28.03.2014, 08:02 Uhr | 0 |

Lichtkunst auf der Light + Building Luminale 2014: Das ganz große Lichtspektakel in Frankfurt

Schon an normalen Abenden ist die Skyline Frankfurts eines der spektakulärsten Stadtpanoramen in Deutschland. Doch zur weltgrößten Lichtmesse Light + Building verwandelt sich die ganze Stadt in ein unvergleichliches Lichtkunstwerk. Eine knappe Woche lang, vom 30.3. bis zum 4.4., verzaubert die Luminale mit rund 180 Lichtprojekten die gesamte Stadt – und ganz besonders ihre Besucher. Spektakuläre Lichtkunst gibt es an öffentlichen Orten und Gebäuden, in Kirchen, Ausstellungen und am Hafen. 

Bereits zum siebten Mal steigt die Biennale der Lichtkultur in Frankfurt und macht aus der Mainmetropole ein Zentrum der internationalen Lichtkunst. „Zur Luminale öffnet sich die Stadt den Kreativen als Experimentierfeld. Durch den Laborcharakter unterscheidet sich die Luminale von vielen anderen Lichtfestivals und bietet jungen Lichtdesignern ein Sprungbrett, um international bekannt zu werden“, sagt Helmut Bien, der Projektleiter der Luminale.

Farbe am Hauptbahnhof und Lichtinstallationen in Kirchen

Schon alle Besucher, die aus dem Zug im Hauptbahnhof aussteigen, werden mit Lichtkunst beeindruckt. Der Hauptbahnhof, einer der schönsten Sackbahnhöfe Deutschlands, wird während der Luminale zu einer illuminierten Kathedrale der Mobilität. Durch gebäudenahe LED-Beleuchtung werden die Details der restaurierten Fassade wie Türme, Bögen oder Allegorien gezielt akzentuiert. Dabei soll die Farbigkeit des Lichtes zwar dynamisch wirken, aber nicht nach Effekten schreien.

Auch im Innenraum des Hauptbahnhofs gibt es Lichtkunst. Studenten zeigen dort ihre Projekte, beispielsweise die begehbare Installation „reflect“, die durch Licht und Reflexion einen Raum mit scheinbar unendlicher Tiefe erzeugt.

Natürlich wird auch das Messegelände, fast in Sichtweite des Hauptbahnhofes, in Lichtkunst eingetaucht. Im Kap Europa, dem gerade fertiggestellten Kongresscenter, symbolisiert das Lichtkunstwerk „Crossover“ der Berliner Künstlerin Barbara Trautmann die Besucherströme im Gebäude. Das Lichtobjekt heißt „Crossover“ und besteht aus 103 Leuchtstoffröhren, die in unterschiedlich langen Impulsen leuchten.

Und es versteht sich von selbst, dass auch historische und belebte Schauplätze in der City wie der Börsenplatz, die Hauptwache, der Römer und der wunderschöne Palmengarten in Lichtkunst getaucht werden.

In mehreren Kirchen sind ebenfalls Lichtinstallationen aufgebaut, wie die blaue Licht-Skulptur „Seelenfünklein“ im Altarraum der Katharinenkirche oder die farbige Lichtkomposition im St.-Bartholomäus-Dom, zu der auch Musik und Text gehört. Sehenswert dürfte auch der „Light Shaft II“ des amerikanischen Stars unter den Lichtkünstlern James Turrell werden. Farbige Neonröhren und eine spezielle Software erzeugen im Innern des Galileo-Hochhauses bei Nacht einen intensiven Lichtraum, der sich langsam verändert.

Blick von der Osthafenbrücke auf die beleuchtete Frankfurter Skyline

Beim „>bunny sw<“ an der Fassade des Nextower können die Zuschauer auch selbst tätig werden. Unter Anleitung erzeugen sie mit ihrer Hand Schattenspiele, die dann im Lichtkegel des dunklen Gebäudes erscheinen. Wer darüber hinaus die eigene Person einmal ganz narzistisch ins Rampenlicht stellen möchte, kann dies mit der Installation „1 Minute Ruhm“ von Jasper Kühn tun. Am Fischerplätzchen kann er sich per Knopfdruck beleuchten lassen und sich eine Minute lang wie auf der Bühne fühlen.

Ein weiterer Anziehungspunkt des Lichtkulturspektakels ist die Naxoshalle. In der ehemaligen Industriehalle präsentieren Künstler und Designer aus Japan, Australien, England und Polen ihre Arbeiten. Dazu gehören ein organischer Lichtbaum, Lichtmalereien auf dem Außengelände oder Lichtmode aus Japan.

Entlang des Mains treffen die Besucher auf weitere Lichtinstallationen. Wer sich in den Bauch des Schiffs am Mainkai begibt, kann „Cornea Ti“ erleben, die Transformation von Licht, Form und Klang im Raum. Zum Treffpunkt für Fotografen wird die neue Osthafenbrücke zwischen Frankfurt und Offenbach. Dort bietet sich ein unvergesslicher Blick auf die nächtlich erleuchtete Skyline. Weiter Fluss aufwärts hat sich die Luminale auch auf das benachbarte Offenbach ausgedehnt und ist dort vor allem im Hafenquartier vertreten.

Während der Luminale fahren kostenlose Shuttle-Busse im Zehn-Minuten-Takt vom Messegelände aus in einem Rundkurs durch die Stadt. Das Programm der Luminale gibt es zum Download.

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Von Gudrun von Schoenebeck
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