13.08.2014, 15:04 Uhr | 0 |

Erster Messetag läuft Gamescom führt Besucher mit Pixelneuheiten ins Spieleparadies

Die Gamescom, Paradies für jeden Computerspieler, hat begonnen: Branchenriesen, Lokalmatadore und Nischenhersteller haben jede Menge Neuheiten mitgebracht. Hier gibt es einen ersten Ausschnitt aus dem reichhaltigen Angebot. 

Ein Besucher spielt in einem Rennsimulator The Crew
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Ein Besucher spielt in einem Rennsimulator The Crew, ein Autorennspiel von Ubisoft für PS4 und XBox One.  

Foto: dpa

Die Spiele sind eröffnet: Zocker, Fans und Fachleute aus nah und fern stürmen Hallen und Gänge der Koelnmesse: Es ist Gamescom. Der erste Tag ist zwar Fachbesuchern, Medienvertretern und einigen wenigen glücklichen Wildcard-Besitzern vorbehalten, was das Gedränge aber nur unwesentlich verringert – und die kollektive Begeisterung über die vielen Neuheiten auf der weltgrößten Messe für Unterhaltungselektronik schon gleich gar nicht.

Im Mittelpunkt der Messe unter dem Leitthema „Spielend neue Welten entdecken“ stehen natürlich die Games – neue Titel, aber auch zusätzliche Versionen von alten Bekannten. So schickt Ubisoft seinen „Assassin’s Creed“-Helden Arno diesmal ins Paris der Französischen Revolution. In der aktuellen Version Unity können die Spieler den Helden nicht nur durch Abenteuer lenken, sondern durch die Wahl verschiedener Kleidungsstücke sowohl Aussehen als auch seine Fähigkeiten verändern – das Prinzip ist Online-Rollenspielern nicht zuletzt aus Hits wie Blizzards „World of Warcraft“ bekannt.

Ein weiteres Ubisoft-Highlight ist „Heroes of Might and Magic VII“, das im kommenden Jahr erhältlich sein wird. Als Neuerung falle direkt die schöne Grafik des rundenbasierten Computer-Strategiespiels ins Auge, schreibt der Focus dazu: Bäume, die sich im Wind wiegten, und Schnee, der dynamisch die Landschaft der Fantasywelt bedecke – alles erzeugt von der Unreal Engine 3 von Epic Games. Dazu seien die Kämpfe noch taktischer als zuvor, die Positionierung der Truppen gewinne an Wichtigkeit.

Es geht auch weniger martialisch

Wer es weniger martialisch mag, sollte dem Branchenriesen Electronic Arts (EA) einen Besuch abstatten: Natürlich gibt es auch hier die Kampfspiele wie „Dragon Age: Inquisition“, das mit einem neuen Crafting-System daherkommt. Zusätzlich warten jedoch auch die „Sims 4“ auf Spieler. Hier sei nahezu alles anpassbar, berichtet Chip.de im Liveticker, einschließlich der Fensterrahmenfarbe und der Möglichkeit, Figuren aufzumuntern – durch gutes Zureden, Tanzen oder was auch immer. Die Sims 4 warteten auch direkt mit hohem Besuch auf: Kanzlerin Angela Merkel schaute plötzlich in bester Sims-Optik von der Leinwand. Das Spiel kommt Anfang September heraus, Nutzer der digitalen Gaming- und Vertriebsplattform Origin können sich aber bereits einen Testcharakter erstellen – wenn sie sich nicht sowieso schon auf der Gamescom in die Pixelwelt versenkt haben.

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Besucher spielen am ersten Fachbesuchertag der Computerspielemesse Gamescom das Spiel Final Fantasy, ein Rollenspiel der Firma Squaresoft.  

Foto: dpa

Als Betaversion stellt EA das Spiel „Dawngate“ bereits jetzt zur Verfügung. Oder Doch lieber Fußball? Auch für das digitale Kick-Vergnügen ist gesorgt: Fifa 15 gibt es ab Ende September für Xbox One, Play Station 4 (PS4) und PC – insgesamt mehr als ein Dutzend Einzelspiele.

