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06.03.2015, 13:01 Uhr | 0 |

Patentantrag eingereicht Innerer Schutz vor Feuchtigkeit beim Apple-Smartphone in Sicht

Apple hat beim US-amerikanischen Patent- und Markenamt einen Patentantrag eingereicht. Mit der Erfindung sollen Smartphones und Tablets wasserdicht gemacht werden. Der Clou: Dabei soll es keinerlei Abstriche bei Design, Größe und Gewicht geben.

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Apple will seine iPhones und Tablets künftig vor Wasser schützen.

Foto: Daniel Bockwoldt/dpa

Apple taucht ab: Es bereitet seine iPhones und iPads darauf vor, schädlicher Nässe trotzen zu können. Das jedenfalls legt ein jetzt veröffentlichter Patentantrag nahe, den das IT-Unternehmen  in den USA eingereicht hat. Es geht laut Antrag  um „Methoden zur Abschirmung elektronischer Bauteile vor Feuchtigkeit“. Eingereicht wurde der Patentantrag bereits vor gut einem Jahr von den Apple-Entwicklern Nicholas G. Merz, Scott A. Myers, Gregory N. Stephens und Joseph C. Poole.

Sony und Samsung trotzen der Nässe bereits

Apples Konkurrenten bieten schon seit einiger Zeit wasserdichte Smartphones und Tablets an. Sony beispielsweise hat eine ganze Produktionslinie solcher Geräte im Sortiment. Samsung bietet seit zwei Jahren das Galaxy S4 Active an, welches kurzes Untertauchen schadlos übersteht. Es ist in der genormten Klassifizierung der Internationalen Schutz-Codes in der Klasse IP67 notiert. Das Kürzel IP steht für International Protection. Die erste Kennziffer betrifft den Schutz gegen Fremdkörper, die zweite Kennziffer den Schutz gegen Wasser.

epa04393152 A handout image provided by Apple shows the new Apple iPhone 6 and iPhone 6 Plus introduced during Apple's launch event at the Flint Center for the Performing Arts in Cupertino, California, USA, 09 September 2014. EPA/APPLE INC / HANDOUT HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Keine äußere Schutzhülle soll Apples mobile Geräte künftig vor Feuchtigkeit schützen, sondern elektronische Bauteile im Innern werden präpariert.

Foto: APPLE INC/dpa

Mit der Einstufung IP67 ist das Gerät damit staubdicht und bietet Schutz gegen zeitweiliges Untertauchen bis maximal 30 Minuten in einer Wassertiefe von bis zu einem Meter. Der Nachfolger, das Galaxy S5 bietet diesen Schutz serienmäßig. Der optische Preis für diesen Schutz: Die Modelle sind etwas schwerer, und vor allem sind sie in allen drei Raumdimensionen minimal größer.

Wasserabweisende Schutzschicht kommt über elektronische Bauteile

Derartige Kompromisse scheint Apple nicht eingehen zu wollen. Denn die Idee hinter der jetzt veröffentlichen Patentanmeldung setzt darauf, einzelne elektronische Komponenten im Inneren des smarten Telefons mit einer wasserabweisenden Schutzschicht zu versiegeln.

ARCHIV - Besucher schauen sich das neue iPad Air 2 an, das am 16.10.2014 bei Apple am Kurfürstendamm in Berlin vorgestellt wird. Foto: Jörg Carstensen/dpa (zu dpa "Marktforscher: Apples iPad führt weiter klar in Tablet-Geschäft" vom 03.02.2^015) +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Beim Wasserschutz hinkt Apple anderen Herstellern aus der Branche wie Samsung hinterher. Zieht jetzt aber nach und will dafür beim Design keinerlei Abstriche machen.

Foto: Jörg Carstensen/dpa

Es geht also nicht um eine äußere wasserdichte Schutzhülle. Im Gegenteil: Das edle und imageträchtige Design der Apple-Endgeräte soll nicht unter dem neuen Zusatznutzen leiden.

Extrem dünne Schutzschichten im Mikrometer-Bereich

In der Patentanmeldung beschreiben die Apple-Entwickler ein Verfahren, bei dem einzelne elektronische Komponenten im Inneren der Geräte in einer Vakuumkammer unter einer Fluorgas-Atmosphäre mit einer Plasmaschicht wasserabweisend überzogen werden.

Dieses Verfahren ermöglicht extrem dünne Schutzschichten zwischen einem und zehn Mikrometer. Solche Mikro—Schutzschichten sind vor allem für äußerst kompakt gebaute Geräte wie die iPhones und iPads notwendig.

Zusätzliche Silikon-Abdichtungen

Kabel und andere empfindliche Bauteile, wie der Anschluss für den Kopfhörer und die Knöpfe sowie Lautsprecher und Mikrofon wollen die Apple-Entwickler zusätzlich mit Silikon abdichten. Eine ganze Reihe von Bauteilen in den Geräten sind gegen elektromagnetische Störungen abgeschirmt. Das soll durch kleine Bohrungen in den Hüllen erreicht werden, die dann vor Feuchtigkeit  geschützt werden.

Die iWatch darf auch duschen

In wenigen Tagen schon will Apple nähere Details zur mit Spannung erwarteten Apple-Watch veröffentlichen. Diese smarte Uhr soll nach Aussagen von Apple-Chef Tim Cook auch unter der Dusche tragbar und somit wasserdicht sein. Das ist die Smartwatch Pebble Time auch, die soeben den Rekord auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter locker getoppt hat. Allerdings ist sie optisch eher gewöhnungsbedürftig. 

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Von Detlef Stoller
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