19.02.2016, 09:51 Uhr | 0 |

Internet der Dinge Über 900 Aussteller auf der Embedded World 2016

Sie hat ein bisschen von der CES in Las Vegas und dem Mobile World Congress in Barcelona: Die Embedded World ist die größte Messe weltweit, die sich um eingebettete Systeme kümmert. Um das Internet der Dinge, autonome Systeme, E-Mobilität und Energieeffizienz durch smarte Systeme. Vom 23. bis 25. Februar trifft sich die Branche in Nürnberg.

Cockpit-Displays auf der Embedded World
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Cockpit-Displays auf der Embedded World: Auch Displays sind ein wichtiges Thema der Messe.

Foto: Frank Boxler/Messe Nürnberg

Mehr als 900 Aussteller aus 42 Ländern kommen für drei Tage in die Nürnberg Messehallen. 1600 Referenten werden den 25.000 erwarteten Fachbesuchern auf der Embedded World Vorträge über die neuesten Entwicklungen anbieten. Treiber der Entwicklung sind Industrie 4.0 und der Trend zum autonomen Fahren. Maschinen wie Autos werden immer stärker vernetzt, reagieren selbstständig auf Störungen, Unterbrechung oder Gefahrensituationen.

Systeme müssen auch bei Defekten funktionieren

Beispiel Auto: Fraunhofer-Forscher arbeiten an autonomen Systemen fürs Auto, die auch beim Ausfall von Sensoren oder Teilsystem weiterarbeiten. Am Fraunhofer Gemeinschaftsstand wollen die Forscher ihre Elektrik- und Elektronik-Architektur vorstellen, die das Funktionieren der autonomen Lenkungssteuerung während der Fahrt so lange garantiert, bis der Mensch wieder eingreifen kann. Sicher Forschungsergebnisse, die auch für Systeme in der Produktion von Interesse sind. Schließlich können auch dort die Schäden groß sein, wenn Steuerungssysteme versagen.

Klar ist auch, dass die Sicherheit bei autonomen System eine immer wichtigere Rolle spielt angesichts der Vielzahl von Hackerangriffen und Schadsoftware. Deshalb widmet die Embedded World dem Thema Sicherheit eingebetteter Systeme eine Sonderfläche. Die Skepsis der Unternehmen ist nach wie vor groß. So sehen 56 % der Unternehmen Funktechnologien, die für die Vernetzung von Maschinen eingesetzt werden, immer noch mit Sorge. Deshalb stehen auf der Sonderfläche und Diskussionen die Sicherheit für Hard- und Software, Schutz vor äußeren Angriffen und Schutz vor Piraterie im Mittelpunkt.

Dass die Furcht vor äußeren Angriffen berechtigt ist, hat ein Test des TÜV Süd gezeigt. Demnach werden sogar kleinste Infrastrukturen im Netz angegriffen, um beispielsweise Schadsoftware einzuschleusen.

Kaspersky spricht über die Sicherheit im Internet der Dinge

Im Vortragsforum werden sich dazu Eugene Kaspersky, Chef des Sicherheitsunternehmens Kaspersky Labs, Prof. Nikolaus Forgó vom Institut für Rechtsinformatik der Uni Hannover und Dr. Mathias Wagner, Sicherheitschef bei NXP Semiconductors äußern. Experten namhafter Unternehmen werden Schutzlösungen und sichere Übertragungskanäle vorstellen sowie erläutern, wie sich Sicherheit auf unterschiedlichen Ebenen gezielt einplanen und einbauen lässt.

Auch die klassischen Themenfelder wie System-, Software- und Hardware-Engineering kommen nicht zu kurz und sind mit durchgängigen Sessions sowie mehreren Classes im Konferenzprogramm prominent vertreten. Weitere Themenschwerpunkte der Messe sind Miniaturisierung von Systemen bei höherer Rechnerleistung, effiziente Kommunikation vernetzter, oft auch mobiler Systeme, verteilte Intelligenz sowie Lösungen für Zukunftsthemen wie E-Mobility und Energieeffizienz.

„Die Dynamik der Branche ist ungebremst“, sagt Prof. Dr. Ing. Matthias Sturm, Messebeiratsvorsitzender und Conference Chair der Embedded World. Die Messe und die Sicherheitskonferenz seien „für die Community die wichtigste Plattform, um sich auf hohem Niveau auszutauschen und zu informieren“.

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Von Axel Mörer-Funk
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