22.05.2014, 15:25 Uhr | 0 |

ESA und DLR entwickeln Roboter DLR und Bundeswehr arbeiten in der Raumfahrtmedizin enger zusammen

Zur Erforschung der Raumfahrtmedizin arbeiten künftig die Bundeswehr und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt enger zusammen. In Köln wird dazu ein entsprechendes Kompetenzzentrum eingerichtet. Eine entsprechende Vereinbarung unterzeichneten Verteidigungsministerin Urlsula von der Leyen und Vorstände des DLR auf der Internationalen Luftfahrtausstellung ILA in Berlin. Auch die Kooperation zwischen DLR und der Raumfahrtbehörde ESA zur Entwicklung von Robotern für den Einsatz im All wird verlängert.

Höhenklimasimulationskammer der Luftwaffe
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Höhenklimasimulationskammer der Luftwaffe: Das Flugmedizinische Institut der Luftwaffe bildet unter anderem die Luftfahrzeugbesatzungen der Bundeswehr aus.       

Foto: Luftwaffe

„Bedeutende Innovationssprünge in der Forschung erleben wir häufig dann, wenn es gelingt, Wissen und Kompetenzen aus unterschiedlichen Richtungen zu vernetzen“, sagte Verteidigungsministerin von der Leyen bei der Vertragsunterzeichnung. „Genau darum geht es bei dieser Kooperation zwischen DLR und Bundeswehr. Ich bin sehr gespannt auf die Ergebnisse dieser engen Zusammenarbeit.“

Zentrum für Raumfahrtmedizin in Köln

In den kommenden Jahren entsteht am DLR-Standort Köln und der angrenzenden Bundeswehr-Kaserne Köln-Wahn ein Kompetenzzentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin. Bei den gemeinsamen Hauptaufgaben geht es um das Luftfahrtpersonal. Dazu gehören die flugpsychologische Auswahl und Eignungsfeststellung, medizinische Untersuchungen und die Gesundheitsfürsorge des Flugpersonals.

Angefangen bei der Ausbildung der Luftfahrzeugbesatzungen in der Flugphysiologie bis hin zur anwendungsorientierten Forschung wollen das DLR-Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin und das Zentrum für Luft- und Raumfahrtmedizin der Luftwaffe zusammenarbeiten.

Die Luftwaffe will außerdem Schutzausrüstungen, Flugbekleidung und Rettungssysteme entwickeln und erproben. Hinzu kommt die psychologische und rechtsmedizinische Untersuchung von Flugzeugunfällen. Dabei soll das Kompetenzzentrum auch toxikologische und DNA-Analysen anfertigen.

„Um den Zukunftsfragen der Luft- und Raumfahrtmedizin adäquat begegnen zu können, ist ein Umfeld erforderlich, in dem wesentliche nationale Kompetenzen im Bereich der Luft- und Raumfahrtmedizin gebündelt werden und in dem eine Infrastruktur vorhanden ist, die den zukünftigen Anforderungen gerecht wird", sagte DLR-Vorstand Prof. Johann-Dietrich Wörner.

DLR und ESA verlängern ihre Zusammenarbeit bei der Raumfahrtrobotik

Eine weitere Kooperation hat das DLR auf der Internationalen Luftfahrtausstellung bekannt gegeben: Die bereits seit Juni 2010 bestehende Kooperation in der Raumfahrtrobotik mit der ESA haben Prof. Wörner und ESA-Generaldirektor Jean-Jacques Dordain auf der ILA um weitere drei Jahre bis Ende 2016 verlängert.

„In der Weltraumrobotik gehört das DLR zu den weltweit führenden Institutionen. Unser Robotik- und Mechatronik-Zentrum (RMC) betreibt exzellente Forschung“, sagte Wörner. „Mit der Fortsetzung dieser strategischen Partnerschaft – das RMC ist Referenzlabor der ESA – können wir gemeinsam unsere Kompetenzen ausbauen und festigen.“ Besonders im Fokus stehen dabei die Assistenzrobotik, vor allem die so genannte Telepräsenz, sowie Methoden des On-Orbit-Servicing und Robotik für Explorationsmissionen.

In den nächsten Jahren sollen eine Reihe von Robotikexperimenten auf der Internationalen Raumstation ISS durchgeführt werden, um die Telerobotik im All weiterzuentwickeln. Hier kommt die Telepräsenz ins Spiel: Die Astronauten können von der ISS aus Roboter steuern und sollten daher die gleichen Kräfte wie die Roboter spüren können. Dies kann beispielsweise wichtig sein, wenn feinfühlige Montagearbeiten an der ISS vorgenommen werden müssen. 

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Von Petra Funk
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