02.11.2015, 12:20 Uhr | 0 |

Tokio Motor Show So futuristisch ist der neue Mercedes Vision Tokio

Spektakuläre Weltpremiere bei Mercedes: Auf der Tokio Motor Show hat der Autobauer den Vision Tokio präsentiert – ein autonomes Konzeptfahrzeug, das für Passagiere eine futuristische Lounge bereithält.

Konzeptfahrzeug Vision Tokio von Mercedes
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Raumschiff oder Auto? Mercedes hat auf der Tokio Motor Show das Konzeptfahrzeug Vision Tokio enthüllt.

Foto: Daimler

Schon das Äußere des Vision Tokio sieht nach Zukunft pur aus: Das ecken- und kantenlose Konzeptfahrzeug von Mercedes hat blaubeleuchtete 26 Zoll große Felgen, schmale nach außen versetze Frontscheinwerfer und einen großen LED-Kühlergrill für Lichtspielereien. Statt einer klassischen Fensterscheibe gibt es eine durchgehende Glasfläche ­– ähnlich der Cockpitverglasung eines Powerboats.

Fahrer- und Beifahrertüren sind Schnee von gestern. Stattdessen hat Mercedes dem 4,80 m langen und 2,10 m breiten Konzeptauto auf der linken Seite eine große nach oben schwingende Seitentür spendiert, die den Weg ins Innere freigibt. Und dort wird es erst richtig futuristisch.

Innenraum des Vision Tokyo ist eine Luxus-Lounge

Im Inneren des Vision Tokio ist die klassische Sitzordnung aufgehoben: die fünf Passagiere nehmen wie in einer Lounge auf einer großen, oval geformten Couch Platz. Dort können sie sich während der Fahrt von zahlreichen Displays berieseln lassen oder die Vorzüge eines Projektors genießen, den Mercedes allerdings noch gar nicht entwickelt hat.

Der Projektor soll aus Boden und Decke Hologramme in die Luft projizieren ­– beispielsweise Landkarten, Apps und Anzeigen des Entertainmentsystems – und herkömmliche Knöpfe und Schalter ersetzen. Da die Seitenscheiben im Siebdruckverfahren in Wagenfarbe bedruckt sind, sind die Passagiere während dieser Lichtshow vor neugierigen Blicken anderer Autofahrer geschützt. Nicht aber vor der Neugier des Bordcomputers. Denn er verfügt laut Mercedes über Algorithmen, die sogenanntes Deep Learning ermöglichen. Mit jeder Fahrt lernt der Computer die Vorlieben der Passagiere besser kennen.

Autonomes Fahren mit Laser-, Kamera- und Radargeräten

Apropos fahren: Das müssen die Insassen gar nicht mehr. Denn Vision Tokio ist ein selbstfahrendes Auto ­– genau wie sein Konzeptvorgänger, der F 015 Luxury in Motion. Entsprechende Laser-, Kamera- und Radargeräte finden auf dem Dach Platz.

Überkommt einen Passagier dennoch die Lust aufs Fahren mit den eigenen Händen und Füßen, hat Mercedes auch dafür vorgesorgt. Er kann dann einfach aus dem Vorderteil der Couch einen Sitz vor das Lenkrad klappen und die Steuerung übernehmen.

980 km Reichweite dank Brennstoffzelle und Hochvoltbatterie  

Die geplante Reichweite des Vision Tokio ist beeindruckend: Das Konzeptfahrzeug soll 980 km bewältigen können. Und wie? Mit einem Hybridsystem aus Hochvoltbatterie und Brennstoffzelle. Die Batterie lässt sich berührungslos durch Induktion aufladen und speichert genügend Energie, um den Elektromotor für 190 km zu versorgen.

Danach übernimmt die Brennstoffzelle, die getankten Wasserstoff mit Umgebungssauerstoff reagieren lässt. Dabei entsteht Wasserdampf, der durch den Auspuff strömt, und Energie für den Motor. Laut Mercedes ist die Brennstoffzelle aufprallgeschützt in die Karosserie des Vision Tokio integriert.

Bis zum 8. November haben Autofans die Möglichkeit, den Vision Tokio auf der Tokio Motor Show zu bestaunen. Ob Mercedes das futuristische Gefährt jemals als Serienauto herstellt, steht in den Sternen. 

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Von Patrick Schroeder
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