26.01.2016, 10:08 Uhr | 0 |

Design-Studie Windows-Rechner könnten doch so gut aussehen wie ein Mac

Der Designer Aziz BelKharmoudi hat aus einem Microsoft-Computer der Surface-Reihe einen All-in-one-Rechner kreiert, der stark an Apples iMac erinnert – vielleicht zu stark. Doch trotz zahlreicher Gemeinsamkeiten gibt es auch ein paar wenige, aber fundamentale Unterschiede. 

Windows-Rechner im Apple-Design
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Sieht fast aus wie ein iMac von Apple: Der Designer Azis BelKharmoudi hat einen Desktop-Computer auf Basis des Windows-Rechners Surface entworfen, der besser aussehen soll als gewöhnliche Windows-Rechner.

Foto: Azis BelKharmoudi/Yanko

Vornehm abgerundete Kanten, alles in dezentem Silber, schwarzer Rand ums Display: Apples Computer wirken sauber, chic, klar gestaltet,– und sind auch deshalb so gefragt. Wer in der Computerabteilung großer Elektronikmärkte Laptops mit Windows-Betriebssystem in Augenschein nimmt, kann feststellen, dass sich auch hier einige Modelle an den Apple-Stil anlehnen: gerne in Silber, gerne ebenfalls vornehm dezent.

Bislang erreichen die Versuche aber nicht das Niveau der Macs. Vor allem der All-in-One-Rechner iMac, der die gesamte Technik im Bildschirm unterbringt und die graue oder schwarze Kister unter dem Schreibtisch überflüssig macht, gilt vielen als Paradebeispiel für moderne Produktgestaltung. Der Designer Azis BelKharmoudi zeigt jetzt auf dem Design-Portal Yanko, dass es auch Windows-Rechner in Sachen Äußerlichkeiten mit dem iMac aufnehmen könnten – zumindest in Ansätzen.

Assoziationen mit dem iMac drängen sich auf

Als Basis nutzte BelKharmoudi dafür Microsofts Surface-Familie – eine Produktpalette, die verschiedene Tablets beinhaltet wie zudem ein leistungsstarkes Laptop, das umgeklappt auch im Tablet-Modus betrieben werden kann. Das Surface Desktop benannte Produkt des Designers BelKharmoudi weckt sofort Assoziationen mit dem iMac.

Da ist zum einen der flache, offenbar metallische Standfuß, in den der Bildschirm eingefasst ist. Der Fuß ist silbern und verfügt über die für Macs typischen abgerundeten Kanten. Fast selbst von Apple stammen könnte die drahtlose Tastatur des Surface Desktop. Mit ihrer flachen silbernen Metallfassung und den weißen Tasten ist sie der des iMacs äußerst ähnlich.

Auch die leicht angehobene Stellung ist gleich. Wie ebenfalls für den iMac erhältlich, verfügt auch BelKharmoudis Entwurf über ein separates Trackpad zur Gestensteuerung. Auch hier ist eine Ähnlichkeit zu Apples Pendant zu erkennen. Die Oberfläche von BelKharmoudis Entwicklung ist weiß, genau wie die neueste Trackpad-Variante aus dem Hause Apple.

Man könnte also sagen: Gut abgekupfert. Aber: kein eigenes Design.

Der größte Unterschied liegt im Konzept

Immerhin gibt es Unterschiede. Der auffälligste: Der Bildschirm der Design-Studie ist schwarz. Beim Surface Desktop steckt der Monitor zudem im Standfuß, beim iMac ist der Bildschirm an dessen Rückseite aufgehängt. Der wohl gewaltigste Unterschied liegt aber im Konzept. Ob Prozessor, Arbeitsspeicher, Grafikkarte oder sämtliche Anschlüsse: Beim iMac steckt die gesamte Technik in der Rückseite des Bildschirms selbst. Der Ständer und die Aufhängung aus Aluminium haben hier lediglich tragende Funktion. Anders hingegen beim Surface Desktop. Hier sind Technik sowie Anschlüsse in der dicken Rückseite des Bildschirmfußes untergebracht.

Zugegeben: Schön anzuschauen ist BelKharmoudis Konzept allemal. Abzuwarten bleibt bloß, ob Apple versuchen wird, die doch große Ähnlichkeit zu seinen Produkten mit juristischen Mitteln zu unterbinden. 

Aber es gibt noch eine andere Möglichkeit, Windows und Apple-Design zu verbinden: Auf Mac-Rechnern läuft mit einer Zusatzsoftware auch Windows ausgesprochen zuverlässig. In einem Test des israelischen IT-Dienstleisters Soluto war Apples MacBook der stabilste Windows-Rechner.

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Von Jan-Martin Altgeld
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