08.12.2013, 07:00 Uhr | 0 |

Alarm mit Aroma Wenn eine Nachricht kommt, duftet das Smartphone

Ein neuer Geruchszerstäuber lässt sich in die Kopfhörerbuchse des Smartphones stecken. Geht eine neue Nachricht ein, informiert er den Besitzer durch einen ausströmenden Geruch. Er kann ihn morgens sogar mit Kaffeeduft wecken. 

Scentee informiert mit Gerüchen über Smartphone-Aktivitäten
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Eine Geruchszerstäuber in der Klinkenbuchse informiert über eingehende SMS. Markteinführung in Europa ist für nächstes Jahr geplant. Kostenpunkt: knapp 40 US-Dollar für den Zerstäuber, fünf Dollar für die verschiedenen Aromen. 

Foto: Scentee

„Das riecht nach einer neuen SMS“, so ähnlich wird es sich anhören, wenn der Besitzer eines Scentee künftig eine Nachricht auf seinem Smartphone erhalten hat. Die Japaner sind uns in der Handy-Ausstattung wieder einmal einen Schritt voraus und haben den Duft in die mobile Kommunikation integriert.

Der Hersteller Scentee mit Sitz in Tokio hat ein gleichnamiges Gerät entwickelt, das auf ein herkömmliches Smartphone aufgesetzt wird. Kommt eine neue Nachricht auf dem Handy an, verströmt die Geruchskapsel für eine halbe Sekunde lang den zuvor ausgewählten Duft.

Eine Scentee-Kapsel reicht für rund 100 Duftnoten

Die kugelförmigen Geruchskapseln sind 17 Gramm schwer und werden mit ihrer Halterung in den Klinkeneingang eingesteckt, wo sonst die Kopfhörer angeschlossen sind. Mit der passenden App, die sowohl für iPhones als auch für Android-Geräte installiert werden kann, konfiguriert der Smartphone-Besitzer sein Scentee. Mindestanforderungen für die App ist entweder die Version 4 von Googles Betriebssystem Android oder iOS 6.1.4 von Apple.

Einsatzmöglichkeiten für das Duft-Handy gibt es etliche: Der Handybesitzer kann sich zum Beispiel jeden Morgen zu einer bestimmten Zeit mit Kaffeeduft wecken lassen. Mit Facebook verbunden könnte er die Scentee-App so einstellen, dass sie bei jedem, bei jedem fünfzigsten oder bei jedem hundertsten „Gefällt mir“ eine Duftwolke hinterlässt. Vielleicht will er auch per Duftnote auf eingehende Text- oder Twitter-Nachrichten aufmerksam gemacht werden. Bis zu 100 Mal kann Scentee nach Angaben der Hersteller pro Duftkapsel aktiviert werden.

Die Auswahl an Düften in den Nachfüllkartuschen ist bereits recht groß: Kokosnuss, Jasmin, Apfel, Maissuppe, Rose, Zimtgebäck, Minze, Ylang Ylang, Curry, Erdbeere, Kaffee und Lavendel können für fünf US-Dollar erworben werden. Das Scentee selbst kostet knapp 40 US-Dollar. Eine Duft-Sonderedition mit Barbecue-Gerüchen wird ebenfalls angeboten.

Scentee soll im nächsten Jahr in Europa und den USA auf den Markt kommen

Entwickelt wurde das Duft-Handy von Shift Inc., einem japanischen Softwarehersteller, und dem Mutterhaus von Scentee. Vor etwa drei Jahren habe es die ersten Pläne dazu gegeben, sagt Aki Yamaji, eine Marketingmanagerin bei Shift: „Zuerst war es nur eine Idee und wir sprachen darüber, wie cool es wäre, wenn Menschen sich an den Düften aus ihrem Mobiltelefon erfreuen könnten.“ Dann habe man vor zwei Jahren begonnen ernsthaft daran zu arbeiten und schließlich auf der Mobilfunkmesse in Spanien das Marktpotenzial entdeckt. „Wir haben sehr viele positive Reaktionen weltweit erhalten.“ Nun sei das Unternehmen auch mit bekannten Kosmetikherstellern im Gespräch.

Seit November ist der Aromazerstäuber fürs Smartphone in Japan erhältlich und kann bei Amazon bestellt werden. Im nächsten Jahr soll Scentee auch in Europa und in den USA auf den Markt kommen. 

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Von Gudrun von Schoenebeck
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