01.02.2015, 06:55 Uhr | 0 |

Moff aus Japan Sound-Armband verwandelt Alltagsgegenstände in Kinderspielzeug

Vorbei die Zeit, in denen Kinder auf dem Besen Luftgitarre spielen und dazu Klänge imitieren: Diesen Job übernimmt jetzt Moff. Das Armband aus Japan erkennt Bewegungen und spielt passende Geräusche ab – das funktioniert auch für Schwertkämpfe oder ein Tennisspiel. 

Das Armband Moff aus Japan
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Das Armband arbeitet mit Gyroskop- und Beschleunigungssensoren und gibt parallel zur Bewegung das gewünschte Geräusch ab. So können Kinder einen Plastikstab in einen surrenden Zauberstab verwandeln oder mit einer Suppenkelle Tennis spielen. 

Foto: Moff Inc.

Moff ist ein vom Japaner Akinori Takahagi entwickeltes tragbares Slap Band, übersetzt Schnapparmband, das sich einfach um das Handgelenk legt. Es lässt sich über Bluetooth mit einem iPhone oder iPad verbinden. Sobald ein Kind das Armband anlegt, kann es über eine App ein Spiel aussuchen. Smartphone oder iPad erzeugen dann die passenden Klangeffekte zu den Bewegungen.

Das Armband arbeitet mit Gyroskop- und Beschleunigungssensoren, die Bewegungen des Trägers erkennen. Zwei Moff-Armbänder können mit einem Smartphone benutzt werden. Die Kinder können dann beispielsweise einen Samurai mit Schwert imitieren, Zaubern, Tennis, Fußball, Golf oder Baseball spielen, kochen oder Tiergeräusche nachahmen.

Moff kostet 49 Euro und ist in Japan der Verkaufsrenner

„Meine Tochter kocht gerne. Aber sie darf noch nicht das Messer benutzen. Mit Moff kann sie nun beim Schneiden ihrer Spielzeuggemüse die richtigen Geräusche machen“, erläutert eine Mutter im Präsentationsvideo. Es braucht nur wenige Minuten, um das Spiel zu verstehen und in kürzester Zeit beginnen die Kinder, phantasievoll und kreativ zu spielen.

Langweilig soll Moff nicht werden, denn jede Woche werden neue Klangeffekte hinzugefügt, darunter auch saisonale Klänge wie zum Beispiel zu Weihnachten. Das Gerät kostet umgerechnet rund 49 Euro. In Japan gehört das Spiel derzeit zu den Verkaufsrennern bei Amazon.

Start-up finanziert sich über Kickstarter

Das Spiel unterscheidet sich auch von Videospielen, bei denen die Kinder meist auf dem Sofa sitzend in einen Bildschirm schauen. „Wenn Kinder mit Moff spielen, sind sie körperlich aktiv, nutzen ihre Vorstellungskraft und kommunizieren von Angesicht zu Angesicht“, erläutert Akinori Takahagi, Geschäftsführer von Moff Inc. Moff ist ein vor zwei Jahren gegründetes japanisches Start-up, das sich über die US-amerikanische Fundraising-Plattform Kickstarter finanziert. Die Leute sind von der Idee begeistert: 20.000 US-Dollar waren das Ziel der Kampagne, fast 80.000 Dollar sind zusammengekommen. Derzeit ist eine Android-App in Entwicklung. 

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Von Peter Odrich
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