28.01.2014, 15:59 Uhr | 1 |

Livestream in Ultra-HD ISS überträgt rund um die Uhr Livebilder der Erde im Internet

Nun haben sie es geschafft: Die zwei Astronauten Sergej Rjasanski und Oleg Kotow haben erfolgreich zwei Videokameras an der Internationalen Raumstation ISS montiert. Ihr erster Versuch im vergangenen Jahr war noch gescheitert. Künftig ist es möglich, Bilder der Erde im Live-Stream aus dem All zu verfolgen. 

Aufnahme der ISS
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Aufnahme einer Stadt aus dem All: Die Internationale Raumstation ISS ist jetzt mit zwei HD-Videokameras ausgestattet und überträgt demnächst rund um die Uhr Aufnahmen der Erde im Livestream.

Foto: NASA

Die russischen Kosmonauten Sergej Rjasanski und Oleg Kotow haben ihren Einsatz im All nach sechs Stunden Arbeit erfolgreich beendet. Ihnen ist es im zweiten Anlauf gelungen, zwei Videokameras des Technologieunternehmens UrtheCast am russischen Modul der Internationalen Raumstation ISS anzubringen. Der erste Montageversuch am 27. Dezember 2013 war misslungen, da die Bildqualität der Kameras zu schlecht war. „Der Ausstieg ist erfolgreich beendet. Die Kosmonauten sind an Bord der Station zurückgekehrt", informierte die Flugleitzentrale bei Moskau.

Livestream rund um die Uhr

Das Technologieunternehmen aus Vancouver entwickelte gemeinsam mit Partnern aus der Internationalen Luft- und Raumfahrtbranche diese zwei Kameras. Sie sind Teil eines kanadischen Projekts, das Bilder der Erde im Internet verbreiten wird. Die Kameras werden weltweit mit Bodenstationen vernetzt.  Nach der erfolgreichen Montage beginnt das UrtheCast zunächst mit der Kalibrierung der Kameras. Wann die erste Videoübertragung mit Bildern von der Erde in Ultra-HD beginnt, hat das Unternehmen noch nicht mitgeteilt. 

Die Videos und Bilder werden auf der Web-Plattform von UrtheCast kostenlos übertragen.

Das hochauflösende Material der Erde kann auch für wissenschaftliche Zwecke verwendet werden. So ist vorstellbar, die Umwelt auf der Erde und die Wanderung großer Tierherden zu überwachen. Der Zustand der Wälder sowie Auswirkungen von Wasserverschmutzung und Erdbeben könnten über die hochauflösenden Kameras ebenso beobachtet werden. Aber auch humanitäre Hilfsaktionen könnten besser überwacht und gesteuert werden. Denkbar sind genauso kommerzielle Anwendungen wie die Aufnahme von Großveranstaltungen.

Die Internationale Raumstation umkreist die Erde in einer Höhe von etwa 350 Kilometer. Die ISS wird noch bis zum Jahr 2024 im All bleiben, nachdem sich die beteiligten Nationen entschieden haben, weitere Mittel bereitzustellen. Technich machbar ist eine Verlängerung der Mission bis zum Jahr 2028. Der Betrieb der ISS kostet pro Jahr rund 2,2 Milliarden US-Dollar.  

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Von Petra Funk
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kommentare
17.05.2014, 16:32 Uhr Progetti
Wenn man Regenwald - und Kalifornien- Brandstifter entlarven wollte, so hätten diese Ultra- HD- Kameras noch eine sehr nützliche zusätzliche Funktion!

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