Metav 2012 Spannwerkzeuge: Automation und Energieeffizienz mit Erfolgspotenzial
Die deutschen Hersteller von Spannwerkzeugen rechnen nach dem Rekordjahr 2011 mit keinem Absturz der Auftragslage. Zudem bietet das weiter Verschmelzen von Energieeffizienz und Automation immer noch reichlich Erfolgpotenzial, wie auf den Messeständen in Düsseldorf deutlich wurde.
Die Prognose von Henrik A. Schunk, Geschäftsführender Gesellschafter der Schunk GmbH in Lauffen, lässt sich auf viele Spannwerkzeugaussteller der Metav 2012 übertragen: "Nach einem außerordentlich erfolgreichen Jahr 2011 gehen wir für 2012 von einer Normalisierung der Auftragslage aus." Schunk schließt sich damit den Erwartungen des VDMA an. Sicher sei, dass Effizienzbringer unabhängig von der aktuellen Geschäftslage auch in diesem Jahr gefragt sein werden, zumal viele Unternehmen aufgrund der hohen Auslastung in der Fertigung jetzt Erweiterungsinvestitionen planten.
Das betreffe insbesondere die hocheffiziente Werkstückspannung, Maschinenautomatisierung und darüber hinaus Präzisionswerkzeughaltersysteme. "Insgesamt kann man schon sagen, das die deutschen Hersteller von Präzisionswerkzeugen und Werkzeugsystemen wirtschaftlich und von ihren Innovationen her sehr stark auf den internationalen Märkten aufgestellt sind", ergänzte Klaus Steinbrücken, Produktmanager bei Schunk.
Spannwerkzeuge-Hersteller blicken zuversichtlich auf das Jahr 2012
Auch beim Spannmittelhersteller Hainbuch GmbH, Marbach, blickt man zuversichtlich auf das Jahr 2012. Zwar rechnet das Unternehmen mit einer leichten Abschwächung am Markt. "Von einer Rezession kann aber nicht die Rede sein", so Oliver Löbert, Teamleiter Produktmanagement. Mit den in Düsseldorf präsentierten Werkzeugen sehe man sich für die Entwicklungen und Anforderungen in der Spannwerkzeugindustrie gut gerüstet. "Betrachtet man den allgemeinen Trend zur energieeffizienten Werkzeugmaschine, bieten wir mit einem neuartigen Elektro-Spanner eine echte Alternative zu herkömmlichen hydraulischen Spannzylindern", erläuterte Löbert. Durch den Verzicht auf ein Hydraulikaggregat spare das neue Spannsystem Energie, was natürlich auch zur Entlastung der Umwelt beitrage.
Um den Auftragsschub aus dem Jahr 2011 zu bewältigen, hat die Roemheld GmbH mit ihren drei Produktionsstandorten in Laubach, Hilchenbach und Götzis einiges getan: "Die Umstrukturierung der internen Prozesse mit dem Ziel der Verbesserung der Lieferfähigkeit haben Wirkung gezeigt, sodass der Großteil der Aufträge fristgerecht fertiggestellt werden konnte", betonte Geschäftsführer Joachim Molka auf der Metav 2012.
Spannwerkzeuge-Hersteller Roemheld: "Fertigungsprozesse durchgehend automatisieren"
Zu den Highlights auf dem Messestand zählten die Roemheld-Entwickler einen "Spanndruckerzeuger" mit einer zum Patent angemeldeten Steuerung. "Durch diese Steuerung wird der Motor bzw. das druckerzeugende Aggregat frühestmöglich abgeschaltet, was der Energieeffizienz im Unternehmen zugute kommt", ergänzte Andreas Lotz, Produktbereichsleiter Spanntechnik bei Roemheld. In diesem Jahr werde die neue Technologie nachhaltig weiterverfolgt. "Grundidee bei den hier vorgestellten Lösungen ist es, alle Fertigungsprozesse durchgehend zu automatisieren", ergänzte der Spanntechnikexperte, wobei besonderer Wert auf die Automatisierung aller Umrüstvorgänge gelegt würde: "Die Umrüstzeiten sinken, was eine wirtschaftliche Fertigung von kleinen Losgrößen ermöglicht."






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