Neues Geschäftsmodell für Spielekonsolen

Ach ja, Spielekonsolen: Natürlich sind auch Sony und Microsoft wieder ganz vorn dabei und präsentieren neue Titel für PS4 und Xbox One: „The Order 1886“, „Rime“ und „Bloodborne“ laufen auf der PS4, für die Xbox gibt’s „Ori and the Blind Forrest“ oder mit „The Rise of The Tomb Raider“ neues von der schon legendären Heldin Lara Croft.

Zudem startet EA einen Konsolen-Abodienst: Für knapp vier Euro im Monat oder 25 Euro im Jahr können Xbox One-Nutzer zunächst „FIFA 14“, „Battlefield 4“, „NFL 25“ und „Peggle 2“ im Abo spielen, mit der Zeit sollen weitere Spiele hinzukommen. Außerdem sollen Abonnenten demnächst neue Spiele noch vor der Veröffentlichung testen können. Mit dem Angebot, das pünktlich zur Gamescom startet, will das Unternehmen neue Wege ausprobieren – wohin sie führen, sei jedoch noch ungewiss.

Neben den internationalen Branchenriesen gibt es die Lokalmatadoren, die nicht nur ehrenhalber auf der Messe sind, sondern ebenfalls einiges zu bieten haben: So stellt auch die deutsche Spieleschmiede Daedelic ihre neuesten Adventures vor. Die Point-and-Click-Spiele „Silence – The Whispered World“ und „Randals Monday“ kommen mit liebevoller Grafik, Emotion und Witz daher, berichtet Chip.de. Bei „Silence“ zum Beispiel begleitet der Spieler die Hauptfiguren durch einen wilden Trip durch die Spielwelt, ausgelöst durch halluzinogene Pollen.

Neue Hardware braucht das Zockerland

Zum gepflegten Zocken gehören neben jeder Menge Einsen und Nullen aber auch die richtigen Platinen und Displays – in diesem Bereich gibt es auf der Gamescom traditionell ebenfalls eine ganze Menge zu sehen. War im vergangenen Jahr die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift ein buchstäblicher Hingucker, wartet die Spielergemeinde 2014 gespannt auf die Sony-Variante Morpheus, ebenfalls eine Brille, die direkt in virtuelle Welten führt.

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Am Stand von Wargaming.net sind Kriegsspiele angesagt: 100 Millionen Onlinespieler konnte der Hersteller mittlerweile für die Spiele World of Tanks und World of Warplanes begeistern. 

Foto: dpa

Beide Brillen können auf der Gamescom 2014 ausprobiert werden – wenn Interessenten genug Wartezeit mitbringen: Der Andrang dürfte gewaltig sein. Wann die Geräte zu welchem Preis erhältlich sein werden, ist noch nicht raus – lediglich Entwickler können die Geräte bereits erhalten oder vorbestellen. Für diese sind auch die Tipps gedacht, die es auf der Game Developers Conference in Köln im Vorfeld der Gamescom gab, schreibt das Online-Portal heise.de: So solle eine VR-Welt lieber betont künstlich als fast real sein, und Entwickler sollten bei der Programmierung mögliche Phobien der Spieler beachten und gegebenenfalls Alternativen anbieten.

Nebengeschäft boomt weiterhin

Wem für ein angenehmes Spielerlebnis der PC mit Tastatur und Bildschirm reicht, wird auf der Gamescom ebenfalls fündig. Der Notebookhersteller Acer zum Beispiel stellt seine neue V-Nitro-Serie vor, die ab September zu haben ist: Mit leistungsstarken Grafikkarten, jeder Menge schnellem Arbeitsspeicher und vollwertiger CPU sind die kleinen Kisten mit 15,6 oder 17,3 Zoll-Display extra auf Gamer zugeschnitten.

Und wer genug von Pixeln, Laserschwertern und Rennsimulatoren hat, für den gibt es immer noch das gute alte Papier, realen Kunststoff, fantasievoll verarbeiteten Stoff und den passenden Soundtrack zu den ganzen Spielen: Der Devotionalienhandel mit Postern, Kostümen und Figürchen boomt wie eh und je – das Gamescom City-Festival ab Freitag mit Bands und weiteren Attraktionen ist immerhin kostenlos und offen für alle.  

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Von Judith Bexten
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