18.12.2014, 13:56 Uhr | 0 |

Konkurrenz für Apple Pay LoopPay: Samsung plant Smartphone mit Bezahlfunktion

Samsung will im kommenden Jahr angeblich ein Smartphone mit Pay-Funktion auf den Markt bringen. Die Südkoreaner sollen mit dem amerikanischen Start-up LoopPay verhandeln, das eine eigene Technik für mobiles Bezahlen entwickelt hat. Anders als mit Apple Pay könnten Amerikaner mit LoopPay bereits heute in rund 90 Prozent aller Geschäfte in den USA bezahlen.

Bislang funktioniert LoopPay mit einer Handyhülle
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Bislang funktioniert LoopPay mit einer Handyhülle. Diese überträgt drahtlos die Kreditkartendaten an ein klassisches Magnetkartenlesegerät. Die Technik ließe sich jedoch auch direkt ins Smartphone integrieren. 

Foto: LoopPay

Laut Technikportal Recode verhandelt Samsung derzeit mit dem amerikanischen Start-up LoopPay. Es geht um den Aufbau eines eigenen mobilen Bezahlsystems ähnlich Apple Pay. Damit würde sich ein weiterer Player in den Wettkampf um die Vormachtstellung im Markt der mobilen Bezahlsysteme einschalten. Ausgestattet mit der von LoopPay entwickelten und patentierten Technik könnten Käufer in fast allen Geschäften der USA mit ihrem Samsung-Smartphone bezahlen. Weder Samsung noch LoopPay haben die Verhandlungen jedoch bislang bestätigt.

LoopPay arbeitet bislang mit Handyhülle oder Anhänger

LoopPay funktioniert bislang mit Handyhülle oder Anhänger, die das Smartphone mit der Übertragungstechnik Magnetic Secure Transmission (MST) kompatibel machen. Um zu bezahlen, muss der Anwender die Hülle lediglich an ein herkömmliches Magnetstreifen-Kartenlesegerät halten. Die Hülle überträgt dann drahtlos die gespeicherten Kreditkartendaten. Der Anwender kann vorher über eine PIN-geschützte App entscheiden, mit welcher Karte er zahlen möchte. Überflüssig wäre dann das Mitschleppen aller Kredit- und Bankkarten. Sollten sich Samsung und LoopPay auf eine Zusammenarbeit einigen, ist es wahrscheinlich, dass die MST-Technik direkt in das Smartphone eingebaut wird.

Händler müssten Kassen nicht umrüsten

Die Macher von LoopPay finanzierten ihre Idee über eine im November 2013 erfolgreich abgeschlossene Aktion auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Der große Vorteil: Da die Technik eine Kreditkarte imitiert, lässt sie sich auch in allen Geschäften nutzen, die Kreditkarten akzeptieren. Und kein Händler muss seine Kassen für das neue System aufrüsten. Mit der Magnetstreifentechnik sind laut Angaben von LoopPay nämlich rund 90 Prozent aller Kassen in US-amerikanischen Geschäften ausgestattet.

Das verschafft dem System einen gewaltigen Marktvorteil gegenüber mobilen Bezahlsystemen wie Apple Pay, die ein teures Upgrade der Bezahlterminals auf NFC-Technologie voraussetzen. NFC steht für Near Field Communication und ermöglicht die sichere Datenübertragung per Funk über eine kurze Distanz. Bei Apple Pay übermittelt der Kunde seine Kreditkarteninformationen per iPhone. Er identifiziert sich dabei mit seinem Fingerabdruck, den das iPhone 6 lesen kann. Wie Recode weiter berichtet, könnte so ein Fingerabdruckscanner auch in das Bezahlsystem von Samsung und LoopPay eingebaut werden. Denn das aktuelle Samsung-Smartphone Galaxy S5 verfügt bereits über diese Funktion. 

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Von Susanne Neumann
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