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30.10.2014, 08:28 Uhr | 1 |

Saubere Luftlöcher Smog in Peking: Niederländischer Künstler will Schmuck aus Ruß herstellen

Der niederländische Künstler Daan Roosegaarde will den Bürgern der vom Smog geplagten chinesischen Hauptstadt Peking gute Luft zurückgeben – mit einem patentierten Luftfilter, der bislang in Krankenhäusern zum Einsatz kommt. Aus dem gesammelten Ruß will er Schmuck herstellen. 

Daan Roosegaarde will ein Pekinger Park vom Smog befreien
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Daan Roosegaarde will ein Pekinger Park vom Smog befreien – mit einem Luftfilter, der ein 60 Meter großes Frischluftloch schafft. Den Ruß will der Künstler komprimieren und zu Schmuck verarbeiten. 

Foto: Studio Roosegaarde

In den Rasen eingelassene Kupferspulen sollen ein elektrostatisches Feld erzeugen, das Smogpartikel anzieht und in Filtern sammelt. Diese Technologie funktioniert ähnlich wie ein statisch aufgeladener Ballon, der Haare anzieht, erklärt der niederländische Künstler Daan Roosegaarde.

Smogfilter soll 60 Meter große Klarluftlöcher entstehen lassen

Einen Prototypen für das Projekt hat Roosegaarde mit Wissenschaftlern der niederländischen Universität Delft bereits entwickelt – bislang kommt die Technologie in Krankenhäusern zum Einsatz. Im Park könnte er für eine bessere Lebensqualität sorgen. „Er reinigt die Luft, sodass man wieder frei atmen kann“, sagt Roosegarde. „Es entstehen 50 bis 60 Meter große Löcher, die die Sonne wieder zum Vorschein kommen lassen.“

Die gesammelten Rußpartikel will der Künstler komprimieren und in Schmuck verwandeln. Erste Tests im Labor hat das Filtersystem bestanden. „Wir haben einen 25 Qudratmeter großen Raum mit Smog gefüllt und ein smogfreies, ein Kubikmeter großes Loch geschaffen“, erklärt Roosegarde. Die nächsten 15 Monate will er jetzt nutzen, um den Filter fit für den Außeneinsatz zu machen. 

Künstler will Umweltbewusstsein der Menschen stärken 

Das eigentliche Ziel der Aktion ist es, den Menschen einen sauberen Park mitten im verschmutzten Peking vorzuführen, wo sie das Leben wieder genießen können, erklärt der Künstler. Der Park der Zukunft: Ein Ort, an dem man sich ohne Mundschutz aufhalten kann und gelassen ein- und ausatmen kann. Die Menschen werden den deutlichen Unterschied riechen, atmen und fühlen können. 

Vielleicht kommen die Menschen dann auf die Idee, zu umweltfreundlicher Energie überzugehen, hofft Roosegaarde. Er will einen Anreiz schaffen, damit die Menschen Elektroautos und Fahrräder nutzen und auch die Industrie umdenkt. 

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Von Petra Funk
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kommentare
30.10.2014, 11:11 Uhr erik.grootveld@gmailcom
HI Petra, i am pretty sure, that this artist isn't Danish.. but Dutch.. Since he is coming from Delft university and his name is a typical Dutch name.. Erik ;-)

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