25.11.2014, 16:21 Uhr | 0 |

Steuererung per Ring Mit dem iPhone in der Brille beginnt die virtuelle Shoppingtour auf der Nase

Pinć ist wohl die Brille, auf die Otto-Versand und Amazon gewartet haben. Da setzt man, nein frau sich gemütlich ins Sofa, setzt eine Brille mit integriertem iPhone auf und surft durch die virtuelle Mode- und Warenwelt der Online-Kaufhäuser. Gesteuert wird der Bummel mit zwei Ringen an den Fingern. Wie sollte es auch anders sein bei einer Tätigkeit, die besonders Frauen fasziniert.

Virtual-Reality-Brille Pinć des kanadischen Unternehmens Cordon Media
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Das iPhone wird einfach in die Virtual-Reality-Brille Pinć eingeschoben. Mit Hilfe der Hände, an denen zwei Ringe stecken, wird navigiert.

Foto: Cordon Media Inc.

Eigentlich schade, sollte sich die Virtual-Reality-Brille Pinć des kanadischen Unternehmens Cordon Media durchsetzen, denn dann muss frau ja gar nicht mehr durch Boutiquen und Kaufhäuser stöckeln. Die Innenstädte wären leergefegt. Aber das könnte passieren, sollte die Pinć-Brille so gut sei, wie ihre Entwickler versprechen.

Zwar gibt es schon VR-Brillen für Smartphones . Bisher allerdings dienen sie vor allem dem Spielen. Die bunt leuchtende Brille Pinć ist dagegen nicht nur für einen breiteren Nutzerkreis gedacht, sie soll auch kompakter werden und sich viel einfacher steuern lassen: über zwei Ringe an den Zeigefingern.

An den Ringen befinden sich LEDs, die von der Handy-Kamera, die mit der Brille auf der Nase sitzt, erfasst werden und so die Bewegungen aufnehmen. Das System erkennt Wischen, Vergrößern oder Verkleinern wie auf einem Touchscreen auch.

Es lassen sich aber auch Apps oder Fenster durch Klatschen schließen. An den Ringen sind außerdem kleine Knöpfe angebracht, mit denen Eingaben bestätigt werden. Wer sich das nicht vorstellen kann, dem sei das Video ans Herz gelegt.

Damit sich der Bildschirminhalt dreidimensional vor der Brille zeigt, stellt Cordon Media ein kostenloses Kit zur Entwicklung passender Software zur Verfügung, die das gerenderte Bild verzerrt. Damit wird die Entwicklung weiterer Apps für Pinć ermöglicht. Neben dem virtuellen Einkaufsbummel ist es derzeit möglich, durch den E-Mail-Eingang zu navigieren, Webseiten anzuzeigen, Fotos und Videos anzuschauen oder einen Messenger zu bedienen.

Die Pinć ist im Grunde eine Schutzhülle für das iPhone. Sie lässt sich aufklappen und dann zum Display für die VR-Brille werden. Zwei lupenartige Linsen vergrößern die Bilder, die vom Bildschirm des iPhones übertragen werden, und übertragen sie an beide Augen.

Im geschlossenen Zustand sollen Hülle und iPhone nur so dick wie zwei Apple-Smartphones werden. Und auch die alltägliche Nutzung ist möglich: Durch das Zurückklappen der Linsen hinter das Smartphone soll der 2D-Betrieb starten.

Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo

Von der Pinć gibt es bislang erst einen Prototypen aus dem 3D-Drucker. Zwischen dem virtuellen Einkaufsbummel mit iPhone und Brille steht für die Nutzer derzeit noch das Kapital: Cordon Media hat eine Crowdfunding-Kampagne auf Indiegogo gestartet. 100.000 kanadische Dollar müssen dort gesammelt werden, damit die Brille in die Serienproduktion gehen kann.

Kommt sie auf den Markt, soll die Brille 99 kanadische Dollar kosten, das sind etwa 71 Euro. Die ersten Auslieferungen verspricht Cordon Media für Juni 2015. 

Videoquelle: Cordon Media Inc.
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Von Andrea Ziech & Axel Mörer-Funk
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