03.07.2014, 08:40 Uhr | 0 |

Entwicklung des MIT Bostoner Bürger können ihr Handy an der Parkbank aufladen

Relaxen auf einer Parkbank und gleichzeitig das Handy aufladen: Diesen Service ermöglichen Solarbänke des Massachusetts Institute of Technology (MIT). Die ersten Exemplare stellt jetzt die US-Metropole Boston auf. Auch Präsident Barack Obama hat schon zur Probe gesessen.

Barack Obama auf der neuen Solarbank des MIT
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Sogar US-Präsident Barack Obama hat sein Handy schon an der neuen Solarbank des MIT aufgeladen. Neben ihm sitzt Entwicklerin Sandra Richter. 

Foto: Facebook/MIT Media Lab

Wer kennt das nicht: Man ist unterwegs, der Akku des Handys ist fast leer und die Unruhe wächst. Die neuen Sitzgelegenheiten in Boston tanken Solarenergie, so dass Bürger jederzeit ihr Handy laden und sogar kabellos surfen können. Die ersten zwölf Bänke, sie heißen Soofas mit zwei O, werden in diesem Monat in Parks aufgestellt.

Bereits im Winter wurden Prototypen im Umland der nordamerikanischen Stadt getestet. Der Bürgermeister Martin Walsh scheint ganz angetan vom neuen Service. Gegenüber der Zeitung Boston Globe sagte er: „Mit einem Smartphone kann man nicht nur Telefonieren. Warum sollten Bänke also nur zum Sitzen da sein.“

Soofas messen auch Temperatur, Lärm und Luftqualität

Zu den Entwicklern gehört Sandra Richter, Ingenieurin am renommierten Massachusetts Institute of Technology (MIT). Richter sagte dem Online-Portal Yahoo-Tech: „Wir wollen Städte an die Bedürfnisse unserer Generation anpassen.“ Wozu eben ein allzeit einsatzbereites Smartphone gehöre, damit der ständige Kontakt mit anderen Menschen möglich sei.

Allerdings können die Soofas noch viel mehr: Über Sensoren speichern sie Informationen aus ihrer Umgebung – Daten über Temperatur, Lärm und Luftqualität. Das alles können Bürger dann über eine eine Internetseite abrufen. Auch praktisch: Über diese Seite erfahren sie auch, ob ein Ladeplatz, den man ansteuern will, gerade frei oder besetzt ist.

Solarbänke kommen auch nach New York

Die intelligenten Solarbänke kosten rund 3000 Dollar. In Boston werden die ersten Exemplare vom Unternehmen Cisco Systems finanziert. Nach Boston sollen New York und San Jose in Kalifornien mit diesen Hightech-Bänken bestückt werden. Eins fällt beim Designs des Sitzmöbels allerdings auf: Die Bänke haben keine Rückenlehnen. Ob die Entwickler damit vorbeugen wollten, dass man es sich allzu lange gemütlich macht und den Ladeplatz für Andere blockiert?

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Von Lisa von Prondzinski
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