09.01.2015, 11:31 Uhr | 0 |

Führend in Biotech EU-Forschungskommissar: Deutsche Unternehmen Stütze der Forschung in Europa

Deutsche Großunternehmen wie Siemens, BMW und Volkswagen sind nach Aussage von EU-Forschungskommissar Carlos Moedas wichtige Stützen der europäischen Forschungslandschaft. 

Biotech-Forschung
Á

In Sachen Biotechnologie-Forschung hat EU-Forschungskommissar Carlos Moedas den Unternehmen in Europa ein gutes Zeugnis ausgestellt. Europa sei „sehr gut aufgestellt, um in Zukunft ein Global Player in der Bio- und -verarbeitenden Industrie zu werden“, sagte er den VDI nachrichten.

Foto: Matej Kastelic

 „Diese Unternehmen stellen in der Tat Kraftpakete weltweiter Forschung und Entwicklung sowie Innovation dar“, sagte Moedas im Interview mit den neuen VDI nachrichten. „Die Investitionen deutscher Unternehmen wuchsen 2014 insgesamt um beachtliche 5,9 %. Dies stellt einen entscheidenden Impuls für Wachstum, Wettbewerbsfähigkeit und Beschäftigung in der EU dar.“

Auch Mittelständler müssen mehr forschen

Allerdings müsse Europa auch mittelständische Unternehmen zu stärkeren Forschungsanstrengungen animieren. „Wir können es nicht den Großunternehmen und den größten EU-Mitgliedstaaten überlassen, die bestehende FuE-Investitionslücke zu schließen“, so Moedas. „Deshalb ist es von besonderer Bedeutung, dass (das EU-Forschungsprogramm, die Red.) Horizon 2020 seinen Beitrag dazu leistet, kleine und mittlere Unternehmen sowie Start-ups mit an Bord zu nehmen.“

epa04523422 EU commissioner for research Carlos Moedas holds a speech during a swearing-in ceremony in front of the EU Court of Justice in Luxembourg, Luxembourg, 10 December 2014. Members of the Commission are pledging to respect the Treaties and the Charter of Fundamental Rights of the EU, to carry out their responsibilities in complete independence and in the general interest of the Union. EPA/JULIEN WARNAND +++(c) dpa - Bildfunk+++
Á

EU-Forschungskommissar Carlos Moedas lobt die hohen Forschungsanstrengungen deutscher Unternehmen. Allerdings müssten auch mittelständische Unternehmen zu stärkeren Forschungsausgaben angeregt werden.

Foto: Julien Warnand/dpa

Auch der im November von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker vorgestellte EU-Investitionsplan sei deshalb "von eminenter Bedeutung", so Moedas. Dabei müssten die Unternehmen stärker und schneller Forschungsergebnisse in Produkte umwandeln. "Wir müssen unsere Fähigkeiten verbessern, hochwertige europäische Forschung gerade bei IT, Biotechnologie und Pharmazie in innovative Produkte und Dienstleistungen zu übertragen, um den Weltmarkt zu erobern."

In Biotech können wir Global Player werden

In den wichtigen Forschungsfeldern stellt der EU-Kommissar Europa ein gutes Zeugnis aus. „Der Vergleich mit den USA und Asien zeigt, dass die EU in Forschung und Innovation in mehreren Bereichen durchaus führend ist“, so Moedas, „beispielsweise in der industriellen Biotechnologie, Enzymtechnologie, Kraftstoffgewinnung aus Abfällen, der Abfallwirtschaft und bei den erneuerbaren Energien. Seit dem Jahr 2000 liegt Europa bei der Gesamtzahl von Patentanmeldungen in der industriellen Biotechnologie an der Spitze.“ Europa sei „sehr gut aufgestellt, um in Zukunft ein Global Player in der Bio- und -verarbeitenden Industrie zu werden.“

Anzeige
Von Axel Mörer-Funk
Zur StartseiteZur Startseite
schlagworte: 
kommentare

Aktuell wurden noch keine Kommentare zu diesem Artikel abgegeben. Loggen Sie ich ein oder melden Sie sich neu an, wenn Sie noch keine Zugangsdaten haben
> Zum Login     > Neu anmelden