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10.09.2014, 11:28 Uhr | 0 |

Computeruhr am Handgelenk Große Show bei Apple: iPhone 6, Apple Pay und die Apple Watch sind da

Apple feiert wieder einmal sich selbst und seine neuesten Produkte. Gestern Abend zelebrierte Unternehmenschef-Chef Tim Cook die Vorstellung der lang erwarteten Computeruhr Apple Watch. Außerdem präsentierte er das neue iPhone 6 und das Bezahlsystem Apple Pay.

Apple-Chef Tim Cook stellt das iPhone 6 und die Apple Watch vor.
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Apple-Chef Tim Cook präsentiert seine "unglaublichen" Produkte: die Computeruhr Apple Watch und das neue iPhone 6. Außerdem stellte er das Bezahlsystem Apple Pay vor.

Foto: dpa

Die Gerüchteküche kochte in den vergangenen Tagen fast über und eines muss man der PR-Abteilung von Apple lassen: Sie wissen, wie man die Erwartungen und Spekulationen der iPhone-Jünger kräftig anheizt. Unter strengster Geheimhaltung war in Apples kalifornischer Heimatstadt Cupertino im Flint Center ein riesiger fensterloser Würfel gebaut worden. Dort betrat Apple-Chef Tim Cook gestern Abend die Bühne und blickte nicht nur auf historische Momente wie die Einführung des ersten Macintosh am selben Ort vor 30 Jahren zurück, sondern versprach auch neue, „unglaubliche“ Produkte.

Neue Produktkategorie bei Apple: Computeruhr fürs Handgelenk

Seinen Trumpf hielt Cook bis zum Ende des Abends im Ärmel, nachdem er bereits die neue iPhone-Generation 6 und das Bezahlsystem Apple Pay vorgestellt hatte. Er habe da noch „one more thing“ sagte Cook und präsentierte eine neue Produktkategorie in der Apple-Familie: die Computeruhr Apple Watch. „Das persönlichste Gerät, das wir je erschaffen haben“, so der Apple-Chef. Die Uhr ist in der hochwertigen Version vergoldet, wird am Handgelenk getragen und funktioniert in Kombination mit einem iPhone ab Version 5.

epa04393180 Apple CEO Tim Cook introduces the new Apple Watch during Apple's launch event at the Flint Center for the Performing Arts in Cupertino, California, USA, 09 September 2014. The Flint Center for the Performing Arts was the site where Steve Jobs launched the first Apple Macintosh computer in 1984. EPA/MONICA DAVEY +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Die Computeruhr Apple Watch wird über ein kleines Rädchen gesteuert – angelehnt an den Look mechanischer Uhren.

Foto: dpa

Dass sie die Uhrzeit anzeigen kann, ist natürlich Nebensache. Apple Watch sammelt Daten zu Fitness und Gesundheit, mit ihr lässt sich die Musikwiedergabe steuern, Kurznachrichten können diktiert und Anrufe empfangen werden. Die Uhren lassen sich untereinander vernetzen und können in einigen Hotels als Zimmerschlüssel verwendet werden. Über entsprechende Apps lässt man sich das Wetter und Fluginformationen anzeigen oder zoomt sich von der Erde aus bis in ferne Galaxien.

Um all das zu steuern haben die Produktdesigner, passend zum derzeit beliebten Retro-Stil, das kleine Rädchen, mit dem man früher mechanische Uhren aufziehen musste, wiederbelebt. Mit ihm lässt sich nun der Startbildschirm aufrufen. Dreht man weiter, kommen Nachrichten, Listen und Karten aufs Display. Die Preise für die Apple Watch beginnen bei 349 Dollar.

