05.05.2017, 07:59 Uhr | 0 |

Jelly von Unihertz Kleinstes 4G-Smartphone der Welt kostet nur 72 Euro

Keine Lust, das teure Smartphone mit auf Kneipentour oder das Konzert zu nehmen? Dann bietet sich Jelly als Zweitgerät an. Das angeblich kleinste 4G-Smartphone der Welt gibt es schon für 79 US-Dollar. 

Jelly ist angeblich das kleinste 4G-Smartphone der Welt
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Jelly (Mitte) ist angeblich das kleinste 4G-Smartphone der Welt: Der Bildschirm ist 2,45 Zoll klein. 

Foto: Unihertz

Viele Hersteller rücken Smartphones in die Nähe von Luxusartikeln. Für das iPhone 7 von Apple oder das Samsung Galaxy S8 werden schnell bis zu 800 Euro fällig. Doch es geht auch anders, beweist Unihertz. Das chinesische Start-up hat Jelly entwickelt – ein Smartphone, das umgerechnet nur 72 Euro kostet. Damit eignet es sich zum Beispiel als Zweitgerät für Konzerte oder Kneipenabende. Denn im Vergleich zu einem iPhone ist der Verlust finanziell verkraftbarer.

Jelly ist aber nicht nur günstig, sondern auch kompakt. Mit einer Größe von 9,2x4,3 cm ist es laut Unihertz das kleinste 4G-Smartphone der Welt und passt selbst in die Münztasche der Jeans. Zum Vergleich: Das iPhone 7 bringt es auf eine Größe von 13,8x6,7 cm und hat eine Displaygröße von 4,7 Zoll. Der Bildschirm des Jelly ist hingegen 2,45 Zoll klein und hat eine Auflösung von 432x240 Pixel mit einer Pixeldichte von 201 ppi. 

Quad-Core-Prozessor mit 1,1 GHz

Vielleicht eignet sich das Jelly sogar als Hauptgerät. Die Technikdaten sehen vielversprechend aus, zumindest in Anbetracht der Miniaturgröße. Im Inneren arbeiten ein Quad-Core-Prozessor mit einer Taktrate von 1,1 GHz, ein 1 GByte großer Arbeitsspeicher und ein 8 GByte großer Flash-Speicher.

Das soll ausreichen, um auf dem Betriebssystem Android 7 Apps laufen zu lassen und sich Filme anzusehen. Etwas leistungsstärker ist die Pro-Version des Jelly. Sie hat 2 GByte RAM und einen 16 GByte großen Flash-Speicher.

Zwei Kameras, GPS, WLAN, LTE und drei Tage Akkulaufzeit

Jelly hat auch sonst Einiges zu bieten. Das Mini-Smartphone hat eine 8-Megapixel-Kamera auf der Rückseite und eine 2-Megapixel-Kamera auf der Vorderseite, unterstützt WLAN, LTE und Bluetooth, hat einen integrierten GPS-Empfänger, ein Gyroskop und Steckplätze für zwei SIM-Karten, damit der Besitzer das Smartphone gleichzeitig privat und geschäftlich nutzen kann. Und das über einen recht langen Zeitraum. Der Akku hat eine Nennladung von 950 mAh. Das soll ausreichen, um das Gerät drei Tage lang zu nutzen oder bis zu einer Woche im Stand-by-Modus zu halten. 

Jelly kommt im August auf den Markt

Einziger Wermutstropfen: Jelly ist noch nicht auf dem Markt. Doch die Crowdfunding-Kampagne auf Kickstarter, mit der Unihertz Geld für die Serienproduktion sammelt, geht durch die Decke. Mittlerweile sind über 300.000 US-Dollar zusammengekommen – 30.000 US-Dollar waren das Finanzierungsziel. Und die Kampagne läuft noch 31 Tage.

Das macht es wahrscheinlich, dass Unihertz den Zeitplan einhalten kann. Demnach wird das Unternehmen die ersten Smartphones im August 2017 ausliefern.

Noch günstiger und schon auf dem Markt ist das alte Nokia-Handy 3310. HMD Global hat das 17 Jahre alte aus der Mottenkiste geholt, ein wenig aufgepeppt und im Februar auf Europas größter Messe für Mobilfunk, dem World Mobile Congress in Barcelona vorgestellt. Mehr dazu lesen Sie hier.

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Von Patrick Schroeder
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