20.02.2014, 15:59 Uhr | 0 |

50 Milliarden Knoten IT-Expertin: Das 5G-Netz wird Tausendmal leistungsfähiger

Die nächste Mobilfunkgeneration 5G muss erheblich leistungsfähiger werden als aktuelle Standards. Vor allem wegen der wachsenden Vernetzung von Menschen und Maschinen könne der neue Standard nicht einfach ein Upgrade der vorhandenen Technik seit, sagte die IT-Expertin Liesbet van der Perre vom Forschungsinstitut Imec im belgischen Leuven. 

Datenverkehr durch vernetzte Autos
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Die Vernetzung von Autos und der laufende Datenaustausch lassen die Datenmengen in Zukunft stark ansteigen. Deshalb muss ein neues 5G-Mobilfunknetz Tausendmal mehr Leistungsfähigkeit haben als aktuelle Systeme, sagt die belgische IT-Forscherin Liesbet van der Perre.

Foto: Car 2 Car Consortium

„Wenn wir derart viele Objekte und Geräte miteinander verbinden wollen, brauchen wir ein Netzwerk mit einer Kapazität, die die heutigen Ressourcen um das Tausendfache überschreitet“, sagte van der Perre, , Program Director Wireless Communication bei dem renommierten Forschungsinstitut, im Gespräch mit den VDI nachrichten.

Noch sei völlig offen, wie 5G aussehen werde. „Um ehrlich zu sein: Da blicken wir in eine Kristallkugel. Jeder schaut hinein und sieht seine eigenen Erwartungen an 5G realisiert.“ Einig sei man sich allerdings, dass „5G nicht ein einfaches Upgrade der uns heute vertrauten Netzwerke sein wird“, so von der Perre. „Es wird eine Verknüpfung von Netzwerken sein, die alle mit allen und jedes mit jedem verbinden: Menschen und Objekte, Tools und Systeme. Die Erwartung ist, dass bis 2020 in der 5G-Wolke 50 Milliarden Knoten miteinander verbunden sind.“

5G wird ein heterogenes Netz sein

Dabei erwartet die belgische IT-Expertin verschiedene Netze, die parallel arbeiten werden. „Es wird ein heterogenes Netz sein, in dem mehrere verschiedene Typen von Netzwerken miteinander verbunden sind: ein eigenes Netzwerk für Mobiltelefonie, ein spezifisches Netzwerk mit hohen Datenraten für das mobile HDTV, ein weiteres Netzwerk mit minimaler Latenz für die Auto-zu-Auto-Kommunikation, ein spezielles Netzwerk mit geringerer Datenrate und geringem Energieeinsatz für die Vernetzung von Sensorsystemen und vieles andere mehr.“

Jedes dieser Netzwerke werde seine eigene drahtlose Technik nutzen. Auf diesem Gebiet erwartet van der Perre große Entwicklungssprünge. „Heute haben wir bereits solche spezifischen Netzwerke für die mobile Telefonie, WLAN und Bluetooth. Ich gehe davon aus, dass die Zahl dieser Technologien stark anwachsen wird, und ich erwarte, dass sie alle zu einem gemeinen Netz verschaltet werden, mit dem alles und jedes verbunden sind und miteinander kommunizieren und interagieren.“

Das Interview lesen Sie im Wortlaut in der digitalen und der Printausgabe der VDI nachrichten.

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Von Axel Mörer-Funk
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