Das neue iPhone 6 ist größer und dünner als die bisherigen iPhones

Die Computeruhr war zwar die wichtigste Nachricht des Abends in Cupertino, aber das meiste Geld verdient Apple immer noch mit dem iPhone. Das neue iPhone 6, das Cook vorstellte, gibt es wie erwartet in zwei Versionen: das kleine iPhone 6 mit 4,7 Zoll und einer Auflösung von 1334x750 Pixeln und das iPhone 6 Plus mit 5,5 Zoll und 1920x1080 Pixeln, beide mit ionen-gestärkten Retina HD-Displays und noch dünner als die bisherigen iPhones. Im Innern wird das neue iPhone von einem neuen A8-Chip angetrieben, wie beim A7 mit 64 Bit.

Die Standby-Taste befindet sich beim großen iPhone jetzt auf der Seite, damit sie leichter zu erreichen ist. Mit einer Reachability-Funktion lassen sich die Bildschirminhalte nach unten fahren, so dass alle Funktionen trotz der Größe des iPhones mit dem Daumen erreicht werden können.

epa04393183 Apple CEO Tim Cook introduces the new Apple Pay system during Apple's launch event at the Flint Center for the Performing Arts in Cupertino, California, USA, 09 September 2014. The Flint Center for the Performing Arts was the site where Steve Jobs launched the first Apple Macintosh computer in 1984. EPA/MONICA DAVEY +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Beim neuen Bezahlsystem Apple Pay genügt es, das iPhone an einen Terminal zu halten und zu warten bis ein Bling-Ton die Zahlung bestätigt.

Foto: dpa

 

Neben einer verbesserten Kamera mit acht Megapixeln, True Tone Blitz, einem neuen Sensor, doppelt so schnellem Autofokus, verbesserter Gesichtserkennung und einem besseren Bildstabilisator, soll auch der Akku länger halten, nämlich bis zu zwölf Stunden.

In deutschen Läden soll es die beiden iPhones ab dem 19. September geben. Ohne Vertragsbindung liegen die Preise zwischen knapp 700 und 900 Euro, je nach Kapazität des Speicherplatzes. Für das iPhone 6 Plus kommen noch einmal jeweils 100 Euro hinzu.

Mit Apple Pay bargeldlos im Vorbeigehen bezahlen

Erstmals hat Apple im neuen iPhone auch ein NFC-Modul eingebaut. Die Nahfunktechnik wird für das neue Bezahlsystem Apple Pay benötigt. Denn wenn es nach Cook geht, haben Kreditkarten mit Magnetstreifen bald ausgedient und werden dem kontaktlosen Bezahlen Platz machen. Den Bezahlvorgang per Kreditkarte verifiziert der Nutzer über den im iPhone integrierten Fingerabdruckscanner Touch-ID. Es genüge, das iPhone an einen Terminal zu halten und zu warten bis ein Bling-Ton die Zahlung bestätigt – fertig. Das Ganze sei absolut sicher, verspricht Apple. Es würden keine Kreditkarten-Nummern irgendwo gespeichert und Apple wisse auch nicht, wer welche Dinge wo und wann gekauft habe.

epa04393174 Irish group U2 perform during Apple's launch event at the Flint Center for the Performing Arts in Cupertino, California, USA, 09 September 2014. The Flint Center for the Performing Arts was the site where Steve Jobs launched the first Apple Macintosh computer in 1984. EPA/MONICA DAVEY +++(c) dpa - Bildfunk+++
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Nach der Präsentation der Apple-Produkte war die Bühne frei für sie Rockband U2. Auch sie haben etwas Neues: das Album "Songs of Innocence". Es kann bis zum 13. Oktober kostenlos im iTunes-Store heruntergeladen werden.

Foto: dpa

Zum Abschluss der neuen Apple-Show durfte dann auch musikalisch abgefeiert werden und Tim Cook machte die Bühne frei für den letzten großen Act an diesem Abend. Für rund 2400 Zuhörer gaben die Jungs der legendären Rockband U2 ein Privatkonzert. Ein Schmankerl gabs noch obendrauf. Das neue Album von U2 „Songs of Innocence“ kann bis zum 13. Oktober kostenlos im iTunes-Store heruntergeladen werden.

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Von Gudrun von Schoenebeck
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