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24.02.2014, 12:50 Uhr | 0 |

Mobile World Congress in Barcelona Facebook-Chef Zuckerberg als Redner, 1960 Aussteller, mehr als 70.000 Besucher erwartet

Marktführer Samsung preschte schon gestern vor und leitete mit der Vorstellung seiner neuen SmartwatchesGear 2undGear 2 Neo den Vorstellungsreigen neuer Mobilfunktechnologie zur „Handymesse“ Mobile World Congress in Barcelona ein. Vier Tage lang werden rund 2000 Aussteller große Smartphones, neue Computeruhren und schnellere Mobilunknetze vorstellen. 

Mobile World Congress
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Im vergangenen Jahr sprach Nokia-Chef Stephen Elop (li.) auf der Fachmesse Mobile World Congress in Barcelona über das mobile Internet in Entwicklungsländern. Heute präsentierte das finnische Unternehmen, das bald zu Microsoft gehört, drei Smartphones mit Googles-Betriebssystem Android. 

Foto: dpa/Peter Zschunke

Der Mobile World Congress (MWC) in Barcelona ist die größte Messe der Welt rund um mobile Geräte und Mobilfunk-Technologien. Die „Handymesse“ gibt es schon seit 1987 als sie noch 3GSM World Congress hieß. Erst 2008 gab ihr der Veranstalter, die GSM Association, ihren heutigen Namen.

Allerdings wird die landläufige Bezeichnung „Handymesse“ dem Event nicht mehr wirklich gerecht. Das belegt spätestens ein Blick in die Ausstellerliste, denn auch Standardprodukte wie Fotoapparate, Uhren, Brillen, Zahnbürsten, Mülltonnen oder Autos sind inzwischen mobil mit dem Netz verbunden und werden ebenfalls auf der Messe präsentiert. Und bereits zum zweiten Mal nutzt Autohersteller Ford die Gelegenheit, mit einem neuen Fahrzeugmodell in Barcelona auf dem WMC aufzuwarten – und nicht auf den großen Autosalons in Detroit, Frankfurt oder Genf.

Auch die Teilnehmerzahlen spiegeln die wachsende Bedeutung des Mobile World Congress. Im letzten Jahr waren 72.000 Besucher und 1.700 Aussteller auf der Fachmesse. Beides soll in dieser Woche nochmals getoppt werden. Bei den Ausstellern ist das schon gelungen, die Liste der Unternehmen zeigt 1.960 Einträge.

Die wichtigsten Trends 2014

Die wichtigsten Trends der Messe 2014 sind schnellere mobile 64-Bit-CPUs mit bis zu acht Kernen, größere und höher auflösende Displays und bessere Kameras in den Mobilgeräten sowie auch in diesem Jahr wieder der schnelle Mobilfunkstandard LTE.

Das interessanteste Messe-Event des heutigen Tages dürfte der erste öffentliche Auftritt des Facebook-Gründers Mark Zuckerberg nach dem Kauf des boomenden Kurznachrichtendienstes WhatsApp durch Facebook sein. Zuckerberg wird heute Abend in Barcelona als Redner auftreten. Erwartet wird unter anderem Neues zum Projekt Internet.org, das für günstigen Internet-Zugang in Entwicklungsländern steht. Bei diesen Plänen könnte WhatsApp eine wichtige Rolle spielen: Viele der weltweit 450 Millionen Nutzer kommen aus den Entwicklungsländern.

Mobilfunktechniken der fünften Generation

Bei den Netzwerkausrüstern ist das Schlagwort der diesjährigen Messe „5G“ – das Kürzel für Mobilfunktechniken der fünften Generation jenseits des 4G-Standards LTE. Alle Mobilfunkkonzerne kämpfen schon seit Jahren darum, nicht zu einer reinen Pipeline für Mobildaten zu werden, in der letztlich Internetgiganten wie Google, Facebook und Co. das große Geld machen.

Der Wettbewerbsdruck lässt die Erlöse aus den reinen Internetzugängen stagnieren, und der wachsende Datenverkehr treibt die Kosten für notwendige Investitionen hoch. Weit verbreitet ist deshalb unter den Mobilprovidern die Flucht in Angebote mit Mehrwert für ihre Kunden und neuen Erlösen durch Inhalte. Partner sind dabei meist junge Unternehmen oder Newcomer der Branche wie bei der Kooperation der Deutschen Telekom mit dem Musikdienst Spotify.

Sicherheit wird zum Geschäftsmodell

Nach den Enthüllungen um die Internet-Überwachung durch Geheimdienste wie die amerikanische NSA oder den britischen GCHQ  wollen die Mobilfunkprovider auch das Thema Datenschutz stärker besetzen. Es ist schon ein regelrechter Markt für mehr Sicherheit entstanden.

So hat beispielsweise die Deutsche Telekom in das Handysicherheitsprogramm Lookout Mobile Security investiert. Der spanische Mobilgigant Telefonica hat nach eigenen Angaben nach den Enthüllungen des Ex-NSA-Mitarbeiters Edward Snowden die anonyme Erfassung von Nutzerdaten gestoppt. Auch der britische Mobilriese Vodafone arbeitet an Funktionen zur Kontrolle der Daten durch die Benutzer selbst.

Der niederländische Mobilkonzern KPN meldete letzte Woche, dass er jetzt die Verschlüsselung der Telefonate seiner Kunden mit der Software Silent Circle anbieten will. Blackphone will in Barcelona sogar ein abhörsicheres Handy vorstellen.

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Von Klaus Ahrens
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