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18.11.2014, 08:33 Uhr | 0 |

Fitnesstracker Ear-O-Smart Ein smarter Ohrring zählt Kalorien mit

Zwei Kanadier haben einen Fitnesstracker fürs Ohr erfunden: Ear-O-Smart misst Bewegungslevel, Kalorienverbrauch und lässt sich gleichzeitig als Schmuckstück in den Alltag integrieren. Für ihr Produkt, das die benötigte Messtechnik auf winzigstem Raum zusammenballt, suchen die Erfinder derzeit per Crowdfunding Sponsoren.

Ear-O-Smart
Á

Ein auskunftsfreudiger Ohrring: In der schönen äußeren Hülle des Ear-O-Smart verbergen sich drei Mikro-Chips, die Fitnessdaten der Trägerin speichern und weiterleiten. 

Foto: BioSensive Technologies Inc.

Fitnesstracker gehören derzeit schon fast zum Must-Have – immer mehr Menschen laufen mit den Dingern herum und lassen jeden gelaufenen Meter mit sämtlichen verspeisten Kalorien aufrechnen, messen Schlaf-, Wach- und Stressphasen und vergleichen die Ergebnisse untereinander. Meistens kommen die elektronischen Aufpasser in Armbandform daher – entweder als Smartwatch oder als Plastik-Armband, das mit dem Smartphone oder Tablet kommuniziert.

Gesundheitsüberwachungstechnik ans Ohr verlegt

Wenig chic, fanden Ravinder Saini und Ache Knight aus Kanada und gründeten die Firma BioSensive Technologies Inc. Sie verlegten die Gesundheitsüberwachungstechnik vom Handgelenk ans Ohr: Ear-O-Smart war geboren. Da sei sie sowieso viel besser aufgehoben, erläutern die Gründer: Nicht umsonst würden auch medizinische Überwachungen am Ohrläppchen vorgenommen und nicht am Handgelenk, wo es viel schneller zu Irritationen durch missinterpretierte Bewegungen, Verrutschen der Sensoren auf der Haut und andere Störungen kommen könne.

Die erforderliche Elektronik packten sie kurzerhand in einen Ohrring. Damit schlugen sie zwei Fliegen mit einer Klappe: Am Ohrläppchen lassen sich der Herzrhythmus und der Blutfluss durch die Haut ideal überwachen, wodurch wiederum Rückschlüsse auf Bewegung und verbrannte Kalorien möglich sind. Außerdem ist ein Ohrring gerade für Frauen modischer und besser in den Alltag integrierbar, finden Saini und Knight, zumal die funktionellen Schmuckstücke mit dem Do-it-yourself-Set bis zu einem gewissen Grad auch selbst modifizierbar sind.

Winzige Chips machen die Messtechnik tragbar

Um die Ohrringe trotz ihres Hightech-Innenlebens nicht in völlig unförmige Klunker zu verwandeln, musste die verwendete Messtechnik so klein wie möglich sein. Das erreichte Chef-Tüftler Ravinder Saini, indem er besonders kleine Chips mit winzigen Schaltkreisen wählte, die dennoch alles konnten, was er als erforderlich erachtet: Gerade einmal 16 Millimeter beträgt ihr Durchmesser.

Das Messen sei damit problemlos möglich gewesen, berichten die Erfinder. Und auch die Frage, wie die Daten in die noch zu programmierende App auf einem Smartphone übertragen werden können, lösten sie, indem sie einen weiteren Chip darüber stapelten: Mittels einer winzigen Antenne sorgt er für eine Bluetooth-Übertragung in regelmäßigen Intervallen. Obwohl beide „Krabbeltierchen“ so energiesparend wie möglich agieren, brauchen sie Strom: Den beziehen sie über eine kleine Knopfzelle, integriert in einen dritten Mini-Schaltkreis. Für spätere Versionen experimentieren Saini und Knight derzeit zudem mit einem kabellos wiederaufladbaren Ohrring.

Suche nach Sponsoren per Crowdfunding

Auf den Markt kommen sollen die smarten Ohrringe mitsamt passender App Mitte 2015 – falls genug Geld für die Produktion zusammenkommt. Das sammelt BioSensive Technologies Inc. Derzeit auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter. Ab 125 kanadischen Dollar (knapp 90 Euro) können sich Unterstützer ein Set Ear-o-Smarts sichern, für 180 kanadische Dollar (knapp 130 Euro) gibt es die Ohrringe mitsamt rund fünf Stunden Video-Tutorials für angehende Hardware-Bastler und Programmierer, die hinter die Kulissen blicken wollen, sowie jeder Menge Tipps und Tricks zur Präzisierung der Messergebnisse.

Noch bis Ende Dezember haben Ravinder Saini und Ache Knight Zeit, um ihr Ziel von 30.000 kanadischen Dollar (gut 21.000 Euro) zu erreichen. Zurzeit, rund sechs Wochen vor Zeichnungsende, ist ein Zwanzigstel erreicht: rund 1.500 kanadische Dollar.

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Von Judith Bexten
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