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05.04.2014, 09:00 Uhr | 0 |

Lösemechanismus bei Sturz Apple erhält Patent für ein Wechselobjektiv mit Bajonettsystem

Apple hat in den USA ein Patent für ein Wechselobjektivsystem zugesprochen bekommen, das für Mobilgeräte wie das iPhone oder das iPad optimiert ist. Durch das verwendete Bajonettsystem kann die Optik wie bei Systemkameras einfach ausgetauscht werden. Gerüchte sehen den ersten Einsatz schon beim für den Herbst dieses Jahres erwarteten iPhone 6.

Fotoaufnahmen mit dem Handy
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Auf dem Event Macworld/iWorld Ende März präsentierte Grip & Shoot an einem iPhone ein Gerät für bessere einhändige Aufnahmen mit dem Handy. Apple selbst hat jetzt in den USA ein Patent für ein Wechselobjektivsystem zugesprochen bekommen. 

Foto: dpa

Zum Aufsetzen auf Smartphone-Kameras gibt es ja schon zahlreiche Wechselobjektive, aber Apple geht mit seiner jetzt patentierten Lösung noch einen Schritt weiter: Der iPhone- und iPad-Hersteller hat das soeben patentierte Objektiv mit einem Bajonettsystem versehen.

Objektivwechsel wie bei einer Systemkamera

Die  Patentschrift beschreibt eine Technik, bei der das Objektiv genauso verschraubt wird wie bei einer normalen DSLR- oder Systemkamera ohne Spiegel. Dabei greifen entsprechende Innen- und Außenringe mit ausgeschnittenen Segmenten ineinander und rasten dann nach einer Vierteldrehung ein.

In der Praxis werden Aufsatzlinsen anderer Hersteller derzeit entweder mit einem magnetischen Ring, den man um die Objektivöffnung des Smartphones kleben muss, an der richtigen Position gehalten oder aber der Benutzer muss eine spezielle Hülle für sein Smartphone kaufen, die an der passenden Stelle vor der Kameraöffnung einen Schraubverschluss besitzt.

Sogar auf Sturz vorbereitet

Der Clou bei Apples Objektivwechsler ist aber: Wenn das Smartphone mal zu Boden fällt, soll sich die Verbindung zwischen iPhone und Objektiv trotzdem lösen, um so größeren Sturzschäden am Smartphone oder am Objektiv zuvorzukommen. Das gibt es bei herkömmlichen Kameras so bisher nicht.

Im US-Patent 8,687,299 beschreibt der Konzern eine Alternative, die noch nicht einmal bedingt, dass vor dem Kamerasensor ein Objektiv befestigt ist. Die Wechselobjektive könnten wie bei herkömmlichen Kameras direkt vor den Sensor geschraubt werden. Durch diese Konstruktion soll weniger Licht geschluckt und Verzerrungen sowie Randabschattungen vermieden werden.

Apple hatte dieses Patent schon im Herbst 2012 beantragt. Es wurde aber erst jetzt zugeteilt. Die Patenterteilung bedeutet aber nicht zwangsläufig, dass der Hersteller jetzt auch damit beginnt, seine geschützte Idee in die Praxis umzusetzen –  eine große Zahl von Patenten bleibt erfahrungsgemäß ungenutzt.

Wechselobjektive schon fürs neue iPhone 6?

Beobachter fragen sich trotzdem natürlich, ob Apple diesen patentierten Bajonettverschluss schon in das kommende iPhone 6 integrieren wird. Denn das Patent wurde ja erst gerade genehmigt und der Entwicklungsprozess des neuen iPhone-Modells könnte eventuell schon abgeschlossen sein.

Allerdings macht eine Abbildung seit ein paar Tagen die Runde im Netz, die eher für den Einsatz spricht: Das Bild zeigt eine aus dem Gehäuse ragende Kamera, was die Gerüchte um ein iPhone 6 mit Wechselobjektiv natürlich beflügelt.

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Von Klaus Ahrens
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