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08.10.2013, 16:59 Uhr | 0 |

Produktion aufgenommen LG und Samsung bringen Smartphones mit gebogenen Displays

Smartphones mit flexiblen Displays sollen dünn wie ein Blatt Papier und dabei noch biegbar sein. Bisher sah man davon allerdings nur experimentelle Prototypen und hinter Glasvitrinen versteckte Ausstellungsstücke. Jetzt soll es Ernst werden: Die beiden großen koreanischen Hersteller LG und Samsung haben nahezu gleichzeitig mit der Produktion von Smartphones mit gebogenen Displays begonnen.

Samsung-Handy mit flexiblem Display
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Die beiden koreanischen Handy-Hersteller Samsung und LG haben zeitgleich die Produktion von Smartphones mit gebogenen Displays angekündigt.

Foto: Samsung/Screenshot ingenieur.de

Über Smartphones und Smartwatches mit gebogenem oder biegsamem Display wird schon seit einigen Monaten spekuliert, aber bisher gibt es solche Geräte noch nicht. Mit den Ankündigungen der beiden südkoreanischen Hersteller LG und Samsung könnte sich das jetzt schnell ändern.

Bei einem großen Fernseher kann man noch einsehen, dass ein Betrachter, der relativ nah vor dem TV-Gerät sitzt, die Augen für das Geschehen in der Mitte anders fokussieren muss als für Szenen am Bildschirmrand. Deshalb waren die ersten gebogenen Displays auch bei Großbild-Fernsehern auf der Internationalen Funkausstellung in Berlin zu sehen. Bei kleinen Mobilgeräten wie Smartphones stiftet ein gebogenes, insbesondere aber ein flexibles Display eher Probleme als Nutzen.

Mehr Sinn machen da gebogene Displays schon bei einer Smartwatch, die sich gerade bei einer etwas größeren Bildschirmfläche gebogen wesentlich besser an das Handgelenk anpassen kann.

Die „gebogenen“ Smartphones von LG und Samsung

Stark gebogene oder sogar flexible Displays bleiben weiterhin Theorie. So wird sich das soeben angekündigte  neue Smartphone von LG mit dem NamenLG G Flexvermutlich kaum von einem normalen Phablet (großes Smartphone) unterscheiden. Erwartet wird, dass der nur 7,2 Gramm wiegende 6-Zoll-Bildschirm eine leichte konkave Wölbung aufweist, um sich beim Telefonieren der Kopfform besser anzupassen.

Beim nur Minuten später von Konkurrent Samsung angekündigtenGalaxy Roundsoll das Display nicht etwa vertikal gebogen sein, sondern nur an den Rändern etwas nach unten gewölbt, um so einen 3D-Effekt zu erzielen. Die Auflösung des gebogenen Displays von Samsung soll mit 1920 x 1080 Bildpunkten Full HD betragen. Darüber hinaus soll dasGalaxy Roundvon Samsung technisch weitestgehend demGalaxy Note 3entsprechen.

Die Vorteile der biegsamen Kunststoff-Bildschirme

Wenn man die Fernseher und Armbanduhren mal außer Acht lässt, liegen die Vorteile der neuen, biegsamen OLED-Displays nicht vor allem in ihrer Verformbarkeit. Der dünne, leichte, robuste und verformbare Kunststoff, der anstelle des bisherigen Glases als Träger der neuen OLED-Displays genutzt wird, ist sicher die Zukunft. Das Material macht die neuen OLED-Displays widerstandsfähiger und bruchsicherer.

Flexible Displays können normalerweise durch Stürze oder Stöße nicht zerstört werden. Das ist ein großer Vorteil gegenüber herkömmlichen Bildschirmen, die bei Stürzen leicht Risse bekommen oder sogar komplett kaputt gehen können und ausgetauscht werden müssen.

Die neuen biegsamen Displays haben einen möglichen Biegeradius von einigen Zentimetern bei einer Dicke von weniger als einem halben Millimeter (LG: 0,44 mm) oder gar nur einem Viertel davon (Samsung: 0,12 mm).

Vor allem freuen sich über die neue Technologie die Designer, weil die gebogenen Displays neuartige Gehäuseformen und Einsatzmöglichkeiten erlauben, und die Kaufleute, denn der Markt für biegsame OLED-Displays soll nach Schätzungen von LG bis 2019 auf 10 Milliarden Dollar wachsen.

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Von Klaus Ahrens
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