05.11.2013, 09:05 Uhr | 0 |

Klebstoff aus Synthese-Kautschuk Glasfaserverstärktes Klebeband haftet auf öligen Metalloberflächen

Schmierfilme auf Metalloberflächen erschweren die Bündelung von Metallrohren. Klebebänder sind oft wirkungslos. Ein neuer Klebstoff aus Synthese-Kautschuk schafft nun Abhilfe. 

Klebeband
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Der neue Klebstoff aus Synthese-Kautschuk haftet sogar auf öligen Metalloberflächen. Zusätzliche Robustheit erhält das Klebeband durch eine Glasfaserverstärkung. Sogar die Fixierung von tonnenschweren Stahlcoils soll dadurch möglich sein. 

Foto: 3M

Hersteller beschichten Rohre und andere Metallprodukte oftmals mit einem Ölfilm, um sie vor Witterungseinflüssen und Rost zu schützen. Damit stehen sie jedoch dem Problem, dass eine Bündelung mit Klebebändern kaum mehr möglich ist. Deswegen greifen sie meist auf Fixierringe zurück, die durch ihr höheres Gewicht allerdings die Logistikkosten erhöhen.

Eine Alternative hat nun der Klebststoffspezialist 3M gefunden. Der neue Klebstoff besteht aus einem modifizierten Synthesekautschuk, der im Vergleich zu Naturkautschuk eine etwa 50 Prozent höhere Haftkraft aufweist und somit auch für ölige Flächen geeignet ist. Zum Einsatz kommt er im Filament-Klebeband 890 MSR. Es erreicht eine Bruchlast von 1050 N/100mm und ist sogar dafür geeignet, tonnenschwere Stahlcoils zu fixieren. Das maximal zehn Zentimeter breite Band ist feuchtigkeitsresistent und glasfaserverstärkt, somit also auch besonders stoß- und schlagfest.

Ohne Lösungsmittel

Einen weiteren Vorteil zu Produkten aus Naturkautschuk sieht 3M darin, dass der neue Synthese-Kautschuk ohne Lösungsmittel auskommt und daher umweltfreundlicher ist. Geschäftsführer Inge Thulin ist überzeugt: „3M ist wie kein anderes Unternehmen in der Lage, beim Megatrend Nachhaltigkeit Wegbereiter zu sein. Nachhaltiges Wirtschaften ist eine Plattform, die unserem Unternehmen zu Wachstum verhilft und im perfekten Einklang mit unseren Werten steht.“ Seit 1975 verfolgt der Konzern ein Umweltprogramm und hat nach eigenen Angaben seitdem in über 9 300 Projekten einen Schadstoffausstoß von 1,6 Millionen Tonnen eingespart.

2335 Erfindungen in drei Jahren

Im vergangenen Jahr investierte der Konzern rund 1,2 Milliarden Euro in Forschung, mit denen auch deutsche Einrichtungen in Neuss, Seefeld und Burgkirchen finanziert wurden. Mit diesem Einsatz hat es das Unternehmen im Ranking der Unternehmensberatung Booz & Company jetzt zum vierten Mal in Folge in die vorderste Reihe der weltweit innovativsten Konzerne geschafft. In bester Gesellschaft von Apple und Google. Die Erhebung spiegelt die Meinung von über 700 Innovationsverantwortlichen aus Unternehmen rund um den Globus wider.

„Ich freue mich besonders für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter über diese erneute Spitzenplatzierung“, sagte Reza Vaziri, Vorsitzender der Geschäftsleitung der 3M Deutschland. „Neben unserem Know-how in 45 Basistechnologien und einem effizienten Innovationsprozess tragen vor allem sie dazu bei, dass wir zu den innovativsten Unternehmen weltweit zählen.“ Der Konzern hatte sich allein in den letzten drei Jahren über 2335 Erfindungen patentieren lassen. 

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Von Patrick Schroeder
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