25.02.2014, 06:56 Uhr | 0 |

Trend in den USA Tische mit eingebautem Computer und Touch Screen

Kaffeetrinken an einem Tisch, der eigentlich ein Computer ist: Das kommt zunehmend in den USA in Mode. Computer-Terminals und Touch-Screen-Funktionen sind in Möbel integriert – Möbel mit neuen Möglichkeiten, allerdings noch ein sehr teures Vergnügen.

Frau am Computer-Tisch
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Kaffee trinken und bequem im Internet surfen ermöglichen die neuen großformatigen Tische mit Touch Screen.

Foto: Ideum

Vor allem in Restaurants gibt es sie schon, die Tische, deren Oberfläche aus einem Touch Screen besteht. Per Klick können die Gäste zum Beispiel bestellen, was auf der digitalen Speisekarte steht. Das Personal braucht keine Bestellungen mehr aufnehmen, sondern kann sich ganz darauf konzentrieren, die Speisen und Getränke zu bringen. Die Folge ist allerdings auch klar: Weniger Personal bedient mehr Gäste, die bei der Auswahl von Speisen und Getränken nicht mehr beraten werden. Schöne neue Gastronomie?

Immerhin sind die neuen Tische samt Touch-Screen-Oberflächen ausgesprochen teuer. Umgerechnet rund 4300 Euro je Tisch sind ein stolzer Preis. Hinzu kommt, dass bisher noch keine Erfahrungen vorliegen, wie anfällig die Tischplatten für Missbräuche aller Art sind – bis hin zu mutwilligen Beschädigungen. Von Herstellerseite wird allerdings betont, dass die Tischplatten mit Touch Screen auf Wunsch auch mit wesentlich stärkerem, kratzsicheren Glas geliefert werden können.

Auch Microsoft ist im Geschäft mit Möbel-Computern dabei

Touch-Screen-Möbel, vor allem Tische, werden in den USA inzwischen von zahlreichen Unternehmen angeboten. Spezialisiert auf diese Produkte ist Ideum, ein Möbelproduzent aus Corrales in New Mexico. Mit dabei sind auch der Software-Konzern Microsoft und die Smartphone- und Elektronikriesen Samsung aus Südkorea und Lenovo aus China. Andere Unternehmen sollen dabei sein, Möbel mit eingebauten Computern zu entwickeln, darunter soll auch Apple sein.

Bisher zwei Betriebssysteme für PC-Möbel im Umlauf

Die bisherigen Anbieter von Touch-Screen-Möbeln arbeiten ausnahmslos mit den Betriebssysteme Windows 8 und Android 4.1. Im Fuß der Tische arbeitet meistens eine Art PC mit integrierter Mobilfunktechnik. Einige der Tischplatten sind in der Lage, bis zu 60 Eingaben gleichzeitig über den eingebauten Computer zu verarbeiten.

Die bislang größten erhältlichen Touch Screen Tischplatten messen diagonal 55 Zoll oder umgerechnet knapp 1,38 Meter. Noch im Laufe dieses Jahres werden allerdings noch größere Oberflächen erwartet.

Zuhause lassen sich mit den neuen Computertischen eine Vielzahl von Geräten in Haus oder Wohnung steuern. Das reicht von der Heizung und Klimaanlage über die Beleuchtung bis hin zum Küchenherd und der Waschmaschine. Alternativ können die Oberflächen aber auch als Spieltische für Computerspiele genutzt werden.

In der Entwicklung sind auch vielfältige Nutzanwendungen in Büros

Selbst in Büros lassen sich die neuen Geräte anwenden, dank zahlreicher Zusatzeinrichtungen. Für technische Zeichungen und ähnliche Einsatzzwecke sind Tische in der Entwicklung, bei denen sich der Bildschirm beliebig drehen und schräg stellen lässt.

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Von Peter Odrich
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