26.09.2013, 12:49 Uhr | 0 |

Lesen und Schauen in HD Amazon präsentiert drei neue Tablets mit Mayday-Taste

Amazon hat neue Kindle-Tablets zum Lesen elektronischer Bücher mit deutlich besserer Auflösung vorgestellt. Der Clou: Auf Knopfdruck erscheint ein Servicemitarbeiter von Amazon via Videochat auf dem Bildschirm und hilft bei Problemen mit dem Gerät.

Tablet mit Mayday-Taste
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Amazon hat beim neuen Kindle eine Mayday-Taste eingebaut. Wer mit dem Gerät nicht zurecht kommt, kann Kontakt zu einem Amazon-Berater aufbauen, der oben recht eingeblendet wird und das Gerät online auf Probleme untersuchen kann.

Foto: Amazon

Schon die ersten Kindle Fire HD-Tablets von Amazon zeichneten sich durch gute Ausstattung bei kleinem Preis aus. Nach zwei Jahren hat der Onlinehändler jetzt die Nachfolgegeneration vorgestellt. Und die bietet nicht nur deutlich bessere Auflösungen, so dass das Lesen am Bildschirm noch angenehmer wird. Wer nicht zurecht kommt mit den Geräten, der kann mit dem „Mayday“-Knopf Hilfe rufen.

Der Mayday-Knopf bringt Hilfe auf den Bildschirm

Betätigt der Kunde de Mayday-Knopf, erscheint in einem kleinen Bildschirmfenster ein Amazon-Mitarbeiter und beantwortet Fragen zur Technik der Geräte per Videochat. Normalerweise sieht der Service-Mitarbeiter nur den Bildschirminhalt des Kundengerätes. Wenn der Kunde es aber erlaubt, kann er auch die Kontrolle über das gesamte Tablet übernehmen und Probleme per Fernwartung beseitigen. Der Kundenservice soll nach Angaben von Amazon-Chef Jeff Bezos  rund um die Uhr erreichbar sein.

Reichlich Pixel für gestochen scharfe Bilder

Nicht nur beim Service hat Amazon aufgerüstet. Das Design der Geräte wurde deutlich überarbeitet. Die leichte Rundung des Gehäuses ist einer kantigen Rückseite gewichen, was dem Sound zugutekommt, wenn die Tablets flach auf dem Tisch liegen. Dabei sind die neuen Tablets deutlich leichter geworden als die Vorgängermodelle.

Beide Geräte, dasKindle Fire HDX 7 und Kindle Fire HDX 8.9, kommen mit Highend-Hardware daher und unterscheiden sich nur durch die Bildschirmgröße. Schon das kleinere HDX 7 hat Full-HD-Auflösung und erreicht eine Pixeldichte von 322 dpi. Das größere HDX 8.9 setzt mit seinen 2.560 x 1.600 Bildpunkten und daraus resultierenden 339 dpi Pixeldichte die neue Bestmarke bei Tablets dieser Größe, denn das gab es bisher nur bei Zehnzöllern oder noch größeren Geräten.

Schneller Prozessor verdreifacht die Leistung

Als Prozessor nutzt Amazon in beiden HDX-Tablets den Snapdragon 800 von Qualcomm, einen der schnellsten verfügbaren Mobil-Prozessoren. Damit bieten die neuen Tablets die dreifache Leistung im Vergleich zu den Vorläufermodellen. Der Qualcomm-Chip hat vier Kerne, ist mit 2,2 GHz getaktet und hat 2 GB zur Verfügung. Außer dem Basisgerät mit 16 GB gibt es Modelle mit 32 und 64 GB Flash-Speicher.

Beide neuen Tablets haben eine Kamera mit 720p-Auflösung auf der Displayseite. Dem 8,9-Zoll-Modell hat Amazon zusätzlich eine Kamera auf der Gehäuserückseite mit 8 Megapixeln, LED-Licht, HDR- und Panorama-Modus sowie Autofokus spendiert. Eine solche rückwärtige Kamera fehlte bei den Kindle-Fire-HD-Tablets bisher komplett.

Miracast ersetzt HDMI nicht wirklich

Leider hat Amazon den HDMI-Videoanschluss gestrichen und stattdessen Miracast integriert, um den Bildschirminhalt kabellos an einen Bildschirm zu übertragen. Eigentlich ist das eine gute Idee. Aber weil bisher nur Smart-TVs der letzten Generationen diesen Standard beherrschen und der Standard zudem kaum für Full-HD-Filme und Spiele taugt, ist Miracast nicht wirklich ein guter Ersatz für den weggefallenen HDMI-Anschluss. Mit beiden Tablets kann man sich weiterhin per WLAN ins Internet einwählen.

Die neuen Geräte laufen mit Amazons Betriebssystem Fire OS in der Version 3.0, das wiederum ein Ableger von Android ist. Das aktuelle Fire OS 3.0 basiert auf der Android-Version 4.3 Jelly Bean. Wie auch schon bei den Vorläufern gibt es bei den HDX-Tablets  statt der typischen Android-Bedienung eine speziell auf die Amazon-Welt zugeschnittene Benutzerschnittstelle. Das Tablet ist bei der Auslieferung schon auf den Käufer angemeldet. Amazons Browser Silk ist auch schon vorinstalliert.

Zunächst werden die Amazon-Geräte nur in den USA angeboten. Dort kostet das 7-Zoll-Modell mit 16 GB 229 Dollar, mit 32 GB 269 Dollar und für das 64-GB-Modell muss man 309 Dollar hinblättern. Das 8,9-Zoll-Modell mit 16 GB kostet 379 Dollar, in der 32-GB-Ausführung 430 Dollar und mit dem Maximalspeicher von 64 GB berechnet Amazon 479 Dollar. Für 100 Dollar Aufpreis gibt es die neuen Tablets in den USA auch mit einem LTE-Modem. Ob das auch in Deutschland angeboten werden soll, ist noch nicht bekannt.

Mit den beiden neuen HDX-Tablets bringt Amazon in den USA auch ein überarbeitetes Kindle Fire HD mit 7 Zoll-Bildschirm heraus. Neu ist bei diesem Gerät nur das Gehäuse – die Technik wurde beibehalten. Der Preis wurde aber gegenüber dem Vormodell um 60 Dollar auf 139 Dollar gesenkt.

15 Euro Extra für Abschalten von Werbeeinblendungen

Wie immer blenden die Geräte in den Sperrschirm und den Startbildschirm Werbung ein. Und auch bei der neuen Generation lassen sich diese nervenden Werbeeinblendungen gegen einen Aufpreis von 15 Dollar dauerhaft abschalten.

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Von Klaus Ahrens
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