10.03.2015, 12:39 Uhr | 0 |

Funktioniert nur mit iPhone Apple Watch kommt am 24. April auf den deutschen Markt

Jetzt ist die Katze aus dem Sack: Die von Applemaniacs heißersehnte Apple Watch kommt am 24. April auf den deutschen Markt. Das kündigte Apple-Chef Tim Cook gestern in San Francisco an. Die Preise liegen zwischen 399 und 18.000 Euro. 

Tim Cook präsentiert Apple Watch.
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Apple-Chef Tim Cook präsentierte die Computeruhr Apple Watch unter dem Motto „Spring Forward“: Sie ist eine Erweiterung für iPhones der Generation 5 und 6. 

Foto: Kay Nietfeld/dpa

Apple-Fans haben die Wahl zwischen drei Modellen: Es gibt die Apple Watch Sport, ein Einstiegsmodell im Aluminiumgehäuse mit einem Armband aus Fluorelastomer für 399 Euro. Dann die Apple Watch im Edelstahlgehäuse mit kratzfestem Saphirglas für 649 Euro. Ihr Preis steigt allerdings schlagartig, wenn sich der Käufer für das Gliederkettenband entscheidet: auf satte 1249 Euro – das ist teurer als das iPhone Plus in der Premium-Variante.

Schließlich gibt es den Ferrari unter den Smartwatches – die Apple Watch Edition aus 18-karätigem Gold, deren Preis je nach Ausführung zwischen 11.000 und 18.000 Euro liegt. Alle Modelle gibt es mit 38 oder 42 Millimetern breitem Gehäuse, letztere kosten jeweils 50 Euro mehr. In Deutschland können Fans die Uhren ab dem 10. April vorbestellen, die Auslieferung ist für den 24. April geplant.

Apple Watch ist kein autonomes Wearable

Doch Vorsicht: Die Apple Watch ist kein autonomes Wearable, sondern eine Art Fernbedienung für iPhones 5 und 6. Sobald die Geräte verbunden sind, kann der Träger E-Mails und Kurznachrichten lesen, die Musikwiedergabe steuern, Social-Media-News verfolgen oder Telefonate führen. Möglich macht das eine reduzierte Variante des Betriebssystems iOS, die Apps als kreisrunde Symbole auf dem 340x272 Pixel großen Display anzeigt.

Apropos Apps. Es gibt einige exklusive Smartwatch-Apps, die Apple gemeinsam mit Partnerunternehmen entwickelt hat. Der private Fahrdienstvermittler Uber beispielsweise hat jetzt seinen festen Platz auf der Watch, ebenso einige Hotels, deren Zimmertüren sich mit der Uhr öffnen lassen. Auch Flugtickets soll die Uhr als Barcodes anzeigen können.

Force-Touch-Display erkennt unterschiedliche Druckstärken

Die Navigation funktioniert über eine digitale Krone an der rechten Seite. Das Touch-Display ist zudem mit einer Technik namens Force Touch ausgestattet und kann damit sanftem und starkem Druck verschiedene Funktionen zuordnen. Eingebaut ist außerdem die sogenannte Taptic Engine, die den Träger mit mehreren Variationen von Vibrationen informiert – beispielsweise über eine neue Nachricht. Und weil eine Smartwatch natürlich auch dem Fitness-Trend folgen muss, hat Apple mehrere Sensoren in die Uhr integriert, die Schritte zählen und den Puls messen.

Smartwatch muss nach 18 Stunden ans Netzteil

Für all diese Funktionen hat Apple den S1-Prozessor entwickeln lassen. Und der benötigt viel Strom. Deswegen muss die Smartwatch nach 18 Stunden ans Ladegerät, kündigte Cook an. In den Medien und bei Apple-Fans sorgt diese schwache Akkuleistung für einigen Unmut. Kritiker verschreien die Uhr sogar als überflüssiges Gadget, mit dem Apple seinen Jüngern Geld aus der Tasche zieht.

Anders sieht das Key Pousttchi von der Augsburger Universität für Wirtschaftsinformatik und Digitalisierung: „Wir werden Anwendungen sehen, die die meisten sich heute nur schwer vorstellen können. So können sie beispielsweise sanft mit der Hand über das Gerät streichen und ihren Partner am anderen Ende der Welt durch sein Gerät diese Berührung spüren lassen.“ 

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Von Patrick Schroeder
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