade erhitzt nicht nur die Gemüter der Apple-Gemeinde, sondern auch die Geräte selbst. Die quittieren das mit kürzerer Akkulaufzeit. Ursache sind interne Neuordnungen im System. Wenn diese abgeschlossen sind, kehren die Geräte zu normalen Temperaturen und Akkulaufzeiten zurück, wissen Nutzer, die schon andere Upgrades des Betriebssystems hinter sich haben.

Diejenigen, deren Upgrade noch aussteht, sollten besser warten, meint Martin Eisenlauer, Ressortleiter Digital bei „Bild“: „Vor dem Hintergrund der aktuellen Schwierigkeiten mit dem iOS-Update macht es auf jeden Fall Sinn, erst mal ein paar Tage zu warten, bis Apple alle Probleme behoben hat.“

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Von Wolfgang Kempkens
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