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15.07.2015, 12:46 Uhr | 0 |

3D ohne Brille Samsung plant superauflösende 11K-Displays für Smartphones

Samsung möchte die bisherige Grenze der Displayauflösung bei Smartphones in neue Dimensionen führen: In drei Jahren will der Konzern einen Prototypen vorstellen, der über eine sogenannte 11K-Auflösung verfügt. Das wäre ein Vielfaches von dem, was bislang möglich ist. Vorrangig genutzt werden sollen die unzähligen Pixel wohl für eine 3D-Darstellung, die keine separate Brille mehr benötigt. 

Smartphones von Samsung
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Smartphones von Samsung: Aktuelle Smartphone-Topmodelle schaffen eine Auflösung von 2560 x 1440 Bildpunkten. In drei Jahren will Samsung ein Smartphone mit 11K vorstellen, also 11.264 x 6336 Pixel. Solche eine Auflösung kann das menschliche Auge gar nicht erfassen.

Foto: Samsung

Um die Dimension von Samsungs Vorhaben deutlich zu machen, lohnt sich ein kurzer Blick auf die bislang gängigen Auflösungsformate. Der bisherige Standard Full-HD stellt ein digitales Bild mit 1920 x 1080 Bildpunkten dar – insgesamt gut zwei Millionen Pixel (2.073.600). Bei der sogenannten 4K-Auflösung (3840 x 2160 Pixel) werden die Seitenlängen des Full-HD-Formats jeweils verdoppelt, wodurch insgesamt eine Verfierfachung der Pixelanzahl erreicht wird (8.294.400 Bildpunkte). Unter der Bezeichnung „Cinema 4k“ ist zudem eine 4k-Variante bekannt, die vermehrt bei TV-Geräten zum Einsatz kommt (4096 x 2160 Pixel).

Unter dem Projektnamen EnDK tüftelt Samsung nun zusammen mit Unterstützung 13 weiterer Firmen an einem 11K-Display – für ein Smartphone wohlgemerkt. Die mehr als satte Auflösung von über 71 Millionen Bildpunkten (11.264 x 6336) kann das menschliche Auge nicht einmal wahrnehmen. Auch Film- und Videokameras schaffen gerade einmal die 4K-Grenze. Wofür also das Ganze? 

Entwicklung von südkoreanischer Regierung gefördert

Dem Vernehmen nach möchte Samsung einen 3D-Effekt ganz ohne zusätzliche Brille auf dem Smartphone erzeugen. Dafür wäre die enorme Auflösung wiederum hilfreich, denn bei dem Verfahren wird jedes Pixel in vielfacher Ausführung dargestellt – für beide Augen sowie unterschiedliche Blickwinkel.

Wie das koreanische IT-Portal etnews berichtet, sollen in die Entwicklung in den kommenden fünf Jahren 26,5 Millionen Dollar investiert werden. Offenbar wird das Projekt auch von der südkoreanischen Regierung unterstützt. Ein Prototyp des Smartphones soll erstmals im Rahmen der olympischen Winterspiele 2018 im koreanischen Pyeongchang der Öffentlichkeit präsentiert werden, so die Pläne.

Auch Virtual Reality könnte von hoher Auflösung profitieren

Ebenfalls könnte eine 11K-Auflösung dazu beitragen, Virtual-Reality-Welten auf einem Smartphone stark zu verbessern. Aktuelle Versuche, bei denen das Handy mithilfe eines speziellen Gestells zur VR-Brille wird, lieferten bislang nur recht pixelige Ergebnisse.

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Von Jan-Martin Altgeld
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