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25.02.2014, 14:40 Uhr | 0 |

Mobile World Congress Barcelona Smartphones zum Kampfpreis, zum Schwimmen und zum sicheren Telefonieren

Ein Smartphone, bei dem der Geheimdienst NSA nicht mehr mithören kann, ein Handy für 18 Euro und ein Smartphone, mit dem man sogar unter Wasser surfen kann, sind die Überraschungen, die am Montag auf dem ersten Tag des Mobile World Congress’ in Barcelona präsentiert wurden. Die fast 2000 Aussteller stellen noch bis Donnerstag zahlreiche Neuerungen vor.

Mobile World Congress
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Eingang zum Mobile World Congress in Barcelona, der wichtigsten Mobilfunkmesse der Welt. Dort stellen derzeit fast 2000 Aussteller die neuesten Mobilfunkentwicklungen vor.

Foto: Mobile World Congress

In seinen Anfängen nannte man den Mobile World Congress in Barcelona einfach „Handymesse“. Obwohl die gelegentlich zu hörende Bezeichnung „Messe für alles, was tragbar ist und klingelt“ nicht mehr ganz passt, sind die Handys und ihre moderneren Nachfolger, die Smartphones, immer noch einer der Schwerpunkte des Interesses der Besucher.

Einige der interessantesten Neuvorstellungen von der Messe in Barcelona sollen hier mit ihren Besonderheiten kurz vorgestellt werden.

Marktführer Samsung zeigt sein neues Topmodell Galaxy S5

Lange wurde über das neue Topmodell des Marktführers Samsung spekuliert, bis gestern Abend endlich der Vorhang weggezogen und das vielversprechendste Android-Smartphone des Jahres, das Galaxy S5 vorgestellt wurde. Die im Vorfeld ins Kraut schießenden Gerüchte, wonach Samsungs neues Spitzenmodell mit einem Metallgehäuse und einem höchstauflösenden Bildschirm mit 2560 x 1440 Bildpunkten ausgestattet ist, erwiesen sich gestern als falsch.

Das Gehäuse ist weiterhin aus Kunststoff, dafür aber sogar wasser- und staubdicht. Noch in einem Meter Wassertiefe kann das Galaxy S5 30 Minuten lang ohne Einschränkung benutzt werden. Surfen unter Wasser am Strand ist also künftig möglich, nur das Telefonieren unter Wasser dürfte schwierig sein.

Das neue Spitzenmodell der Galaxy-Reihe hat eine 16-Megapixel-Kamera  und ist mit einem Fingerabdrucksensor im Homebutton, einem Pulsmesser auf der Rückseite und einem Kindermodus ausgestattet. Sein Super-Amoled-Display ist 5,1 Zoll groß und erreicht eine Auflösung von 1920 x 1080 Pixeln, die auch schon im Galaxy S4 genutzt wird.

Sonys Xperia Z2 mit SmartBand

Das bunte Armband zum Smartphone ist der eigentliche Eyecatcher bei Sonys neuem Xperia Z2. Es dient unter anderem als Steuereinheit für Musik auf dem Smartphone und gibt auf Wunsch bei ankommenden Telefongesprächen ein Signal. Dieses Armband kommuniziert mit Android-Smartphones ab Version 4.4 und soll neben einem Schritt- und Kalorienzähler auch die täglichen Ereignisse seines Benutzers aufzeichnen und so als eine Art digitales Tagebuch dienen. Die dazugehörige Lifeblog-App speichert dazu Bilder, Videos und Aktivitäten und zeigt sie in einer Art Zeitleiste an.

Das SmartBand soll ab März in verschiedenen Farben erhältlich sein, kündigte Sony-Mobile-Chef Kunimasa Suzuki bei der Produktvorstellung am Montag an. In Deutschland soll es in der zweiten Jahreshälfte für rund 100 Euro in den Handel kommen.

Das Xperia Z2 selbst kann Bilder und Videos im neuen UltraHD-Standard (4k) aufnehmen. Es hat eine Bildschirmdiagonale von 5,2 Zoll sowie eine integrierte 8-Megapixel-Kamera. Auch das Xperia Z2 ist wie das Samsung S5 wasserbeständig und soll im März in den Handel kommen.

Im April will Sony auch noch ein Mittelklasse-Smartphone als Nachfolger des Xperia M ins Rennen schicken. Verbessert hat Sony beim M2 unter anderem den Prozessor, die Kamera und sogar die Mobilfunk-Unterstützung: Das Xperia M2 unterstützt auch den schnellen LTE-Funkstandard.

Nokia stellt gleich drei Android-Smartphones vor

Die Gerüchte wussten zwar schon von einem Android-Smartphone aus dem Hause Nokia zu berichten, es kommt aber noch dicker: Nokia stellte gleich drei Smartphones (X, X+, XL) mit dem Google-Betriebssystem Android vor, obwohl die Handysparte des finnischen Herstellers zu Microsoft wechselt. Es sind allerdings Android-Versionen, die dem Betrachter durch ihre gekachelte Oberfläche auf den ersten Blick fast wie ein Windows Phone vorkommen.

Die verblüffendsten Eigenschaften der X-Smartphones von Nokia sind aber nicht bei der verbauten Technik zu suchen, sondern beim genutzten Betriebssystem und beim Preis, der schon ab 89 Euro plus Steuer beginnt.

Bei Mozilla gibt es sogar ein 18-Euro-Smartphone

Auch Mozilla verblüfft mit einem schon konkurrenzlos zu nennenden Kampfpreis von 18 Euro für sein neu vorgestelltes Smartphone SC8621 mit dem Betriebssystem Firefox OS. Es soll noch in diesem Jahr mit WLAN, 3,5-Zoll-Display, Ein-Gigahertz-Prozessor, Bluetooth und Zwei-Megapixel-Kamera auf den Markt kommen.

Wie die Ausstattung schon klar verdeutlicht, sind die Zielgruppe für dies Smartphone die Entwicklungsländer, wo sich die Menschen die teuren Smartphones von Apple oder Samsung einfach nicht leisten können.

Sicheres Telefonieren mit dem Blackphone

Das Blackphone der Entwickler rund um die PGP-Erfinder und Gründer von Silent Circle Phil Zimmermann und Jon Callas ist ein Versuch, die vielen Datenlecks eines normalen Smartphones zu abzudichten, ohne dem Benutzer dadurch den Spaß an seinem Gerät komplett zu verderben.

Blackphone-Geschäftsführer Toby Weir-Jones präsentiert am Montag, 24.2.2014 beim Mobile World Congress in Barcelona ein neues Blackphone. Foto: Jessica Binsch/dpa +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Blackphone-Geschäftsführer Toby Weir-Jones präsentiert am Montag auf dem Mobile World Congress in Barcelona ein neues Blackphone.

Foto: dpa/Jessica Binsch

Dies Smartphone passt in unsere Zeit – für all jene, die durch die NSA-Affäre sensibilisiert sind, aber noch nicht so sehr verschreckt, dass sie auf ein Smartphone lieber komplett verzichten.

Das selbst entwickelte Betriebssystem PrivatOS auf Android-Basis bringt vorinstallierte Apps von Silent Circle mit, über die Blackphone-Besitzer verschlüsselt telefonieren, verschlüsselte Kurznachrichten austauschen und auch Dateien auf dem Gerät verschlüsselt ablegen können. Der Internetzugang des Blackphone ist per VPN gesichert.

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Von Klaus Ahrens
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