31.01.2014, 16:31 Uhr | 0 |

Einstieg in Newsreader-Markt Facebook bringt Nachrichten-App Paper auf den Markt

Facebook will nicht mehr nur Netzwerk sein, sondern sich zum Nachrichtenportal mausern. Ab Montag läuft in den USA die Nachrichten-App Paper, die nicht nur den eigenen Facebook-Newsstream anzeigt, sondern auch Nachrichten aus aller Welt. Der User navigiert mit Wisch- und Kippbewegungen seines Smartphones. 

Die neue Nachrichtenapp Paper von Facebook
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In Paper kann der Nutzer mit Wisch- und Kippbewegungen navigieren. Die Facebook-App ist ab dem 03. Februar in den USA erhältlich. Das Veröffentlichungsdatum für Deutschland ist noch unbekannt. 

Foto: Facebook

Ab Montag sollen amerikanische iPhone-Nutzer die neue Nachrichten-App Paper herunterladen können. Das erste Produkt der hauseigenen Abteilung Facebook Creative Labs ist vom Konzept her ähnlich wie die bereits etablierten Newsreader Flipboard oder Currents von Google.

Verlage, Blogs und Facebook selbst stellen die redaktionellen Inhalte für Paper. Hinzu kommen eigene Neuigkeiten, die der Nutzer in Form von Texten, Bildern und Videos mit anderen teilen möchte. Mit der aktuellen Facebook-App für Smartphones hat das neue Paper nur noch wenig gemeinsam.

User navigiert in Paper mit Wisch- und Kippbewegungen

Die Benutzeroberfläche von Paper hat kaum noch Schaltflächen. Stattdessen muss man eine Reihe neuer Wisch- und Kippbewegungen lernen, um in den Inhalten zu navigieren, schreibt das amerikanische Technik-Blog The Verge. Großformatige Bilder lassen sich beispielsweise durch das Kippen des iPhones nach allen Seiten erkunden. Das kann die Orientierung zu Beginn etwas schwierig machen – zumal fast jedes Foto, jede Nachricht und jedes persönliche Update den gesamten Bildschirm ausfüllt.

Für die Veröffentlichung von eigenen Inhalten, die dann auf Facebook erscheinen, bietet Paper eine Voransicht. Mit dieser können Nutzer die Wirkung ihrer Texte und Bilder vorab prüfen. Die Nachrichten können sie in rund einem Dutzend Kategorien verwalten. ­­Sie reichen von neuesten Schlagzeilen, über Technik und Essen bis hin zu niedlichen Tieren.

Für die redaktionellen Nachrichten in den einzelnen Kategorien hat Facebook ein Team von Kuratoren angestellt. Sie treffen eine Vorauswahl derjenigen Beiträge, die angezeigt werden. Das passt zur Ankündigung von Facebook im letzten Jahr, nach der der Algorithmus für die Newsfeeds so abgeändert werden soll, dass tatsächliche Nachrichten stärker gewichtet werden als etwa die beliebten Katzenbilder.

Bislang waren Eigenentwicklungen von Facebook enttäuschend

Bislang waren Eigenentwicklungen wie Facebook Home, Facebook Camera oder der Anstupser Poke allerdings eher enttäuschend. Das soll sich mit Paper, dem ersten Produkt aus dem hauseigenen Kreativlabor, nun ändern. Die App soll auch werbefrei sein – zumindest vorerst.

Ein Veröffentlichungsdatum der neuen App für den deutschen Markt hat Facebook noch nicht bekannt gegeben. Bei mehr als 1,2 Milliarden Nutzern weltweit wird es vermutlich dauern, bis Paper in allen Ländern und für alle Plattformen verfügbar ist. 

Für das Technik-Blog The Verge ist die neue Facebook-App jetzt schon ein Gewinner. „Paper ist viel mehr als eine Nachrichten-App. Es ist eine komplett neue Darstellungsform für Facebook selbst. Wenn man sich einmal daran gewöhnt hat, wird man wahrscheinlich nie mehr zur Standard-App von Facebook zurück wollen. Paper ist viel, viel besser.“ 

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Von Gudrun von Schoenebeck
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